Ödön von Horváth

Ödön von Horváth (1919)
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Edmund (Ödön) Josef von Horváth (* 9. Dezember 1901 in Sušak, Österreich-Ungarn; † 1. Juni 1938 in Paris) war ein auf Deutsch schreibender Schriftsteller ungarischer Staatsbürgerschaft: Meine Muttersprache ist die deutsche. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube Liebe Hoffnung und Kasimir und Karoline sowie durch seine zeitkritischen Romane Der ewige Spießer, Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ödön von Horváth wurde als erster Sohn des österreichisch-ungarischen Diplomaten Ödön Josef von Horváth (1874–1950) und der Maria Lulu Hermine geb. Prehnal (1882–1959), in Fiume (damals Königreich Ungarn; heute Rijeka, Kroatien) geboren. Der Vater stammte aus Slavonien, damals ein Teil Ungarns, und gehörte dem Kleinadel an. Die Mutter kam aus einer ungarisch-deutschen kaiserlich und königlichen Militärarztfamilie.

1902 zog die Familie nach Belgrad. 1903 wurde dort sein Bruder Lajos († 1968) geboren, 1908 wiederum nach Budapest, wo Ödön von einem Hauslehrer zum ersten Mal in ungarischer Sprache unterrichtet wurde. Als sein Vater 1909 nach München versetzt wurde, blieb Ödön zunächst in Budapest und besuchte dort das erzbischöfliche Internat, das „Rákóczianum“. 1913 zog er zu seinen Eltern nach München, wo er zwei Jahre ins Gymnasium ging. Er übersiedelte 1916 mit der Familie ins damals ungarische Pressburg nahe Wien, 1918 nach Budapest und kam schließlich, als die Eltern 1919 wieder nach München zogen, nach Wien in die Obhut seines Onkels Josef Prehnal. Dort legte er im Sommer 1919 an einem Privatgymnasium die Matura ab und schrieb sich noch im selben Jahr an der Universität München ein, wo er bis zum Wintersemester 1921/22 psychologische, literatur-, theater- und kunstwissenschaftliche Seminare besuchte.

Etablierung als Bhnenautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programmzettel der Uraufführung 1931 in Berlin
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Horváth begann 1920 zu schreiben. Der erste literarische Text Horváths, Das Buch der Tänze, auf Anregung Siegfried Kallenbergs entstanden, wurde 1922 konzertant in München und 1926 szenisch in Osnabrück aufgeführt. Ab 1923 lebte Horváth vor allem in Berlin, Salzburg und bei seinen Eltern im oberbayerischen Murnau am Staffelsee. Er widmete sich immer intensiver der Schriftstellerei, vernichtete jedoch viele Texte aus dieser Zeit. Sein 1924 fertiggestellter Bühnentext Niemand wurde erst 2016 publik, da der ursprüngliche Verlag bald pleiteging. Er band sich an keine Partei, sympathisierte aber mit der Linken; er sagte als Zeuge in einem NS-Prozess aus und warnte in seinen Stücken, z. B. in Sladek, der schwarze Reichswehrmann (1929), zunehmend vor den Gefahren des Faschismus. 1929 trat er aus der katholischen Kirche aus.

Im März 1931 wurde sein Stück Italienische Nacht in Berlin uraufgeführt. Horváths Ruhm als Dichter erlebte im Herbst 1931 den ersten Höhepunkt, als er auf Anregung Carl Zuckmayers gemeinsam mit Erik Reger mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wurde und am 2. November 1931 sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald, heute sein erfolgreichstes, uraufgeführt wurde.

