Ärmelkanal

rmelkanal
Blick vom Cap Gris-Nez über den Kanal auf die Kreidefelsen von Dover
Blick vom Cap Gris-Nez ber den Kanal auf die Kreidefelsen von Dover
Verbindet GewsserNordsee
mit GewsserAtlantischer Ozean
Trennt LandmasseGrobritannien
von LandmasseEuropa
Daten

Geographische Lage

5011?N, 032?WKoordinaten:5011?N, 032?W
Geringste Breite34km
KstenorteLe Havre, Saint Malo, Southampton, Portsmouth, Plymouth
InselnKanalinseln, Isle of Wight
rmelkanal, Satellitenbild

Der Ärmelkanal (kurz auch Der Kanal; englisch English Channel, wörtlich ‚Englischer Kanal‘; französisch La Manche, wörtlich ‚Der Ärmel‘; bretonisch Mor Breizh, wörtlich ‚Bretonische See‘; kornisch Mor Bretannek, wörtlich ‚Britische See‘) ist ein Meeresarm des Atlantiks und verbindet diesen über die Straße von Dover mit der Nordsee.



Inhaltsverzeichnis



Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der etwa 563 Kilometer lange Ärmelkanal setzt als Meeresarm den Atlantik in Richtung Osten fort und verjüngt sich dabei wie ein Kleidungsärmel. Dies erklärt auch den deutschen Namen Ärmelkanal, evtl. auch als Übersetzung aus dem Französischen.

Die Römer nannten das Seegebiet in der Antike Oceanus Britannicus, was unter anderem bei Claudius Ptolemaeus belegt ist. Dieser Name wurde auch beinahe das gesamte Mittelalter hindurch benutzt oder in die jeweilige Sprache übersetzt. Eine Bezeichnung, die auf Englischer Kanal hindeutet, findet sich vermutlich erstmals auf einer italienischen Karte von 1450 als Canalites Anglie. Diese Bezeichnung wurde auch auf den Karten der damals in Nordeuropa führenden Seefahrtsnation auf Niederländisch als Het Engelse Kanaal benutzt, die sich seit spätestens dem 18. Jahrhundert auch in Großbritannien als The English Channel durchsetzte. Englischsprechende Nordwest- und Westeuropäer lassen meistens die nähere Bestimmung ganz weg, wenn eindeutig ist, welcher Kanal gemeint ist.

Angesichts der wachsenden Rivalität zwischen Frankreich und England zum Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit war Frankreich jedoch nicht dazu bereit, mehrere hundert Kilometer der eigenen Küstengewässer „englisch“ zu nennen. Bis zum 17. Jahrhundert entwickelte sich daher, inspiriert durch die Ärmelform der Küstenlinie, der französische Name La Manche.

Das französische Département Manche reicht bis zur Kanalmitte und wird seit 1790 nach dem Kanal bezeichnet.



Geographische bersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage des Kanals
Bild: CIA
Lizenz: PD CIA WF

Der Ärmelkanal liegt zwischen Großbritannien im Norden und Frankreich im Süden. Nach der Definition der International Hydrographic Organization wird die Ostgrenze zur Nordsee durch eine Linie gebildet, die etwa zehn Kilometer östlich der Line Dover–Calais zwei historische Landmarken verbindet. Die Westgrenze wird durch die Linie von Land’s End zum Leuchtturm der Île Vierge gebildet. Die britische Küste enthält die Jurassic Coast, eine geschützte Naturlandschaft. Ein Teil der französischen Küste des Ärmelkanals ist die Alabasterküste.

Am Südrand des Kanals liegen die britischen Kanalinseln unmittelbar vor der französischen Küste. Die Isle of Wight, die von einem Seitenarm des Kanals, dem Solent, umschlossen wird, liegt zentral an seinem Nordrand. Am Nordwesteingang ragen die Scilly-Inseln in den Nordatlantik, genauer: in die Keltische See. Der größte Fluss, der in den Kanal mündet, ist die Seine.

Bekannte Hafenstädte am Kanal sind Southampton, Plymouth und Dover in Großbritannien und in Frankreich Cherbourg-en-Cotentin, Le Havre und Calais.

