Alamannen

Die Alamannen oder Alemannen waren eine antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe, die dem westgermanischen Kulturkreis zugeordnet wird.

Alamannische Bevölkerungsgruppen werden sowohl anhand archäologischer Quellen (wie Bevölkerungssitten und Trachten) als auch anhand historischer Quellen (schriftliche Zeugnisse) identifiziert. Bleibende Kernräume ihrer frühmittelalterlichen Siedlungs- und Herrschaftsgebiete, der Alamannia (Alemannia), lagen vor allem im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg und Elsass, in Bayerisch-Schwaben, der Deutschschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg. Diese Gebiete teilten sie sich zumeist mit gallorömischen und rätischen Bevölkerungsgruppen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Lilly Braumann-Honsell stirbt auf der Insel Reichenau. Lilly Braumann-Honsell war eine süddeutsche Autorin, Seglerin und Reisende durch Europa, Nordafrika und Nordamerika. Ihr Werk ist geprägt durch die Landschaft des Bodensees, den alemannischen Kulturkreis und ihre Herkunft aus bürgerlicher badischer Familie mit langer Tradition.
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Geboren: Dieter Geuenich wird in Honnef geboren. Dieter Geuenich ist ein deutscher Historiker, der als Mediävist vor allem auf den Gebieten mittelalterlicher Personennamenforschung, der Alemannen-Forschung sowie der Geschichte des Niederrheins hervorgetreten ist.
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Geboren: Lilly Braumann-Honsell wird in Konstanz geboren. Lilly Braumann-Honsell war eine süddeutsche Autorin, Seglerin und Reisende durch Europa, Nordafrika und Nordamerika. Ihr Werk ist geprägt durch die Landschaft des Bodensees, den alemannischen Kulturkreis und ihre Herkunft aus bürgerlicher badischer Familie mit langer Tradition.
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Gestorben: Guntram der Reiche stirbt /26. März 973. Guntram der Reiche soll nach den 1160 erstellten Stammbäumen der Acta Murensia der Stammvater der Habsburger sein. Sein Vater war nach der Acta Murensia der König von Helvetien und Alemannien: Theodebert.

904 n. Chr.

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Geboren: Guntram der Reiche wird /930 geboren. Guntram der Reiche soll nach den 1160 erstellten Stammbäumen der Acta Murensia der Stammvater der Habsburger sein. Sein Vater war nach der Acta Murensia der König von Helvetien und Alemannien: Theodebert.

Ereignisse

470 n. Chr.

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469/470: Severin von Noricum und Bischof Lupus (Diözese Troyes) erlangen die Freilassung von Gefangenen des AlamannenkönigsGibuld.

469 n. Chr.

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468/470: Dem Heiligen Severin gelingt bei Passau die Auslösung römischer Kriegsgefangener aus der Gewalt des AlamannenfürstenGibuld.

443 n. Chr.

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Der römische Heermeister Aëtius weist den in Mainz und Worms siedelnden Burgunden in der Gegend von Genf, das ihr Hauptort wird, neues Wohngebiet zu. Daraufhin besetzen die Alamannen das Gebiet westlich des Rheins.

398 n. Chr.

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Stilicho schließt mit den Alamannen einen neuen Föderaten-Vertrag ab.

369 n. Chr.

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Heermeister Flavius Theodosius geht von Raetia aus erfolgreich gegen Alamannen vor

Antike

378 n. Chr.

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Römisches Reich: Februar: Die Lentienser, ein Teilstamm der Alamannen, unternehmen einen Feldzug gegen Truppen des römischen Kaisers Gratian. Sie werden später bei der Schlacht bei Argentovaria (dem heutigen Oedenburg-Biesheim bei Neuf-Brisach im Elsass) vom römischen Heer unter Nanniemus und Malobaudes besiegt.

357 n. Chr.

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Römisches Reich: Alamannen besiegen den römischen Heermeister Barbatio bei Augst. Unter Chnodomar und Agenarich (Serapio) ziehen sie gegen die Römer in die Schlacht von Argentoratum (Straßburg). Sie werden vom Caesar Julian vernichtend geschlagen.

356 n. Chr.

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Römisches Reich: Juthungen und Alemannen fallen in die Provinz Raetia ein.

280 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Nach Erfolgen gegen die Alamannen wird Proculus von den Bürgern Lugdunums (Lyon) zum Gegenkaiser ausgerufen. Nach Kaiser Probus’ Rückkehr aus den Kämpfen gegen das Sassanidenreich, drängt dieser Proculus nach Norden, wo er erfolglos versucht, Unterstützung von den Franken zu bekommen. Proculus wird verraten und an Probus ausgeliefert.

271 n. Chr.