Als die SA nach Adolf Hitlers „Machtergreifung“ 1933 die Villa seiner Eltern in Murnau durchsuchte, verließ Horváth Deutschland und lebte die folgenden Jahre in Wien und in Henndorf am Wallersee bei Salzburg als eines der wichtigsten Mitglieder des Henndorfer Kreises um Carl Zuckmayer. 1933 heiratete er die jüdische Sängerin Maria Elsner. Eine Woche vorher hatte Horváth seine langjährige Freundin Hertha Pauli bei einem Treffen im Wiener Café Museum mit seinem Hochzeitsplan überrascht, darauf reagierte diese mit einem Suizidversuch. Die Ehe selbst wurde ein Jahr darauf geschieden. Um zu überleben, kehrte Horváth 1934 wieder nach Deutschland zurück. Er versuchte trotz seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus, dem Reichsverband Deutscher Schriftsteller beizutreten, und wurde Mitglied der Union nationaler Schriftsteller. Nachdem er im Juli 1936 aus Deutschland verwiesen worden war, strich man ihn im Februar 1937 aus der Mitgliederliste der Reichsschrifttumskammer.

Verfolgung und Emigration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel an Horváths Pariser Todesstätte
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Grabmal auf dem Heiligenstädter Friedhof
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Weil seine Stücke in Deutschland nicht mehr aufgeführt wurden, verschlechterte sich Horváths finanzielle Situation zusehends. Erst 1937, als sein Roman Jugend ohne Gott in Amsterdam erschien, konnte er wieder einen größeren Erfolg verzeichnen; der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt, aber bereits 1938 in die „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ aufgenommen und im Reichsgebiet eingezogen.

Nach dem „Anschluss Österreichs“ im März 1938 fuhr Horváth nach Budapest und Fiume, bereiste einige andere Städte und kam Ende Mai nach Paris. Am 1. Juni traf er im Café Marignan den Regisseur Robert Siodmak, um mit ihm über die Verfilmung des Romans Jugend ohne Gott zu sprechen. Doch noch am selben Abend wurde Horváth während eines Gewitters auf den Champs-Élysées (gegenüber dem Théâtre Marigny) von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Seine Beerdigung fand in Anwesenheit vieler Exilautoren am 7. Juni 1938 auf dem Pariser Friedhof Saint-Ouen statt.

Die Reste seiner Gebeine, soweit sie noch auffindbar waren, ruhen seit 1988 in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Heiligenstädter Friedhof (Teil A, Gruppe M, Nummer 4) in Wien, wo zuvor seine Eltern und sein Bruder bestattet wurden. Im Jahr 1959 wurde in Wien Ottakring (16. Bezirk) die Horvathgasse nach ihm benannt.

Horváths Nachlass verwahren seit 1990/1994 das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und die Wienbibliothek im Rathaus. Diese ersteigerte 2015 den Text Niemand bei einer Auktion, nachdem sie durch einen Medienbericht darauf aufmerksam gemacht worden war.



Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wahrsager prophezeite Horváth, dass ihm in den ersten Tagen des Juni 1938 auf einer Reise „das bedeutendste Ereignis seines Lebens“ bevorstünde. Daraufhin benutzte der abergläubische Horváth u. a. keine Fahrstühle mehr. Am Tag seines Unfalltods lehnte er das Angebot der Siodmaks, ihn mit dem Auto ins Hotel zurückzubringen, mit der Begründung ab, dass dies zu gefährlich sei, und machte sich zu Fuß auf den Weg; dies ermöglichte erst, dass er von dem fallenden Ast getroffen wurde.



Literarische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sozialpolitische Stoffe bilden den Kern von Horváths dramatischem Gesamtwerk. Als Ziel seiner Arbeit nennt er selbst die „Demaskierung des Bewußtseins“. Anhand von Einzelschicksalen verarmter, perspektivloser Kleinbürger sowie von Frauengestalten in drastischer patriarchalischer Abhängigkeit zeichnet er Bilder einer entfremdeten und sozial deprivierten Gesellschaft. In späten Arbeiten treten religiöse Fragestellungen im Sinne von Verantwortung und Schuld als Kategorie menschlichen Handelns hinzu. Bereits in seinem Volksstück Italienische Nacht analysiert er nicht nur die soziale, sondern auch die psychologische Komponente im Verhalten der Faschisten. Aus dieser Analyse geht hervor, dass das Verhalten von einem brutalen sowie masochistisch-sentimentalen Minderwertigkeitsgefühl bestimmt wird. Auch in seinem Prosa-Spätwerk (Romane Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit) setzt Horváth sich mit dem Faschismus auseinander, allerdings direkter und bitterer: „Der Einzelne wird, da wo er sich auflehnen will, von der Gesellschaft, und das ist nunmehr der faschistische Staat, zerrieben, wenn er nicht resigniert.“

