Achämenidenreich

Das Achämenidenreich (auch als Altpersisches Reich bezeichnet) war das erste persische Großreich. Es erstreckte sich vom späten 6. Jahrhundert v. Chr. bis ins späte 4. Jahrhundert v. Chr. über die Gebiete der heutigen Staaten Türkei, Zypern, Iran, Irak, Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten. Das Achämenidenreich expandierte erstmals 550 v. Chr. unter Kyros II. durch die Annexion des Mederreiches. Unter den Nachfolgern erfolgte die Fortsetzung bis zur späteren größten Ausdehnung, die ihren Höhepunkt um 500 v. Chr. erreichte und zu dieser Zeit auch Teile der Staaten Libyen, Griechenland, Bulgarien, Pakistan sowie Gebiete im Kaukasus, Sudan und Zentralasien umfasste. Im Jahr 330 v. Chr. beendete Alexander der Große die Herrschaft der Achämeniden.

Der Name des Reiches leitet sich von der altpersischen Dynastie der Achämeniden ab. Diese ist nach dem Stammvater Achaimenes benannt, der die Perser von einem Siedlungsbereich in der Gegend um den Urmia-See in das später nach ihnen benannte Land Persis (heute Fars) geführt haben soll. Der Name Achaimenes ist die griechische Form des Namens Hachamanisch.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Albert T. Olmstead stirbt in Chicago. Albert T. Olmstead war ein US-amerikanischer Assyriologe und Orientalist. Sein Forschungsinteresse galt insbesondere den Achämeniden. Olmstead war Professor für orientalische Geschichte am Oriental Institute der University of Chicago.
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Geboren: Albert T. Olmstead wird in Troy, New York geboren. Albert T. Olmstead war ein US-amerikanischer Assyriologe und Orientalist. Sein Forschungsinteresse galt insbesondere den Achämeniden. Olmstead war Professor für orientalische Geschichte am Oriental Institute der University of Chicago.

187 v. Chr.

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Gestorben: Antiochos III. stirbt. Antiochos III. der Große war König des Seleukidenreiches (223–187 v. Chr.) und einer der bedeutendsten hellenistischen Herrscher überhaupt. Er war ein Sohn von Seleukos II. und jüngerer Bruder von Seleukos III., dessen Nachfolge er antrat. Antiochos' Beiname „der Große“, ist eine Ableitung seines Titels Megas Basileus (Großkönig), der traditionellen Bezeichnung der persischen Achämeniden, welchen er gleichfalls annahm.

242 v. Chr.

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Geboren: Antiochos III. wird geboren. Antiochos III. der Große war König des Seleukidenreiches (223–187 v. Chr.) und einer der bedeutendsten hellenistischen Herrscher überhaupt. Er war ein Sohn von Seleukos II. und jüngerer Bruder von Seleukos III., dessen Nachfolge er antrat. Antiochos' Beiname „der Große“, ist eine Ableitung seines Titels Megas Basileus (Großkönig), der traditionellen Bezeichnung der persischen Achämeniden, welchen er gleichfalls annahm.

486 v. Chr.

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Gestorben: Dareios I. stirbt. Dareios I., oft auch Darius der Große genannt, war Großkönig des persischen Achämenidenreichs, nach eigener Angabe der neunte König aus der Dynastie der Achämeniden. Sein persischer Name bedeutet Das Gute aufrechterhaltend.

Kunst & Kultur

472 v. Chr.

Kultur:
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Das Drama Die Perser von Aischylos wird uraufgeführt. Es behandelt den Untergang der persischen Flotte in der Seeschlacht von Salamis aus der fiktiven Sicht des persischen Königshofes.

Perserreich

424 v. Chr.

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Dezember: Xerxes II. wird nach dem Tod seines Vaters Artaxerxes I. Großkönig des persischenAchämenidenreiches.

486 v. Chr.

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Der persische Großkönig Dareios I. stirbt. Nachfolger als Herrscher des Achämenidenreichs wird sein Sohn Xerxes I. aus Dareios' Ehe mit Atossa, obwohl es ältere Brüder aus einer früheren Ehe gibt.

Ägypten / Perserreich

362 v. Chr.

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Ariobarzanes II., Herrscher der Stadt Kios rebelliert gegen den persischen Großkönig Artaxerxes II.

Politik & Weltgeschehen

404 v. Chr.

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Nach dem Tod des persischen Großkönigs Dareios II. wird sein Sohn Artaxerxes II. Herrscher des Achämenidenreiches.

423 v. Chr.

