Al-Qaida

Al-Qaida, auch al-Kaida (arabisch القاعدة, DMGal-qāʿida ‚die Basis, das Fundament‘ alˈqaːʕɪda, in Verlautbarungen auch Tanzīm Qāʿidat al-Dschihād / تنظيم قاعدة الجهاد / tanẓīm qāʿidat al-ǧihād / ‚Organisation der Dschihad-Basis‘), ist ein loses, weltweit operierendes Terrornetzwerk meist sunnitisch-islamistischer Organisationen, das seit 1993, meist in Verbindung mit Bekennerschreiben, zahlreiche Terroranschläge in mehreren Staaten verübt hat und mit zahlreichen weltpolitischen Ereignissen im Zusammenhang steht. Viele der von dem Netzwerk verübten Anschläge gelten als terroristischer Massenmord an Zivilisten.

In der Weltöffentlichkeit wurde die Organisation erstmals nach dem Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 und dem als Operation Bojinka bekannten vereitelten Massenmord während des Weltjugendtags in Manila 1995 wahrgenommen. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bestimmt sie als eine permanente islamistische Bedrohung das Weltgeschehen mit. Erklärtes Ziel von al-Qaida ist die Errichtung eines alle islamischen Länder und Gebiete sowie weitere Territorien umspannenden Gottesstaats für alle „Rechtgläubigen“. Zwischenzeitliche Ziele bestehen darin, die westlichen Staaten zu bekriegen, von denen sie annimmt, dass diese eine weltweite antiislamische Verschwörung anführen, sowie die Vernichtung Israels herbeizuführen.

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Nachwirkungen > Politische Verwendung des Begriffs

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Im Juli 2006 veröffentlichte Al-Qaida eine Videobotschaft mit dem Titel „Der Zionisten-Kreuzritter-Krieg gegen Libanon und die Palästinenser“, in der gegen die angebliche „Kreuzfahrer-Allianz“ westlicher Staaten mit Israel polemisiert wird.. Die Gründe, weshalb Al-Qaida offenbar wirkungsvoll zum Kampf gegen die „Kreuzritter“ aufrufen kann, hat Amin Maalouf diskutiert; er zieht Parallelen zu den Vorgängen bei der Eroberung der Stadt Maarat an-Numan (Kreuzzug)

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen

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US-General Tommy R. Franks erklärt die seit 1. März laufende Operation Anaconda mit dem Ziel, 500 bis 1000 im Osten Afghanistans vermutete al-Qaida- und Taliban-Kämpfer zu töten, für beendet und bezeichnet sie als vollen Erfolg, was von einigen militärischen Beobachtern allerdings angezweifelt wird. (18. März)
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Im Osten Afghanistans beginnt die bis zum 18. März dauernde Operation Anaconda mit dem Ziel, 500 bis 1000 dort vermutete al-Qaida- und Taliban-Kämpfer zu töten. (1. März)

Politik & Weltgeschehen

2007

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9. März: Der Deutsche Bundestag beschließt die Entsendung von Tornados nach Afghanistan. Daraufhin kommt es zu Terrorwarnungen der al-Qaida im Internet.
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Bei einem US-Luftangriff auf das pakistanische Dorf Damadolab werden führende Al-Qaida-Mitglieder getötet, darunter möglicherweise auch Abu Khabab al-Masri.
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Scharif al-Misri wird als führendes Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida in Qetta (Pakistan) zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen verhaftet

"Al-Qaida" in den Nachrichten