Der Ärmelkanal ist maximal 248 km breit. Die schmalste Stelle ist die Straße von Dover (engl. Strait of Dover, frz. Pas de Calais) im Osten – die Strecke von Dover nach Cap Gris-Nez misst nur 34 km. Der Kanal hat in der Nähe des offenen Atlantiks eine durchschnittliche Tiefe von 120 m; an der östlichen Einmündung in die Nordsee sind es seichtere 45 m.



Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der letzten Eiszeiten war der Wasserstand bis zu 120 Meter niedriger als heute. Die Nordseeküste lag etwa 600 Kilometer nördlich ihrer jetzigen Lage, das Gebiet des Ärmelkanals war bis auf das westliche Ende Festland (s. Doggerland). Nach letzten Forschungen gab es einen breiten Fluss, der sich entlang des heutigen Ärmelkanals dahinzog und durch Rhein, Seine und Themse als Nebenflüsse gespeist wurde. Dieses Flusssystem mit seinem Delta nach Westen war vermutlich das größte, das jemals in Europa entstand.

Als das Wasser nach der Eiszeit langsam zu steigen begann, bildete sich im südlichen Nordseebecken ein großer Süßwassersee, der durch die Doggerbank nach Norden und durch eine Kreideverbindung nach Westen abgesperrt war. Die Kreide zwischen den heutigen Städten Dover und Calais war etwa 6500 v. Chr. so weit erodiert, dass das Wasser der südlichen Nordsee über den Ärmelkanal in den Atlantik abfließen konnte. Die letzte Landverbindung zwischen Irland und den britischen Inseln und dem Kontinent verschwand vor etwa 7000 Jahren.

Wellen und Winderosion tragen die Kreide an dieser Stelle ständig weiter ab, sodass sich der Kanal auch heute noch langsam verbreitert. Erst als der Wasserstand weiter stieg, bildete sich das durchgehende Nordseebecken, sodass heute das Wasser aus dem Atlantik über den Ärmelkanal in die Nordsee fließt und entlang der norwegischen Küste in den Nordatlantik zurückkehrt.



Bauprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunnelprojekt der Kanalgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1875 begann die Kanalgesellschaft bei Sangatte mit einem Tunnelbau. In England wurde zur selben Zeit bei Abbotscliff mit Kanalarbeiten begonnen. Bis 1882 wurden auf beiden Seiten jeweils ca. 1.800 Meter Tunnel gebaut. Da England eine spätere Invasion durch die Franzosen fürchtete, wurden die Arbeiten um 1882 eingestellt.

Der französische Filmpionier Georges Méliès griff die Idee der Untertunnelung des Ärmelkanals mit Eisenbahnverbindung als erster filmisch auf und schuf 1907 den Film Le Tunnel sous la Manche ou le Cauchemar franco-anglais.

Vision Brckenstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962/1963 entwickelten die Architekten Yona Friedman und Eckhard Schulze-Fielitz die Vision einer Brückenstadt über den Ärmelkanal. Das gigantische Bauwerk, eine megastructure aus Tragwerk und eingebauten Modulen, sollte die Funktionen einer Stadt übernehmen.

Eurotunnel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Eurotunnel zwischen Folkestone und Sangatte besteht seit 1994 eine Eisenbahnverbindung zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent.



Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Kanal „Straße von Dover“ genannte zentrale Abschnitt gehört zu den Schifffahrtswegen mit dem weltweit dichtesten Schiffsverkehr (ca. 400–500 Schiffe pro Tag). Wichtige Fährverbindungen kreuzen diesen Ost-West-Schifffahrtsweg zwischen Dover und Calais bzw. Dünkirchen.

Unflle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Kanal kommt es immer wieder zu Kollisionen:

  • 1978: Bis auf den Untergang der Amoco Cadiz sind dort bisher keine gravierenden Umweltschden durch grere Tankerunflle eingetreten.
  • 31.Oktober 2000: Der elf Jahre alte FlssiggastankerIevoli Sun sank mit 6000Tonnen giftiger Chemikalien und liegt seitdem in 70 Metern Tiefe. Teile der biologisch abbaubaren Chemikalien liefen in den folgenden Tagen aus.
  • 14.Dezember 2002: Der 15 Jahre alte AutotransporterTricolor sank nach einer Kollision mit 2871 Luxuswagen an Bord. In der Folge kollidierten mehrere Schiffe mit dem Wrack, das bei Niedrigwasser nur knapp aus dem Wasser ragte. Es dauerte fast zwei Jahre, das Wrack in neun Teile zu zersgen und abzutransportieren.
  • 31.Januar 2006: Der mit 10.000 Tonnen Phosphorsure beladene ChemietankerEce sank nach einer Kollision.
  • 9.Juni 2006: Vor der Kste der Grafschaft Sussex kollidierten zwei ltanker. Trotz Beschdigungen lief kein l aus.