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Wenige Wochen nach dem Herrschaftsantritt von Xerxes II. im Perserreich revoltiert dessen Halbbruder Sogdianos gegen ihn und lässt ihn ermorden. Gegen Sogdianos erhebt sich jedoch bald darauf ein weiterer Halbbruder namens Ochos. Sogdianos wird gestürzt und ermordet, Ochos besteigt als Dareios II. den Thron des Achämenidenreiches.

480 v. Chr.

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Perserkriege: September (vermutl. 29.): In der Schlacht von Salamis feiert die athenische Flotte unter Themistokles einen entscheidenden Sieg über die Perser. Großkönig Xerxes I. flieht zurück nach Persien.

490 v. Chr.

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Perserkriege: möglicherweise 12. September: Die Athener und Plataier unter Miltiades dem Jüngeren und Kallimachos besiegen die persische Streitmacht des achämenidischen Großkönigs Dareios I. unter seinem Heerführer Datis in der Schlacht bei Marathon.

512 v. Chr.

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Nachdem er im Vorjahr eine Schiffbrücke über den Bosporus hat schlagen lassen, erobert der persische Großkönig Dareios I. das Reich der Thraker. Mit diesem Feldzug kommen die Perser erstmals in näheren Kontakt mit den Griechen.

Wissenschaft & Technik

378 v. Chr.

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In seinem 26. Regierungsjahr (379 bis 378 v. Chr.) lässt der achämenidische König Artaxerxes II. den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 18. März beginnt.

379 v. Chr.

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Babylonische Astronomen berechnen im 26. Jahr des achämenidischen Königs Artaxerxes II. (379 bis 378 v. Chr.) die Daten für die Mondfinsternis vom 5.–6. Oktober (13. Tašritu).

380 v. Chr.

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In seinem 24. Regierungsjahr (381 bis 380 v. Chr.) lässt der achämenidische König Artaxerxes II. den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 10. März beginnt.

394 v. Chr.

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In seinem zehnten Regierungsjahr (395 bis 394 v. Chr.) lässt der achämenidische König Artaxerxes II. den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 15. März beginnt.

396 v. Chr.

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Babylonische Astronomen protokollieren im 9. Jahr des achämenidischen Königs Artaxerxes II. ihre Beobachtungsergebnisse der Mondfinsternis vom 18./19. September 396 v. Chr. (13. Ululu).

Perserreich / Ägypten

350 v. Chr.

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Das persische Achämenidenreich unter Artaxerxes III. beginnt einen erneuten Krieg gegen Ägypten. Ein erster Angriff kann von Pharao Nektanebos II. jedoch abgewehrt werden.

Ereignisse

346 v. Chr.

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Mit aus Ägypten geschickten griechischen Söldnern unter Mentor von Rhodos stellt sich Tennes von Sidon dem auf Ägypten vorrückenden Truppen des achämenidischen Perserkönigs Artaxerxes III. entgegen und kann gegen dessen Satrapen Belesys II. und Mazaios auch Erfolge erzielen.

359 v. Chr.

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Artaxerxes III. folgt seinem Vater auf den Thron des persischen Achämenidenreichs.

449 v. Chr.

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um 449 v. Chr.: Kallias II. handelt mit Großkönig Artaxerxes I. einen Frieden zwischen dem Attischen Seebund und dem Achämenidenreich aus. Der Kalliasfrieden, der ein vorläufiges Ende der Perserkriege bedeutet, wird von manchen Historikern allerdings in Zweifel gezogen.

522 v. Chr.

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Juli: Nach dem Tod von Kambyses II. besteigt Dareios I. als Herrscher des persischen Achämenidenreiches den Thron.

Europa

340 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Rhodos wird vom AchämenidenherrscherArtaxerxes III. erobert und dadurch persisch.

355 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Auf Druck des persischen Achämenidenreichs muss der zweite Attische Seebund aufgelöst werden. Damit endet der Bundesgenossenkrieg, der 357 v. Chr. mit der Loslösung mehrerer Bundesmitglieder begonnen hatte.

386 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: In Sardes wird der so genannte Königsfrieden verkündet, der den Korinthischen Krieg zwischen den griechischen Stadtstaaten dauerhaft beenden soll. Die griechischen Siedlungen in Ionien und auf Zypern fallen damit an das persische Achämenidenreich. Die Stadtstaaten verpflichten sich zur Autonomie, das heißt Organisationen wie der Böotische Bund oder der Attische Seebund sind verboten. Die Fusion von Korinth und Argos wird wieder aufgelöst. Persien tritt als Garantiemacht des Friedens auf.

389 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Pharao Hakor schließt mit Athen einen gegen das persische Achämenidenreich gerichteten Bündnisvertrag.

390 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Der attischen Flotte unter Thrasybulos gelingt es, mehrere Inseln für Athen zurückzuerobern. Das persische Achämenidenreich rückt daraufhin von seiner pro-athenischen Politik ab.

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