Monarchie

Der Begriff Monarchie (altgr.μοναρχίαmonarchía ‚Alleinherrschaft‘, aus μόνοςmonos ‚ein‘ und ἀρχεῖνarchein ‚herrschen‘) bezeichnet eine Staats- bzw. Herrschaftsform, bei der in der Regel ein Adliger das Amt des Staatsoberhaupts durch Vererbung oder Wahl auf Lebenszeit oder bis zu seiner Abdankung innehat. Die Monarchie bildet somit das Gegenstück zum modernen Republikbegriff. Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach Form der Monarchie variieren: Dieses Spektrum reicht von fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie). Die entartete, illegitime und despotische Form der Monarchie ist die Tyrannis. Zusätzlich wird zwischen Erb- und Wahlmonarchie unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch Erbfolge, in der zweitgenannten durch eine Wahl meist auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt (sakrale Elemente). Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs (Gottkönig, Sakralkönigtum) ist möglich (sehr verbreitet in antiken Reichen, z. B. im alten Ägypten oder – in abgewandelter Form – im Römischen Reich, aber auch in neuerer Zeit, z. B. im Kaiserreich China oder bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan).

Die Staatstheorie beziehungsweise -ideologie, die die Monarchie rechtfertigt, ist der Monarchismus oder auch Royalismus. Ein Anhänger der Monarchie wird als Monarchist oder Royalist bezeichnet, ein Gegner als Republikaner, Monarchomach oder auch Antimonarchist.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Louis Ferdinand von Preußen (1907–1994) stirbt in Bremen. Louis Ferdinand Victor Eduard Adalbert Michael Hubertus Prinz von Preußen war von 1951 bis 1994 Chef des Hauses Hohenzollern. Er führte in dieser Funktion die Familiengeschäfte, war das Oberhaupt der Familie und galt für den Fall einer Wiedereinführung der Monarchie, insbesondere für Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, als Thronprätendent für den preußischen Königs- und den deutschen Kaiserthron.
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Gestorben: Frank Herbert stirbt in Madison, Wisconsin. Frank Patrick Herbert war ein US-amerikanischer Science-Fiction- und Fantasyautor. Sein wichtigstes Werk ist Dune, eine Romanserie über ein weit zukünftiges, monarchisches Sternenreich.
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Gestorben: Mohammad Nur Ahmad Etemadi stirbt. Nur Mohammad Ahmed Etemadi war ein afghanischer Diplomat und Politiker. Von 1964 bis 1965 war er Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung. Mohammad Nur Ahmad Etemadi war von 1964 bis 1965 zum ersten Mal Botschafter in Pakistan. 1965 ernannte ihn Mohammed Daoud Khan zum Außenminister. Neben dem Amt des Außenministers bekleidete er von 1. November 1967 bis 1971 das Amt des Ministerpräsidenten. Für seine Abberufung aus diesen beiden Ämtern und seine Entsendung als Botschafter nach Rom wurden eine unbefriedigende Wirtschaftsentwicklung und fehlende Unterstützung in der Loja Dschirga angegeben. So war er auch kein Hindernis bei der Abschaffung der Monarchie in Afghanistan. Von 1974 bis 1976 war er Botschafter in Moskau, anschließend war er erneut Botschafter in Pakistan.
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Geboren: Peter Fitzek wird in Halle/Saale geboren. Peter Fitzek ist ein ehemaliger Kampfsportler, Esoteriker, Anhänger der neurechten Idee einer Kommissarischen Reichsregierung und der Germanischen Neuen Medizin. Er sieht sich als Monarch der Mikronation "Königreich Deutschland". Aufgrund seiner Aktivitäten wird Fitzek vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt beobachtet.
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Gestorben: Hans Helfritz (Rechtswissenschaftler) stirbt in Erlangen. Hans Hugo Helfritz war ein deutscher Staatsrechtler. Von 1919 bis 1945 war er Hochschullehrer an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau. Er war Monarchist, Militarist, Feind der Weimarer Demokratie und Ortsvorsitzender der DNVP.

Japan

604 n. Chr.

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Beginn der Umgestaltung Japans in eine Vasallen-Monarchie; Kreation des Titels Tennō.

Frankreich

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Mit dem Tod des französischen Königs Ludwig XIV. geht die längste Regentschaft eines europäischen Monarchen zu Ende. Er war 72 Jahre an der Macht. Der fünfjährige Ludwig XV. wird König von Frankreich unter der Regentschaft seines Vormunds Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans.

Großbritannien & Hannover

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Der Buckingham Palace wird mit dem Einzug der Königin Victoria offiziell zur künftigen Hauptresidenz der britischen Monarchen.

Geschichte des Wahlrechts > Österreich

1873

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Reichsratswahlreform in der österreichischen Reichshälfte der Monarchie (Kurienwahlrecht): Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses wurden aufgrund des Zensuswahlrechts in vier Kurien (adlige Großgrundbesitzer, Stadtgemeinde, Handel und Gewerbe, Landgemeinden) gewählt. Wahlberechtigt waren nur etwa 6? % der männlichen Bevölkerung ab 24 Jahren; die erforderliche jährliche Mindeststeuerleistung war örtlich verschieden geregelt und betrug etwa in Wien 10 Gulden. In der Großgrundbesitzerkurie waren auch „eigenberechtigte“ Frauen, d.? h. Frauen, die sich selbst vertraten, wahlberechtigt. (Wahlrecht)

Asien

1921

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13. März: In der Mongolei wird eine unabhängige Monarchie ausgerufen. Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg wird alleiniger Herrscher unter dem nominellen Oberhaupt Bogd Khan. Eine sechsmonatige Diktatur beginnt.

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In der Mongolei wird eine unabhängige Monarchie ausgerufen. Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg wird alleiniger Herrscher unter dem nominellen Oberhaupt Bogd Khan. Eine sechsmonatige Diktatur beginnt. (13. März)

1919

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In einem Referendum entscheiden sich die teilnehmenden Luxemburger Stimmberechtigten zum einen mit 77,8 Prozent der Stimmen für die Beibehaltung der Monarchie unter Großherzogin Charlotte und bevorzugen zum anderen einen wirtschaftlichen Anschluss an Frankreich (60,1 Prozent der Stimmen). (28. September)

B

1992

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Ulrichslegende. Oper. Musik: Kurt Schwertsik. UA (Liste von Librettisten)

Tagesgeschehen

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Nepal: Trotz des Ausgangsverbots gehen die Demonstrationen gegen König Gyanendra weiter und fordern rund 150 Verletzte. Nun gerät auch die Monarchie selbst in Kritik. Der seit Februar 2005 absolut regierende König macht erste Zugeständnisse und bietet 7 Oppositionsparteien an, einen Ministerpräsidenten vorzuschlagen. Diesen geht das jedoch nicht weit genug; sie fordert eine neue Verfassung, die die Macht des Königs einschränken soll. Laut dem früheren Ministerpräsidenten Girija Prasad Koirala sei Gyanendras Erklärung bedeutungslos. ORF ON News

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