Vorbeugung: Zur Regulierung des Schiffsverkehrs wurde im Ärmelkanal eine Reihe von Verkehrstrennungsgebieten mit nach Fahrrichtung getrennten Seewegen eingeführt.

Seeleute auf Vollschiffen nannten den Ärmelkanal ein Meer von Kopf- und Herzweh (engl. sea of sore heads and sore hearts), vor allem, wenn diese Schiffe mit allen Mann an Deck gegen vorherrschende Südwestwinde durch das enge und gefahrvolle Revier nach Westen gesegelt werden mussten.



Bemerkenswerte Kanalquerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

?Hauptartikel: Kanalberquerung
Straße von Dover
Bild: CIA
Lizenz: PD CIA WF

Der Kanal verleitet seit langer Zeit Menschen auch zu gefährlichen Querungsversuchen. So wird das Durchschwimmen verharmlosend als Kanalschwimmen bezeichnet. Erstmals wurde der Ärmelkanal am 24. und 25. August 1875 von dem Engländer Matthew Webb nachweislich durchschwommen. Er benötigte für die Strecke von Dover nach Calais 21 Stunden und 45 Minuten.

Da der Kanal zwischen dem Festland und den britischen Inseln in unterschiedlichsten Weisen überwunden wird, führt dies zu einer Reihe verschiedenster Rekorde und Listen solcher Unternehmen. Erste Überquerung mit … oder schnellste … zum Beispiel dem Segelschiff oder Ruderbooten, Ballon, Flugzeug, Hubschrauber, Amphibienfahrzeug, via Tunnel und Eisenbahn, per Fallschirmsprung oder Flug mit Flügel und Düsen und den historisch bedeutsamen militärischen Unternehmungen zur Invasion des Nachbarlandes.



Rezeption in Kunst und Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der lngste Tag: Vereinigte Staaten 1962; Filmklassiker zur Invasion ber die Meerenge im Juni 1944, Regie Ken Annakin, Andrew Marton und Bernhard Wicki u.a. mit Paul Anka, John Crawford; amerikan. Titel: The Longest Day. Der Titel ist bei allen Kriegsparteien eine gngige Bezeichnung fr das Gesamtgeschehen.
  • Lord Nelsons letzte Liebe: Regie Alexander Korda, Vereinigtes Knigreich 1941; Nelson stirbt bei der Abwehr der frz. Invasionsflotte; mit Laurence Olivier, Vivien Leigh u.a.

Gemlde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cinque Ports (franz. ?Fnf Hfen?), ein frherer Stdtebund entlang des E.Channels in den Grafschaften Kent und Sussex.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Italienische Karte der Britischen Inseln von ca. 1450. Bei: British Library.
  2. ?Limits of Oceans and Seas. IHO, 3. Edition, 1953.
  3. ?rmelkanal war vor 20.000 Jahren ein Fluss. In: Berliner Morgenpost. 16.September 2006.
  4. ?Le Tunnel sous la Manche ou le Cauchemar franco-anglais. Bei: youtube.com.
  5. ?A Brief Geographical and Hydro Graphical Study of Straits Which Constitute Routes for International Traffic. Vereinte Nationen, 1958, abgerufen am 10.November 2014 (PDF; 2MB).
  6. ?Peter Kemp (Hrsg.): The Oxford Companion to Ships and the Sea. 1. Auflage. Oxford University Press, Oxford 1976, ISBN 0-19-211553-7.

