15. Jahrhundert

Das 15. Jahrhundert begann am 1. Januar 1401 und endete am 31. Dezember 1500. Die Weltbevölkerung zu Beginn dieses Jahrhunderts wird auf 350 bis 374 Millionen Menschen geschätzt, während die Schätzungen für das Jahrhundertende zwischen 425 und 540 Millionen Menschen liegen. Die europäischen Gesellschaften wurden immer differenzierter und wandelten sich. Die Renaissance und der Humanismus Italiens propagierten ein gewandeltes Menschenbild, bei dem der Mensch als Individuum im Zentrum stand. Die aufstrebende Geldwirtschaft und immer differenzierte Wirtschaftsstrukturen prägten die Ökonomie in den zahlreichen europäischen Reichen. Der damit einhergehende Bedeutungsverlust der Naturalwirtschaft und die Weiterentwicklung der Waffentechnik trugen zum Niedergang des Rittertums bei. Mit der Entdeckung der Seewege nach Amerika und Indien am Ende des Jahrhunderts läuteten Spanien und Portugal die europäische Expansion nach Übersee ein. Auch das Fürstentum Moskau und das Osmanische Reich am Rande Europas begannen ihre Expansion oder führten sie fort. Dem Wunsch vieler Gläubiger nach Wandel und Reform kam die römisch-katholische Kirche nicht entgegen.

Nach ihren großen maritimen Expeditionen zu Beginn des Jahrhunderts wandte sich das Ming-China in der zweiten Jahrhunderthälfte nach innen und zog sich hinter die von ihm errichtete Große Mauer zurück. Mit der Errichtung der Verbotenen Stadt bekam China mit Peking eine neue Hauptstadt. China und Korea wurden von einer starken Zentralmacht geprägt, hingegen zersplitterte die Macht in Japan nach dem Ōnin-Krieg in zahlreiche Feudalherrschaften, in denen die Samurai-Kultur gepflegt wurde. In Südostasien breiteten sich Buddhismus und Islam aus.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Radu Florescu stirbt in Mougins, Frankreich. Radu Florescu war ein rumänischer Historiker, der Verbindungen zwischen Bram Stokers Romanfigur Graf Dracula und dem im 15. Jahrhundert tatsächlich existierenden blutrünstigen Aristokraten Vlad III. Dr?culea, der unter dem Namen Vlad ?epe? (Vlad, der Pfähler) bekannt wurde, „entdeckte“. Stokers 1897 erstmals erschienener Roman Dracula spielte in echten Gebieten wie Siebenbürgen (Transsilvanien) oder dem Tihu?a-Pass (Borgo-Pass), wobei sogar die Eisenbahnverbindungen in dem Buch richtig waren. Aus diesem Grund schlussfolgerte Florescu, dass auch die Hauptfigur des Romans auf Tatsachen beruhen müsse. Vlad ?epe?, der für das Niedermetzeln zahlreicher Siebenbürger Sachsen und Osmanen bekannt war und eine Vorliebe für das Aufspießen seiner Feinde auf Pfählen hatte, war demnach die folgerichtige Wahl für das Vorbild Draculas. In seinem Bestseller In Search of Dracula (1972), den Florescu zusammen mit Raymond T. McNally (1931–2002) verfasste, behauptete er, dass der brutale Vlad III., Woiwode des Fürstentums Walachei, die Inspiration Stokers war. Schließlich war Vlad ein Mitglied des Hauses Dr?cule?ti, gemeinhin unter dem Namen Dracula bekannt. Das Buch wurde in 15 Sprachen übersetzt. Ihre Befunde und die im Anschluss erschienene Reihe gruseliger Bücher, von denen zahlreiche von ihnen selbst verfasst wurden, erwiesen sich als förderlich für die rumänische Tourismuswirtschaft. Dies ging soweit, dass Touristengruppen zum Stammschloss von Vlad III., Schloss Bran, reisten und pinkfarbenen Likör tranken.
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Geboren: Radu Florescu wird in Bukarest geboren. Radu Florescu war ein rumänischer Historiker, der Verbindungen zwischen Bram Stokers Romanfigur Graf Dracula und dem im 15. Jahrhundert tatsächlich existierenden blutrünstigen Aristokraten Vlad III. Dr?culea, der unter dem Namen Vlad ?epe? (Vlad, der Pfähler) bekannt wurde, „entdeckte“. Stokers 1897 erstmals erschienener Roman Dracula spielte in echten Gebieten wie Siebenbürgen (Transsilvanien) oder dem Tihu?a-Pass (Borgo-Pass), wobei sogar die Eisenbahnverbindungen in dem Buch richtig waren. Aus diesem Grund schlussfolgerte Florescu, dass auch die Hauptfigur des Romans auf Tatsachen beruhen müsse. Vlad ?epe?, der für das Niedermetzeln zahlreicher Siebenbürger Sachsen und Osmanen bekannt war und eine Vorliebe für das Aufspießen seiner Feinde auf Pfählen hatte, war demnach die folgerichtige Wahl für das Vorbild Draculas. In seinem Bestseller In Search of Dracula (1972), den Florescu zusammen mit Raymond T. McNally (1931–2002) verfasste, behauptete er, dass der brutale Vlad III., Woiwode des Fürstentums Walachei, die Inspiration Stokers war. Schließlich war Vlad ein Mitglied des Hauses Dr?cule?ti, gemeinhin unter dem Namen Dracula bekannt. Das Buch wurde in 15 Sprachen übersetzt. Ihre Befunde und die im Anschluss erschienene Reihe gruseliger Bücher, von denen zahlreiche von ihnen selbst verfasst wurden, erwiesen sich als förderlich für die rumänische Tourismuswirtschaft. Dies ging soweit, dass Touristengruppen zum Stammschloss von Vlad III., Schloss Bran, reisten und pinkfarbenen Likör tranken.
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Gestorben: Berardo Eroli stirbt in Rom. Berardo Eroli war ein italienischer Kardinal des 15. Jahrhunderts.

