Afroamerikaner

Afroamerikaner, engl.African American, ist eine Bezeichnung für Bürger der Vereinigten Staaten, die (oder deren Vorfahren) aus dem südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas stammen.

Die Abgrenzung zu US-Bürgern europäischer oder lateinamerikanischer Abstammung (Weiße und Latinos) ist oftmals schwierig, da sich im Verlauf der Jahrhunderte starke ethnische Vermischungen ergeben haben. Eine allgemein anerkannte Definition, ab wie vielen Vorfahren Menschen als „europäisch“/„weiß“ oder „afroamerikanisch“/„schwarz“ angesehen werden, ist nicht gegeben. Oft beziehen sich die Afroamerikaner mit dieser Bezeichnung kritisch auf die Geschichte der Versklavung von Afrikanern und grenzen sich damit von ethnisierenden und oft als rassistisch kritisierten Bezeichnungen wie „Neger“, „Farbiger“ oder dem abwertenden „Nigger“ ab. Circa 6.500.000 Vorfahren wurden aus Afrika zwischen 1619 und 1808 versklavt und vor allem in die Karibik und nach Nordamerika gebracht. Eine weitere Selbstbezeichnung ist Black (Schwarzer), das aus politischen Überlegungen häufig großgeschrieben wird.

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Geboren & Gestorben

Geboren > Vor dem 19. Jahrhundert:
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Gottfried Suevus der Ältere, polnischer Rechtswissenschaftler (13. Dezember)

Musik

1978

Musical:
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Timbuktu! (basierend auf Kismet für eine afroamerikanische Besetzung) (Chet Forrest)

1978

Musical:
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Timbuktu! (basierend auf Kismet für eine afroamerikanische Besetzung) (Bob Wright)

Kunst & Kultur

1987

Kulturgeschichte > Musik > Entwicklungen:
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Contemporary R&B wurde zur Sammelbezeichnung für afroamerikanischeMainstream-Musik. Luther Vandross, Prince und Michael Jackson galten als Vorreiter des neuen R&B. Jacksons Alben Thriller (1982, bisher meistverkauftes Album, Stand 2010) und Bad ließen ihn zum Star avancieren. Aber auch klassische Rhythm-and-Blues-Künstler wie Stevie Wonder oder Tina Turner waren erfolgreich. (1980er)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1903

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Leben > Richter am US Supreme Court > Bedeutende Entscheidungen: In dem Verfahren Giles v. Harris bestätigte der US Supreme Court ein Gesetz des Staates Alabama zur Registrierung und Qualifikation von Wahlberechtigten und lehnte es somit ab, Afroamerikanern ein Wahlrecht in Alabama einzuräumen, das diesen systematisch von dem nur mit weißen US-Staatsangehörigen besetzten Parlament Alabamas verwehrt wurde. Obwohl der Beschwerdeführer Jackson W. Giles darin eine Rassendiskriminierung gegenüber Farbigen sah, hielt der Supreme Court dieses Wahlgesetz für nicht verfassungswidrig, da es letztlich Regelungen zur Registrierung und Qualifikation von allen Wahlberechtigten enthielt. Brewer vertrat zusammen mit Henry Billings Brown und John Marshall Harlan abweichende Meinungen zu diesem Urteil, unterlag aber mit drei zu sechs Richterstimmen. (David Josiah Brewer)
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Vereinigte Staaten von Amerika: Als neuer Gouverneur des US-Bundesstaates Louisiana regiert Pinckney Benton Stewart Pinchback. Er ist der erste afroamerikanischeGouverneur in den USA.
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Vereinigte Staaten von Amerika: Der 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten tritt in Kraft, der männlichen Afroamerikanern und Indianern unter gewissen Bedingungen das Wahlrecht zugesteht.

Präsenz in der Populärkultur

1988

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Als der Charakter Amber von Tussle in dem Film Hairspray das Lied Shake a Tail Feather der aus Afroamerikanern bestehenden Gruppe The Five Du-Tones als Tanznummer für einen Auftritt in einer Fernsehshow wählt, wird sie von ihrer rassistischen Mutter Velma von Tussle dafür gerügt, wobei sie die Frage stellt: „Hast du etwas gegen Connie Francis?“.

Tagesgeschehen

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Chicago/USA: In einem hauptsächlich von Schwarzen und Latinos bewohnten Mehrfamilienhaus bricht am frühen Morgen ein Feuer aus, dem sechs Kinder von drei bis 14 Jahren zum Opfer fallen - davon fünf aus einer Familie. Drei weitere Kinder und die Mutter werden ins Krankenhaus gebracht. Der seit Jahren folgenschwerste Brand in Chicago, der von einem Einzelfeuer verursacht wurde, entstand durch eine abgebrannte Kerze, da das Elektrizitätswerk den Strom abgeschaltet hatte.

Ereignisse

2008

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Barack Obama wird am 4. November zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Er ist der erste Afroamerikaner in diesem Amt. (2000er)

Politik & Weltgeschehen

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Barack Obama wird als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.
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US-Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet den Voting Rights Act und erklärt damit allen Afroamerikanern ausdrücklich das Wahlrecht zu, was wesentlich zur gesetzlichen Gleichstellung Schwarzer in den USA führte.

1872

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Bundesstaat Louisiana tritt mit Pinckney Benton Stewart Pinchback der erste afroamerikanischeGouverneur in den USA sein Amt an. (9. Dezember)

1870

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Joseph Hayne Rainey aus South Carolina wird als erster Afroamerikaner in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt. (12. Dezember)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Amerikanischen Bürgerkrieg erlauben die Südstaaten widerwillig den Einsatz afroamerikanischer Soldaten in ihrer Armee. (13. März)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1978

Rundfunk:
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Januar -Im Deutschen Fernsehen ist die US-Serie Roots zu sehen. Darin wird die Chronik einer afroamerikanischen Familie beginnend mit ihrer Verschleppung durch Sklavenhändler aus Westafrika nach Nordamerika Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit des Sezessionskrieges geschildert.

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