Lage des KanalsBild: CIALizenz: PD CIA WF
Bild: CIA
Lizenz: PD CIA WF

Straße von DoverBild: CIALizenz: PD CIA WF
Bild: CIA
Lizenz: PD CIA WF

Der Ärmelkanal (kurz auch Der Kanal;englischEnglish Channel, wörtlich ‚Englischer Kanal‘; französischLa Manche, wörtlich ‚Der Ärmel‘; bretonischMor Breizh, wörtlich ‚Bretonische See‘; kornischMor Bretannek, wörtlich ‚Britische See‘) ist ein Meeresarm des Atlantiks und verbindet diesen über die Straße von Dover mit der Nordsee.

mehr zu "Ärmelkanal" in der Wikipedia: Ärmelkanal

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gertrude Ederle stirbt in Wyckoff, New Jersey. Gertrude Caroline Ederle war eine US-amerikanische Schwimmerin und die erste Frau, die den Ärmelkanal durchschwamm.
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Geboren: Achim Schlöffel wird in München geboren. Achim Schlöffel ist ein deutscher Taucher. Er ist der erste Mensch, der den Ärmelkanal durchtauchte.
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Gestorben: Ernst Vierkötter stirbt in Toronto, Kanada. Ernst Vierkötter profilierte sich in den 1920er Jahren als deutscher Langstreckenschwimmer und war 20 Jahre lang Rekordhalter beim Durchschwimmen des Ärmelkanals.
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Gestorben: Alessandro Anzani stirbt in Merville-Franceville-Plage. Alessandro Anzani war ein italienischer Ingenieur und Rennfahrer. Insbesondere wurde Anzani durch seinen 1906 gefertigten W-Motor bekannt, den Louis Blériot im Jahre 1909 nutzte, um als Erster den Ärmelkanal in einem Flugzeug zu überqueren.
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Gestorben: Karel Stibor stirbt über dem Ärmelkanal. Karel Stibor war ein tschechischer Eishockeyspieler.

Antike

296 n. Chr.

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Römisches Reich: September. Caesar Constantius I. und Asclepiodotus überqueren den Ärmelkanal, um das abtrünnige Britannien unter Allectus zurückzuerobern. Nahe Calleva Atrebatum, im heutigen Hampshire, treffen Asclepiodotus und Allectus aufeinander. Letzterer wird in der Schlacht getötet. Asclepiodotus belagert daraufhin Londinium, woraufhin der Widerstand der abtrünnigen Legionen zusammenbricht. Die Provinzen im römischen Britannien werden neu eingeteilt: Aus Britannia inferior und Britannia superior werden Flavia Caesariensis, Britannia prima, Britannia secunda und Maxima Caesariensis.

England / Spanien

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Die ersten Schiffe der spanischen Armada brechen in Lissabon zum Ärmelkanal auf. Die restliche Flotte startet an beiden Folgetagen.

Politik & Weltgeschehen

Englisch-Niederländischer Krieg:
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Die Seeschlacht bei Dungeness im Ersten Englisch-Niederländischen Krieg bringt den Niederlanden einen Sieg und damit das Herrschen über den Ärmelkanal ein, die englischen Kriegsschiffe ziehen sich am Tagesende zurück.

Wirtschaft

1816

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17. März: Das erste Dampfschiff überquert den Ärmelkanal. Die Élise fährt von Newhaven nach Le Havre, wo sie zum Passagierverkehr in Frankreich dienen soll.

Ereignisse > Wirtschaft

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Das erste Dampfschiff überquert den Ärmelkanal. Die Élise fährt von Newhaven nach Le Havre, wo sie zum Passagierverkehr in Frankreich dienen soll. (17. März)

Kunst & Kultur

Veranstaltungen:
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Matthew Webb durchschwimmt von Dover aus in 21 Stunden 45 Minuten als erster Mensch ohne technische Hilfen den Ärmelkanal und erreicht Calais.

Ereignisse

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Beim Versuch, für ein Preisgeld von £ 12.000 die Whirlpool Rapids des Niagara River zu durchschwimmen, wird Matthew Webb von einem Strudel in die Tiefe gezogen. Vier Tage später wird seine Leiche gefunden. Rund acht Jahre zuvor war es Webb als Erstem gelungen, den Ärmelkanal ohne Hilfsmittel zu durchschwimmen.

289 n. Chr.