Horváth gilt als Erneuerer des Volksstücks. In seinem Verständnis sollen die Probleme möglichst volkstümlich behandelt und gestaltet werden. In seinen dramatischen Arbeiten kritisiert er den artifiziellen „Bildungsjargon“, den er mittels einer künstlichen und kommunikationslosen „Dialogsprache“ zu entlarven trachtet: „Es hat sich nun durch das Kleinbürgertum eine Zersetzung der eigentlichen Dialekte gebildet, nämlich durch den Bildungsjargon. Um einen heutigen Menschen realistisch schildern zu können, muß ich also den Bildungsjargon sprechen lassen. Der Bildungsjargon (und seine Ursachen) fordert aber natürlich zur Kritik heraus – und so entsteht der Dialog des neuen Volksstücks, und damit der Mensch und damit erst die dramatische Handlung – eine Synthese aus Ernst und Ironie.“



Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horváth führte sich im deutschen Theater mit seinem sozialkritischen Erstlingswerk Revolte auf Côte 3018 ein, das den Bau der Tiroler Zugspitzbahn behandelt und am 4. November 1927 an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt wurde. Zwei Jahre später führte die Volksbühne Berlin erstmals eine umgearbeitete Fassung dieses Stücks unter dem Titel Die Bergbahn auf. Regisseur Viktor Schwanneke richtete das Stück zum 4. Januar 1929 eigens für die „Sonderabteilungen“ ein, denen der Volksbühnenverein vor allem Stücke sozialpolitischen Inhalts anbieten wollte. Der Berliner Kritikerpapst Alfred Kerr bescheinigte Schwannekes Inszenierung an der Volksbühne einen „Orkan des – nicht nur äußeren – Erfolgs“.

Ebenfalls 1929 feierte das heftig umstrittene Folgestück Sladek der schwarze Reichswehrmann in Berlin Premiere, das Kerr als noch zu sehr skizzenhaft bemängelte: Horváth „gibt anfangs politische Weltanschauung in runden Gestaltbildern – hernach bloß Weltanschauung in Dokumenten.“ Der Durchbruch zum gefeierten Dramatiker gelang Horváth erst 1931 mit seinem Stück Italienische Nacht, das Kerr als ein „gelungener Zeitspaß“ galt und das Horváth den renommierten Kleist-Preis eintrug. Ab 1933 wurden Horváths Werke an den deutschen und bald auch an den österreichischen Bühnen abgesetzt.

In den späten sechziger Jahren setzte eine Horváth-Renaissance ein. Seither werden Horváths Dramen regelmäßig an den deutschsprachigen Bühnen aufgeführt. Seine Romane wurden in den Kanon der Schullektüre aufgenommen. Horváth gilt heute als sozialkritischer „Klassiker der Moderne“.

Seit den 1950er-Jahren wurden Horváths Werke vielfach verfilmt, am häufigsten Geschichten aus dem Wiener Wald, Der jüngste Tag und Jugend ohne Gott. Der Autor selbst wurde zur filmischen Gestalt in dem BBC-Fernsehfilm Geschichten aus Hollywood (Tales from Hollywood), einer britisch-amerikanischen Koproduktion von 1993, in der Jeremy Irons einen fiktiven Ödön von Horváth nach 1938 in den Vereinigten Staaten darstellte. Unter den Bearbeitungen von Horváths Texten finden sich auch musikalische Adaptionen. Die deutschen Sänger Udo Lindenberg und Jan Delay machten 2008 eine Sentenz aus Horváths Volksstück Zur schönen Aussicht zur Grundlage des Lieds Ganz anders, das Platz 28 der deutschen Charts erreichte („Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“).