1475

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Gestorben: Surkhar Nyamnyi Dorje stirbt. Surkhar Nyamnyi Dorje war ein tibetischer Mediziner des 15. Jahrhunderts. Er gilt als der Begründer der Südlichen Schule der tibetischen Medizin, der Schule von Sur (tib. zur lugs ). In einem seiner Werke, dem Man ngag bye ba ring bsrel, findet zum ersten Mal der Chinesische Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis) Erwähnung in der tibetischen Literatur.

1449

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Gestorben: Tanneguy III. du Chastel stirbt. Tanneguy du Chastel oder Tanguy du Châtel war ein französischer Beamter des 15. Jahrhunderts.

Kunst & Kultur

1250

Kultur:
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um 1250: In Mitteleuropa kommt der Hut auf (zunächst meist spitzförmig); Bundhaube als männliche deutsche Kopfbedeckung (bis zum 15. Jahrhundert); Zopf auch als europäische Männer-Haartracht

Ereignisse und Entwicklungen

1498

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Vasco da Gama erreicht Indien. Mit dieser Reise wird die Vorherrschaft der Portugiesen im westlichen Indischen Ozean eingeleitet sowie begonnen, wesentliche Waren- und Finanzströme auf neue Handelswege umzuleiten, was den Aufschwung von Lissabon und Antwerpen als Welthandelsplätze begründet und die Voraussetzungen schafft, dass asiatische Waren (nicht nur Gewürze) den Europäern auf direktem Wege zugänglich werden.

1495

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Der Ewige Landfriede im Heiligen Römischen Reich wird vom römisch-deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. erlassen.

1493

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1493 bis 1519 regiert Maximilian I. (HRR) das Heilige Römische Reich. Sein Beiname „Der letzte Ritter“ symbolisiert den Untergang des Rittertums.

1474

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1474 bis 1477: Burgunderkriege, die mit dem Untergang des Hauses Burgund enden.

1455

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1455 bis 1485 toben in England die Rosenkriege zwischen den Häusern York und Lancaster um die Krone Englands.

Wissenschaft & Technik

1530

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Der Humanist Girolamo Fracastoro (ca. 1478–1530) führt für die seit dem Ende des 15. Jahrhundert auftretende neue Seuche, die sogenannte Franzosenkrankheit, den Begriff Syphilis ein.

Philatelie

1989

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Briefbote im 15. Jahrhundert auf einer Zuschlagmarke von (Zusteller)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2002

Preisträger:
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Ulrich Pfisterer (Hamburg), „für hervorragende Verdienste um die italienische Kunstgeschichte, insbesondere die Erforschung des Stilbewußtseins im 15. Jahrhundert“. (Hanno-und-Ilse-Hahn-Preis)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1981

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Film: Excalibur (auch: Excalibor -Das Schwert des Königs) ist ein Fantasyfilm des britischen Regisseurs John Boorman aus dem Jahr 1981. Der Film behandelt die Artus-Legende, basierend auf dem Roman Die Geschichte von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde von Thomas Malory aus dem 15. Jahrhundert. Der Film war einer der erfolgreichsten Fantasy-Filme der 1980er-Jahre und kann als stilistisches Vorbild vieler weiterer bekannter Werke wie der Verfilmungen von Der Herr der Ringe und Die Chroniken von Narnia genannt werden.

Stab:
Regie: John Boorman
Drehbuch: John Boorman, Rospo Pallenberg
Produktion: John Boorman
Musik: Trevor Jones, Richard Wagner, Carl Orff
Kamera: Alex Thomson
Schnitt: John Merritt

Besetzung: Nigel Terry, Helen Mirren, Nicholas Clay, Cherie Lunghi, Paul Geoffrey, Nicol Williamson, Robert Addie, Gabriel Byrne, Keith Buckley, Katrine Boorman, Liam Neeson, Corin Redgrave, Niall O’Brien, Patrick Stewart, Clive Swift, Ciarán Hinds, Liam O’Callaghan, Michael Muldoon, Charley Boorman

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