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Kaiser Maximians Versuch, das abtrünnige Britannien unter Carausius zurückzuerobern, schlägt fehl. Seine Flotte geht im Ärmelkanal entweder in einem Sturm oder einem Seegefecht verloren. Carausius kann seine Herrschaft für die nächsten Jahre stabilisieren.

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Im Ärmelkanal kollidieren die beiden deutschen Kriegsschiffe „König Wilhelm“ und „Großer Kurfürst“ miteinander; beim Untergang der „Großer Kurfürst“ sterben 269 Menschen.

Europa

1907

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21. März: Das Vereinigte Königreich lehnt Vorschläge zu einem Tunnelbau unter dem Ärmelkanal ab, da es trotz der Entente cordiale eine französische Invasion fürchtet.
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In der Schlacht bei Kap Finisterre unterbinden im Dritten Koalitionskrieg Schiffe der Royal Navy unter Admiral Robert Calders Befehl das Eindringen einer von Pierre de Villeneuve geführten französisch-spanischen Flotte in den Ärmelkanal.
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In der Seeschlacht bei den Downs im Ärmelkanal gelingt im Achtzigjährigen Krieg der Flotte aus der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande unter dem Kommando von Maarten Tromp ein Sieg über spanisch-portugiesische Kriegsschiffe.

Wissenschaft & Technik

1912

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Ereignisse > Wissenschaft und Technik: In einem Blériot-Eindecker überquert die erste Frau den Ärmelkanal. Die Amerikanerin Harriet Quimby gelangt in einem 59 Minuten dauernden Flug von Dover an einen 40? km von Calais entfernten Strand in Frankreich. (16. April)
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Ereignisse > Wissenschaft und Technik: Guglielmo Marconi gelingt die erste drahtlose telegrafische Verbindung über den Ärmelkanal hinweg. (27. März)

1899

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27. März: Guglielmo Marconi gelingt die erste drahtlose telegrafische Verbindung über den Ärmelkanal hinweg.

1891

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18. März: Das erste Telefongespräch von Paris nach London über ein Nachrichtenkabel durch den Ärmelkanal wird gehalten.
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Jean-François Pilâtre de Rozier und sein Mitfahrer Pierre Romain werden beim Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, die ersten Todesopfer der Luftfahrt, als sich der Wasserstoff in ihrer Rozière entzündet und die Ballongondel abstürzt.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Im Ärmelkanal kollidiert der Autotransporter Tricolor mit einem Containerschiff und sinkt.

Unfälle

2006

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Der mit 10.000 Tonnen Phosphorsäure beladene Chemietanker Ece sank nach einer Kollision am 31. Januar

Sport

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Der bulgarische Schwimmer Petar Stojtschew durchschwimmt den Ärmelkanal in einer neuen Rekordzeit von 6 h 57 m 50 s

1945

Durch Black-Swan-Klasse versenkte U-Boote:
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U 327 versenkt im Ärmelkanal durch die Fregatten HMS Labuan und HMS Loch Fada und HMS Wild Goose am 27. Februar (Black-Swan-Klasse)
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Gertrude Ederle durchschwimmt als erste Frau den Ärmelkanal.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2003

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Film: Kanalschwimmer ist ein Dokumentarfilm über das Kanalschwimmen am Ärmelkanal. Er wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis 2005 in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet.

Stab:
Regie: Jörg Adolph
Drehbuch: Jörg Adolph
Produktion: Gabriele Walther, Friedrich Steinhardt
Musik: The Notwist, Console
Kamera: Luigi Falorni

Besetzung: Christof Wandratsch

2001

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Film: Der französische Spielfilm Kurze Überfahrt (Brève traversée) von Catherine Breillat wurde 2001 vom Fernsehsender ARTE produziert. Die in tristen Bildern erzählte Handlung ist schlicht gehalten: Auf der Fähre über den Ärmelkanal zu einem Sprachaufenthalt in England begegnet ein jungfräulicher 16-Jähriger einer verheirateten älteren Engländerin. Sie verbringen eine gemeinsame Nacht. Damit befasste sich Breillat erstmals mit den sexuellen Herausforderungen nicht einer weiblichen Protagonistin, sondern eines Mannes. Die Vorgaben des Senders beschränkten die Aufnahmen auf zwanzig Drehtage und das Budget auf eine Million Euro und schrieben die Verwendung einer Digitalvideokamera vor. Weil das digitale Format Breillat überhaupt nicht behagte, wich man auf die Verwendung von 16mm-Material aus.