Im Januar 2003 wurde in Murnau am Staffelsee eine Ödön-von-Horváth-Gesellschaft gegründet, die sich der Förderung von Horváths Werk verschrieben hat. So gab die Gesellschaft von 2003 bis 2007 ein Horváth-Journal heraus, das noch immer über Internet erhältlich ist. Die Ödön-von-Horváth-Gesellschaft veranstaltet auch die im Dreijahres-Turnus stattfindenden Murnauer Horváth-Tage, die mit Theater-Inszenierungen, Lesungen, Symposien und Ausstellungen das Andenken des Autors lebendig halten. Die nächsten Horváth-Tage sind für November 2016 angekündigt. Darüber hinaus vergibt die Stiftung seit 2013 den Ödön-von-Horváth-Preis. Erster Preisträger war der österreichische Dramatiker Felix Mitterer. Den Horváth-Förderpreis 2013 erhielt der Filmemacher Ben von Grafenstein für seine Kino-Version von Kasimir und Karoline. Seit März 2010 widmet das Schlossmuseum Murnau Ödön von Horváth eine neue Dauerausstellung.

Das Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz arbeitet an einer historisch-kritischen Ausgabe der Werke Ödön von Horváths, die erstmals alle verfügbaren Entwürfe und Arbeitsschritte des Schriftstellers erschließt. Sie erscheint seit 2009 im Verlag de Gruyter Berlin und dient als Grundlage für neue Inszenierungen von Horváths Stücken.

Am 1. September 2016 wurde das im selben Jahr wiederentdeckte Stück Niemand unter der Regie von Herbert Föttinger am Theater in der Josefstadt in Wien uraufgeführt.



Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salzburger Festspiele 2014
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Perner-Insel, Hallein
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Regie: Andreas Kriegenburg
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Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportmrchen, 1924?1926
  • Interview, 1932
  • Gebrauchsanweisung, 1932
  • Stunde der Liebe, 1929
  • Das Bitterwasser-Plakat, 19??, erschienen in Die Geschichtenerzhler. Neues und Unbekanntes von Allende bis Zafn. suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-46000-9.

Historisch-kritische Ausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur schnen Aussicht, 1926 (A 1970; D 1972, Regie: Hans Hollmann)
  • Sladek der schwarze Reichswehrmann, 1929 (D 1976, Regie: Oswald Dpke)
  • Italienische Nacht, 1931 (D 1966, Regie: Michael Kehlmann)
  • Geschichten aus dem Wiener Wald, 1931 (A 1961, Regie: Erich Neuberg; D 1964, Regie: Michael Kehlmann; D/A 1979, Regie: Maximilian Schell; Lgendes de la fort viennoise, F 1993, Regie: Andr Engel; D 1999, Regie: Martin Kusej)
  • Glaube Liebe Hoffnung, 1932 (Geloof, hoop en liefde, BEL 1977, Regie: Jean-Pierre De Decker, Dr Poppe; D 1980, Regie: Michael Kehlmann)
  • Kasimir und Karoline, 1932 (D 1959, Regie: Michael Kehlmann; Aot, F 1992, Regie: Henri Herr; D 2010, Regie: Ben von Grafenstein; Mary & Johnny, CH 2012, Regie: Samuel Schwarz, Julian M. Grnthal)
  • Hin und her, 1934 (FIN 1948, Regie: Theo Lingen; D 1954, Regie: Erich Geiger)
  • Ein Dorf ohne Mnner, 1937 (A 1969, Regie: Michael Kehlmann)
  • Der jngste Tag, 1937 (?und fhre uns nicht in Versuchung, D 1957, Regie: Rolf Hansen; A 1960, Regie: Erich Neuberg; D 1961, Regie: Michael Kehlmann; De Jongste dag, BEL 1970, Regie: Dr Poppe; Freigesprochen, A 2007, Regie: Peter Payer)
  • Jugend ohne Gott, 1937 (Nur der Freiheit gehrt unser Leben, D 1969, Regie: Herbert Knopp; Wie ich ein Neger wurde, D 1971, Regie: Roland Gall; D 1991, Regie: Michael Knof; Jeunesse sans Dieu, F/BEL 1996, Regie: Catherine Corsini; Jugend ohne Gott, D 2017)
  • Ein Kind unserer Zeit, 1938 (Un fils de notre temps, F 2003, Regie: Fabrice Cazeneuve)
  • Ein Dorf ohne Mnner, 1937 (A 1969, Regie: Michael Kehlmann)
  • Ein Dorf ohne Mnner, 1937 (A 1969, Regie: Michael Kehlmann)