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Römisches Reich / Imperium Galliarum: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Januar: Bei dem Versuch, Italien gegen alamannische Plünderungen zu verteidigen, gerät Kaiser Aurelian in einen Hinterhalt der Juthungen. In der Schlacht von Placentia (dem heutigen Piacenza) werden seine Truppen geschlagen.

Religion

498 n. Chr.

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Um 498, Weihnachten: Wahrscheinliches Datum für den Übertritt König Chlodwigs zum christlichen Glauben. Die Taufe vollzieht Bischof Remigius von Reims in Reims. Der Überlieferung zufolge hatte Chlodwig, ähnlich wie Konstantin, vor der Schlacht von Zülpich 496 gegen die Alamannen die Taufe gelobt, wenn er siegreich sein würde. Eine wichtige Rolle spielt aber auch seine burgundische Frau Chrodechild, die ihm den katholischen Glauben nahegebracht hat. Gemeinsam mit Chlodwig werden auch 3.000 weitere Franken getauft. Von besonderer Bedeutung ist, dass der Übertritt zum Christentum in seiner katholischen Form geschieht, nicht wie bei den anderen Germanenherrschern zum Arianismus, was die Verschmelzung der Germanen und der katholischen Romanen im Frankenreich unter Chlodwigs Herrschaft begünstigt. Das Jahr 498 ist nicht hundertprozentig gesichert; möglich sind auch 497 bzw. 499.

Ereignisse > Religion

499 n. Chr.

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Um 498, Weihnachten: Wahrscheinliches Datum für den Übertritt König Chlodwigs zum christlichen Glauben. Die Taufe vollzieht Bischof Remigius von Reims in Reims. Der Überlieferung zufolge hatte Chlodwig, ähnlich wie Konstantin, vor der Schlacht von Zülpich 496 gegen die Alamannen die Taufe gelobt, wenn er siegreich sein würde. Eine wichtige Rolle spielt aber auch seine burgundische Frau Chrodechild, die ihm den katholischen Glauben nahegebracht hat. Gemeinsam mit Chlodwig werden auch 3.000 weitere Franken getauft. Von besonderer Bedeutung ist, dass der Übertritt zum Christentum in seiner katholischen Form geschieht, nicht wie bei den anderen Germanenherrschern zum Arianismus, was die Verschmelzung der Germanen und der katholischen Romanen im Frankenreich unter Chlodwigs Herrschaft begünstigt. Das Jahr 498 ist nicht hundertprozentig gesichert; möglich sind auch 497 bzw.

Kunst & Kultur

719 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Der alemannische Priester Otmar gründet am Grab des heiligen Gallus das Kloster St. Gallen.

Europa

744 n. Chr.

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AlamannenherzogTheudebald rebelliert im Elsass, Hausmeier Pippin vertreibt ihn und bringt das Elsass wieder unter seine Gewalt.

743 n. Chr.

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Die Hausmeier Pippin und Karlmann ziehen gegen Slawen, Sachsen und Alamannen unter Bajuwarenherzog Odilo und Alamannenherzog Theudebald. Beide Herzöge fliehen nach der Niederlage am Lech.

742 n. Chr.

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AlamannenherzogTheudebald stiftet mit Wasconen, Bajuwaren und Sachsen im Elsass einen Aufstand an. Die Hausmeier Pippin und Karlmann ziehen gegen ihn ins Feld.

737 n. Chr.

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Theodobald wird Herzog von Alemannien.

727 n. Chr.

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AlamannenherzogTheudebald vertreibt Bischof Pirminius aus Hass gegen Karl Martell aus dem Benediktinerkloster Reichenau.

Politik & Weltgeschehen

829 n. Chr.

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Innerdynastische Kämpfe der Karolinger 830–842: Karl der Kahle, Sohn aus zweiter Ehe, erhält von seinem Vater Ludwig I. das Herzogtum Schwaben und wird Herzog von Alemannien. Seine Halbbrüder Lothar,Pippin und Ludwig opponieren gegen diese Entscheidung.
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Karl I. (der Große) und Karlmann I. werden gemeinsam Könige im Frankenreich: Die nördliche Hälfte von den Pyrenäen bis nach Thüringen geht in den Besitz Karls, die südliche mit der Mittelmeerküste, Burgund und Alemannien in den von Karlmann.

746 n. Chr.

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Hausmeier Karlmann schlägt den letzten Aufstand der Alamannen nieder. Das sogenannte Blutgericht zu Cannstatt, dem zahlreiche alemannische Adlige zum Opfer fallen, bedeutete das Ende von Theudebalds Macht. Sein Land wird künftig als Teil des Frankenreiches von fränkischen Grafen verwaltet.

732 n. Chr.

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AlamannenherzogTheudebald vertreibt Bischof Heddo aus Hass gegen Karl Martell aus dem Benediktinerkloster Reichenau.

730 n. Chr.

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Der fränkische Hausmeier Karl Martell führt einen Feldzug gegen AlamannenherzogLantfrid

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