Aachen

Aachen (Audio-Datei / Hörbeispielanhören?/i), eigentlich Bad Aachen, (Öcher Platt: Oche; französischAix-la-Chapelle; niederländischAken; lateinisch Aquæ Granni) ist eine Kurstadt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Köln. Sie ist Mitglied des Landschaftsverbandes Rheinland und gehört nach dem Aachen-Gesetz mit Wirkung vom 21. Oktober 2009 als kreisfreie Stadt zur Städteregion Aachen. 1890 überschritt sie erstmals die Einwohnerzahl von 100.000 und ist seitdem die westlichste deutsche Großstadt. Aachen grenzt an die Niederlande und Belgien.

Mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH), seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert, verfügt Aachen über eine der größten und traditionsreichsten technischen Universitäten Europas. Der Aachener Dom, das Wahrzeichen der Stadt, mit der als Meisterwerk der karolingischen Baukunst geltenden Pfalzkapelle wurde gemeinsam mit dem Domschatz im Jahr 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites weltweit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Stadt ist Bischofssitz des Bistums Aachen und Austragungsort des alljährlich stattfindenden Reitsport-Turniers CHIO Aachen, ferner ist sie ein bedeutender Standort der deutschen Süßwarenindustrie. Bedingt durch die Grenzlage „im Herzen Europas“ finden sich zahlreiche kulturelle, insbesondere auch architektonische Einflüsse aus den Nachbarregionen, dem belgisch-niederländischen Raum. Wohl nicht zuletzt auch aufgrund dieses europäischen Charakters – schon zu Lebzeiten wurde Karl der Große, Aachens prominenteste Identifikationsfigur, Pater Europae („Vater Europas“) genannt – wird hier seit 1950 jährlich der Internationale Karlspreis für Verdienste um den europäischen Einigungsprozess an Persönlichkeiten des In- und Auslands verliehen.

mehr zu "Aachen" in der Wikipedia: Aachen

Weitere Revolutionen in Europa im Gefolge der Julirevolution

thumbnail
In Aachen äußert sich sozialer Protest über miserable Lebensbedingungen in Unruhen. Die Bürgerwehr stellt Ruhe und Ordnung wieder her.

Europa

thumbnail
Einführung der Mitteleuropäischen Zeit als einheitliche Uhrzeit für ganz Deutschland. Ab sofort gilt von „Aachen bis Königsberg“ die gleiche Uhrzeit. Zweck ist die genaue Regulierung des Fahrplanes der Eisenbahn.
thumbnail
aufgrund unglaublicher Wahlversprechungen an den Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg, von denen er nur einen Bruchteil einlösen wird, von diesem in Aachen gekrönt.
thumbnail
Die Wahl des Habsburgers Rudolf I. (Krönung in Aachen am 24. Oktober) zum römisch-deutschen König beendet das Interregnum (seit 1250 oder 1254).

936 n. Chr.

thumbnail
König Heinrich I. lässt auf dem Hoftag von Erfurt seinen Sohn Otto I. als Nachfolger anerkennen. Nach seinem Tod (2. Juli) wird Otto am 7. August in der alten Kaiserpfalz Aachen von den Erzbischöfen von Köln und Mainz gekrönt und gesalbt und lässt die Herzöge in den karolingischen Hofämtern fungieren (Marschall, Kämmerer, Truchsess, Mundschenk). Er gründet neben der Ostmark die Nordmark (Nordelbien) und belehnt damit Hermann Billung. Die Witwe, Königin Mathilde, gründet bei Quedlinburg das Kanonissenstift St. Servatius.

811 n. Chr.

thumbnail
Auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen wird die Entsendung eines Heers nach Pannonien beschlossen, um die Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten.

795 n. Chr.

thumbnail
Eine fränkische Expedition unter Führung des Slawen Wonomyrs plündert zum ersten Mal den „Ring“ der Awaren. Die Beute wird nach Aachen überführt, wo sie unter geistlichen und weltlichen Getreuen von Karl dem Großen verteilt wird. Den größte Teil schenkt Karl Papst Leo III..

769 n. Chr.

thumbnail
Aachen wird von Karl dem Großen zur Pfalz erhoben.

765 n. Chr.

thumbnail
Erstmalige urkundliche Erwähnung von Aachen, Andiast, Bensheim, Breil/Brigels, Castrisch, Domat/Ems, Ebertsheim, Edingen, Eggenstein, Falera, Flims, Großgartach, Ilanz, Kirchzarten, Luven, Obersaxen, Riein, Rueun, Ruschein, Sagogn, Schlans, Trimmis, Trun, Valendas, Waltensburg/Vuorz und Wiebelskirchen.

"Aachen" in den Nachrichten