Hrbcher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hrspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biographien und Gesamtdarstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Bartsch: dn von Horvth. Sammlung Metzler. Band 326. Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-10326-9.
  • Dieter Hildebrandt: Horvth (Biographie von dn von Horvth mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Bibliographie von Petra Seidel). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1975, ISBN 978-3-499-50231-6 (= Rowohlts Monographien, Band 231).
  • Ute Karlavaris-Bremer (Hrsg.): Geboren in Fiume, dn von Horvth 1901?1938. Lebensbilder eines Humanisten. Lker, Wien 2001, ISBN 3-85409-356-X.
  • Siegfried Kienzle: dn von Horvth. 2. Auflage, Colloquium, Berlin 1984, ISBN 3-7678-0633-9 (= Kpfe des 20. Jahrhunderts, Band 87).
  • Traugott Krischke: dn von Horvth. Kind seiner Zeit. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 3-548-26525-1 (= Ullstein-Buch, Band 26525).
  • Piero Oellers: Das Welt- und Menschenbild im Werk dn von Horvaths. Lang, Bern 1987, ISBN 3-261-03894-2.
  • Christian Schnitzler: Der politische Horvth. Untersuchungen zu Leben und Werk. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-631-42614-3.

Zu Einzelwerken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julian Tietz: Politik und Artifizialitt. Die Kltemotivik in dn von Horvths ?Ein Kind unserer Zeit?. In: Exil. Forschung. Erkenntnisse. Ergebnisse. Hrsg. von Edita Koch und Frithjof Trapp, Nr. 2/2007, ISSN0721-6742.
  • Peter Baumann: dn von Horvth ?Jugend ohne Gott? ? Autor mit Gott? Analyse der Religionsthematik anhand ausgewhlter Werke. Lang, Bern 2003, ISBN 3-906770-82-6.
  • Johanna Bossinade: Vom Kleinbrger zum Menschen. Die spten Dramen dn von Horvths. Bouvier, Bonn 1988, ISBN 3-416-01982-2.
  • Herbert Gamper: Horvths komplexe Textur. Dargestellt an frhen Stcken. Ammann, Zrich 1987, ISBN 3-250-10048-X.
  • Ansgar Hillach: dn von Horvths dramatische Anfnge. Zur inhaltlichen Grundlegung seiner Dramaturgie. Nachwort zu Horvths frhen Stcken Mord in der Mohrengasse und Revolte auf Cte 3018. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-518-01768-3. S.91?137.