Stab:
Regie: Catherine Breillat
Drehbuch: Catherine Breillat
Produktion: Jean-Pierre Guérin Pierre Eid Christophe Valette
Kamera: Eric Gautier
Schnitt: Pascale Chavence

Besetzung: Sarah Pratt, Gilles Guillain

1965

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Film: Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (im englischen Original: „Those Magnificent Men in their Flying Machines or How I Flew from London to Paris in 25 Hours 11 Minutes“) ist ein Spielfilm, der 1965 vom britischen Regisseur Ken Annakin überwiegend an Original-Schauplätzen an der englischen und der französischen Ärmelkanal-Küste gedreht wurde.

Stab:
Regie: Ken Annakin
Drehbuch: Ken Annakin, Jack Davies
Produktion: Stan Margulies
Musik: Ron Goodwin
Kamera: Christopher Challis
Schnitt: Anne V. Coates, Gordon Stone

Besetzung: Stuart Whitman, Sarah Miles, Jean-Pierre Cassel, Gert Fröbe, James Fox, Alberto Sordi, Robert Morley, Terry-Thomas, Irina Demick, Flora Robson, Benny Hill, Karl-Michael Vogler, Eric Sykes, James Robertson Justice, Ferdy Mayne, Gordon Jackson, Eric Pohlmann, Red Skelton
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Rundfunk: Operation Overlord: über 1,5 Millionen Soldaten der alliierten Streitkräfte überqueren den Ärmelkanal und landen in der Normandie.

Tagesgeschehen

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Calais/Frankreich: Der Schweizer Yves Rossy hat mit seinem umgeschnallten Fluggleiter den etwa 35 Kilometer breiten Ärmelkanal zwischen Calais und Dover in weniger als zehn Minuten in einer Flughöhe von etwa 2.500 Metern überquert.
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Cherbourg/Frankreich: Im Ärmelkanal nahe der Insel Guernsey ist in der Nacht zum Mittwoch ein Chemietanker mit 10.000 Tonnen Phosphorsäure an Bord gesunken. Laut britischer Küstenwacht scheiterten alle Versuche, den auf den Marschall-Inseln registrierten Tanker «Ece» in den französischen Hafen Le Havre zu schleppen. Erste Untersuchungen durch Taucher zeigten, dass das Schiff keine Ladung verliert. Für die Umwelt bestehe keine Gefahr, da Phosphorsäure sich im Meerwasser auflöse. Das Schiff war am Dienstag mit einem maltesischen Schüttgutfrachter kollidiert und leckgeschlagen. Die 22 Mann Besatzung konnten per Hubschrauber und Rettungsboot gerettet werden. Der 126 m lange Chemietanker war auf dem Weg nach Belgien. Das andere Schiff «General Grot Rowecki» war nach Polen unterwegs und konnte seine Fahrt fortsetzen.

Gefährdungen mariner Systeme > Schadstoffe

2011

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Radioaktivität: Meere und Ozeane werden durch radioaktiv kontaminierte Abwässer und versenkte Abfallstoffe belastet. In Europa kommen 90 Prozent dieser Einleitungen aus zwei Wiederaufarbeitungsanlagen: La Hague und Sellafield. Von dort aus verteilt sich der flüssige Atommüll im Nordostatlantik und in der Nordsee und erreicht auch die Deutsche Bucht. Laut Angaben von Greenpeace pumpt die staatliche Betreiberfirma der Wiederaufarbeitungsanlage von Sellafield, British Nuclear Fuels, jeden Tag rund acht Millionen Liter radioaktive Abwässer in die Irische See, also knapp 3? Milliarden Liter im Jahr. Aus der Anlage in La Hague gelangen demnach jährlich rund 500? Millionen Liter in den Ärmelkanal. Laut Nuclear Energy Agency (NEA) und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) haben 9 Staaten an 15 Stellen im Nordostatlantik bis 1982 insgesamt 114 726 Tonnen Atommüll in 222 732 Fässern versenkt. (Altlasten in den Meeren) (Meeresschutz)

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