Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie

Die Neue Favorita von der Favoritenstraße aus gesehen; sie beherbergt heute das Theresianum
Bild: Gugerell
Lizenz: CC-Zero

Die Theresianum genannte staatliche Anlage mit Gebäuden aus mehreren Jahrhunderten in Wien, 4. Bezirk, Favoritenstraße 15, dient als Sitz des Öffentlichen Gymnasiums der Stiftung Theresianische Akademie, wie das Gebäude kurz Theresianum genannt, und der Diplomatischen Akademie Wien. Beide Bildungseinrichtungen haben eine mehrere Jahrhunderte umfassende Tradition. Seit 2011 bietet die Stiftung auch Kindergarten und Volksschule.



Geschichte




1288 war auf diesem Areal ein Gutshof nachweisbar. 1614 wurde das Gut mit Feldern, Wiesen und Weingärten vom Kaiserhaus erworben, wurde 1623 erstmals als Favoritenhof bezeichnet und diente als Witwensitz der Kaiserinnen Anna von Österreich-Tirol, Eleonora Gonzaga und Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers. Dazu wurde der Gutshof von 1642 an nach Plänen von Giovanni Battista Carlone zum Lustschloss mit Lustgarten namens Favorita umgestaltet.Den Kaisern Leopold I., Joseph I. und Karl VI. diente die Favorita als bevorzugter Sommersitz. In dieser Zeit wurden Erweiterungsbauten errichtet, die bei der zweiten Türkenbelagerung, 1683, entstandenen Verwüstungen behoben und die Felder zum Teil verkauft.Karls VI. Tochter Maria Theresia, Thronerbin in den österreichischen Erblanden, im Königreich Böhmen und im Königreich Ungarn und seit 1745, als ihr Ehemann Kaiser des Heiligen Römischen Reichs wurde, als Kaiserin tituliert, bevorzugte als Sommersitz Schloss Schönbrunn und ließ es ausbauen. Zu dieser Entscheidung mag beigetragen haben, dass die Favorita, was Lage und Architektur betraf, mit Schloss Belvedere nicht konkurrieren konnte, das der für Habsburg siegreiche Feldherr Eugen von Savoyen, von Karl VI. reich beschenkt, etwa 800 Meter weiter östlich unter Nutzung einer prominenten Hanglage errichtet hatte.Die barocke Favorita (sie wurde mittlerweile als Neue Favorita bezeichnet; die Alte Favorita hatte sich im Augarten befunden) in der Vorstadt Wieden übergab Maria Theresia an die Jesuiten – mit der Auflage, darin eine Erziehungsanstalt, eine Ritterakademiezum Besten des allgemeinen Wesens, besonders aber der adeligen Jugend, einzurichten. Hauptaufgabe sollte die Heranziehung von gebildeten und loyalen Staatsbeamten und Diplomaten sein. Im 18. und 19. Jahrhundert folgten diverse Erweiterungen und Aufstockungen der Gebäude.1783 löste der Reformer Joseph II. in den österreichischen Erblanden alle Ritterakademien, so auch das Theresianum, auf. 1797 genehmigte Kaiser Franz II. als Landesherr die Wiedereröffnung unter der Leitung der Piaristen. Die Fassade wurde im klassizistischen Stil umgebaut. Nach der Revolution 1848 verfügte Kaiser Franz Joseph I. die Zulassung von Söhnen des Bürgertums als Schüler....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bodo Wildberg stirbt in Berlin. Bodo Wildberg war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Er besuchte das Theresianum in Wien und lebte danach in Berlin und Dresden. Seine Werke sind im Wesentlichen phantastische Erzählungen, in denen es häufig um Monomanien und Triebverwirrungen geht. Außerdem übersetzte er mehrere Erzählungen von Edgar Allan Poe. Nach Robert N. Bloch war Wildbergs Werk vergleichbar mit der englischen Abenteuerliteratur von H. Rider Haggard und John Davies Beresford (1873-1947).
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Geboren: Bodo Wildberg wird in Lemberg geboren. Bodo Wildberg war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Er besuchte das Theresianum in Wien und lebte danach in Berlin und Dresden. Seine Werke sind im Wesentlichen phantastische Erzählungen, in denen es häufig um Monomanien und Triebverwirrungen geht. Außerdem übersetzte er mehrere Erzählungen von Edgar Allan Poe. Nach Robert N. Bloch war Wildbergs Werk vergleichbar mit der englischen Abenteuerliteratur von H. Rider Haggard und John Davies Beresford (1873-1947).

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1962

Werk:
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Umbau des Reitschultraktes des Theresianums (Alfons Hetmanek)

1753

Werk:
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Umbau der (Neuen) Favorita zum Theresianum (Nikolaus von Pacassi)

Bekannte Absolventen

2004

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Nikolaus Scherak, Abgeordneter zum Nationalrat, Maturajahrgang

1986

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Dimitris Droutsas, griechischer Politiker, Maturajahrgang

1979

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Rudolf Striedinger, Offizier, Maturajahrgang

1971

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Thomas Angyan, Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Maturajahrgang

1968

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Thomas Treu, Offizier, Sanitätschef und Kommandant der Sanitätsschule Wien, Maturajahrgang

W

1752

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Walcherstraße, 1897 benannt nach dem Jesuiten, Mathematiker und Physiker Joseph Walcher (1719–1803), Professor der hebräischen Sprache in Graz (1750–1751), Professor der Ethik in Wien , Professor der Logik und Metaphysik (1753) und der experimentellen Physik (1754) in Linz, Professor der Mathematik am Theresianum in Wien und an der Universität Wien (1755–1773). Nach Auflösung des Jesuitenordens war er 1773–1783 Navigationsdirektor an der Donau, wo er sich besondere Verdienste um die Sprengung des Donaufelsens bei Grein erwarb. (Für eine spätere Sprengung in diesem Bereich siehe die Haussteinstraße.) Walcher war dann 1784–1797 Assessor der obersten Gebäudedirektion, 1797–1802 Professor der Mechanik und Hydraulik am Theresianum und 1802 Direktor der mathematischen und physikalischen Wissenschaften an der Universität Wien. Die ursprünglich nur zwei Häuserblöcke lange Straße (Radingerstraße bis Mexikoplatz, Ecke Engerthstraße) wurde 2003 auf dem früheren Nordbahnhofareal um vier Häuserblöcke nach Südwesten bis zur Einmündung der Lassallestraße in den Praterstern verlängert. (Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt)

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