Weitere Einzelaspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karsten Brandt: Die Dissoziation eines Schriftstellers in den Jahren 1934?1936: dn von Horvth und H. W. Becker. Humboldt-Universitt, Berlin 2004 (Dissertation edoc.hu-berlin.de Online (PDF; 5,9MB)).
  • Janusz Golec: Alltag und Glck im Werk dn von Horvths. Uniw. Marii Curie-Sklodowskiej. Wydawn, Lublin 2002, ISBN 83-227-2018-1.
  • Peter Gros: Plebejer, Sklaven und Caesaren. Die Antike im Werk dn von Horvths. Lang, Bern 1996, ISBN 3-906755-65-7.
  • Ingrid Haag: dn von Horvth, Fassaden-Dramaturgie. Beschreibung einer theatralischen Form. Lang, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-631-48390-2.
  • Klaus Kastberger, Nicole Streitler (Hrsg.): Vampir und Engel. Zur Genese und Bedeutung der Frulein-Figur im Werk dn von Horvths. Praesens, Wien 2006, ISBN 978-3-7069-0357-8.
  • Traugott Krischke: Horvth auf der Bhne. 1926?1938. Dokumentation. Verlag der sterreichischen Staatsdruckerei, Wien 1991, ISBN 3-7046-0172-1.
  • Angelika-Ditha Mildenberger: Motivkreise in dn von Horvths dramatischem Werk Edition Leu, Zrich 1988, ISBN 3-85667-020-3.
  • Angelika Steets: Die Prosawerke dn von Horvaths. Versuch einer Bedeutungsanalyse. Heinz, Stuttgart 1975, ISBN 3-88099-010-7.
  • Klaus Kastberger: Sich ins Exil Schreiben: dn von Horvths Jugend ohne Gott Online auf Academia.edu


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Horvth im Interview mit Willi Cronauer (?1974), Bayerischer Rundfunk, 5. April 1932, abgedruckt in: dn von Horvth: Gesammelte Werke I, Volksstcke; Werkausgabe Edition Suhrkamp, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1970,1978, S. 5 ff.
  2. ?Interview, S. 8
  3. ? abEvelyne Polt-Heinzl, Christine Schmidjell: ?Wr? das kein Film??, Die Presse, 1. Dezember 2001, abgerufen am 3. November 2012.
  4. ?Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S.Fischer, Frankfurt am Main 2007, S.268.
  5. ?Ronald Pohl: dn von Horvths ?Niemand?. Ein Mietshaus voller Narren in einer preisgegebenen Welt. Der Standard vom 19. August 2016.
  6. ?tagesspiegel.de: Unbekannter Horvth fr 11 000 Euro versteigert
  7. ?Die Beschaffenheit eines Astes. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  8. ?Tragische Todesflle von Schriftstellern. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  9. ?dn von Horvaths lustige Schwgerin. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  10. ?Gottes Mhlen mahlen langsam, aber furchtbar klein. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  11. ?Weitere tragische Todesflle von Schriftstellern. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  12. ?Die innere Stimme - Arbeitsjournal 1990: Gedanken, Erinnerungen, Notizen. Abgerufen am 16.Januar 2017.
  13. ? abcGertraude Wilhelm:Horvth, dn von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S.647f. (Digitalisat).
  14. ?Axel Fritz: dn von Horvth als Kritiker seiner Zeit: Studien zum Werk in seinem Verhltnis zum politischen, sozialen und kulturellen Zeitgeschehen. List Verlag, Mnchen 1973, ISBN 978-3-471-61446-4, S.137.
  15. ?Klaus Kastberger, Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell: dn von Horvth: Unendliche Dummheit, dumme Unendlichkeit. Zsolnay, Wien 2001, ISBN 978-3-552-04994-9, S.59.
  16. ?Henk J. Koning: Nestroy und Horvth: Eine ungleiche Brderschaft? In: Orbis Linguarum. Band 21, 2002 online (Memento vom 7. September 2006 im Internet Archive)
  17. ?dn von Horvth: Gebrauchsanweisung (1932), online
  18. ?Alfred Kerr: dn von Hrvath: Die Bergbahn, in: Berliner Tageblatt, 5. Januar 1929. Zitiert nach: Alfred Kerr. ?So liegt der Fall?. Theaterkritiken 1919?1933 und im Exil. Hrsg. von Gnther Rhle. S.Fischer, Frankfurt am Main 2001 (Alfred Kerr. Werke in Einzelbnden. Bd. 7,2). S.467.
  19. ?Alfred Kerr: dn von Hrvath: Sladek, der schwarze Reichswehrmann, in: Berliner Tageblatt, 14. Oktober 1929. Zitiert nach: Alfred Kerr. ?So liegt der Fall?. Hrsg. von Gnther Rhle. S.Fischer, Frankfurt am Main 2001. S.515.
  20. ?Alfred Kerr: Wieder abends und mitternachts, in: Berliner Tageblatt, 10. April 1931. Zitiert nach: Alfred Kerr. ?So liegt der Fall?. Hrsg. von Gnther Rhle. S.Fischer, Frankfurt am Main 2001. S.596.
  21. ?http://www.horvath-gesellschaft.de/uebersicht.php
  22. ?95 Seiten, die noch niemand las in FAZ vom 24. Mrz 2015, Seite 9
  23. ?Klaus Kastlberger: Die Gewalt des Zusammenhangs, oder: Ein frhes Wettrennen zum Mond, Text zur Urauffhrung 2016
  24. ?Thomas Miessgang: Die Flaschenpost, in: Wochenzeitung Die Zeit, Hamburg, Nr. 37, 1. September 2016, S. 12
  25. ?Martin Pesl: Aus graugelben Nebeln, in: Wochenzeitung Falter, Nr. 35 / 16, 31. August 2016, S. 36 f.
  26. ?BR Hrspiel Pool ? Horvth, Der ewige Spieer

Ödön von Horváth (1919)Bild: Christian MichelidesLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Programmzettel der Uraufführung 1931 in BerlinBild: Christian MichelidesLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Gedenktafel an Horváths Pariser TodesstätteBild: Christian MichelidesLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Grabmal auf dem Heiligenstädter FriedhofBild: Christian MichelidesLizenz: CC-BY-SA-4.0
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Edmund (Ödön) Josef von Horváth (* 9. Dezember 1901 in Sušak, Österreich-Ungarn; † 1. Juni 1938 in Paris) war ein auf Deutsch schreibender Schriftsteller ungarischer Staatsbürgerschaft: Meine Muttersprache ist die deutsche. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube Liebe Hoffnung und Kasimir und Karoline sowie durch seine zeitkritischen Romane Der ewige Spießer, Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit.

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Kunst & Kultur

Musik & Theater:
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Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth wird unter der Regie von Heinz Hilpert am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt. Mitwirkende sind unter anderem Carola Neher, Peter Lorre, Hans Moser, Paul Hörbiger und Paul Dahlke. Trotz massiver Kritik aus konservativen und rechtsradikalen Kreisen ist dem Stück ein großer Erfolg beschieden.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Am Leipziger Schauspielhaus wird Ödön von Horváths gesellschaftskritisches Drama Kasimir und Karoline uraufgeführt.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Ödön von Horváth, österreichisch-ungarischer Schriftsteller (* 1901)
Geboren:
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Ödön von Horváth, österreichisch-ungarischer Autor und Dramatiker (+ 1938)

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Ödön von Horváth starb im Alter von 36 Jahren. Ödön von Horváth wäre heute 115 Jahre alt. Ödön von Horváth war im Sternzeichen Schütze geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1967

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Werk > Hörbücher: Qualtinger liest Ödön von Horvath. Aus dem Roman „Der ewige Spießer“. Gelesen von H.Q.. ADD. Preiser Records 1994. ISBN 3-902027-51-7

1938

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Literatur: im gleichen Jahr, in dem Ödön von Horváths Roman Jugend ohne Gott in acht verschiedene Sprachen übersetzt wird, wird er in Deutschland auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt.
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Literatur: Das Theaterstück Figaro lässt sich scheiden von Ödön von Horváth als Fortsetzung von Beaumarchais’ Komödie Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit wird am Deutschen Theater in Prag uraufgeführt.

1937

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Literatur: Ödön von Horváths zweiter Roman, Jugend ohne Gott, wird in Amsterdam erstveröffentlicht.

1937

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Werk > Theaterstücke: Pompeji. Komödie eines Erdbebens

Adaption > Hörbücher

1967

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Qualtinger liest Ödön von Horvath. Aus dem Roman „Der ewige Spießer“. Gelesen von Helmut Qualtinger.. ADD. Preiser Records 1994, ISBN 3-902027-51-7.

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