Alarich I.

Alarich I. (lateinischAlaricus; * um 370 in Peuce; † 410 bei Cosenza) war der erste sicher bekannte Anführer der frühen „Westgoten“ und nach 800 Jahren der erste Heerführer, der Rom plünderte. Ob Alarich tatsächlich „König“ bzw. rex der Goten war, ist in der neueren Forschung sehr umstritten. Er ist noch am ehesten als Heerkönig anzusehen.

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Ereignisse

403 n. Chr.

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Die Westgoten unter Alarich werden von Stilicho nach Illyricum geschickt.
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Alarich unterliegt Stilicho in der Schlacht bei Pollentia und im Spätsommer auch in der Schlacht bei Verona.

395 n. Chr.

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Stilicho sichert die Rheingrenze gegen die Germanen. Er entlässt das Westgotenheer unter Alarich I., das im Vorjahr an seiner Seite gegen Arbogast gekämpft hatte, nach Niedermösien, doch erheben sie sich dort gegen die Römer; der (Rufinus weist das Hilfsangebot seines Rivalen Stilicho zurück: Griechenland fällt den Plünderungszügen Alarichs zum Opfer.

Antike

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Römisches Reich: Stilicho wird Opfer einer Intrige: Als Sohn eines Vandalen ohnehin der Germanenfreundlichkeit verdächtig, wird ihm nunmehr von einigen Senatoren außerdem vorgeworfen, er erstrebe für seinen Sohn Eucherius die Kaiserkrone; er wird wegen Hochverrats hingerichtet, etwas später auch seine Frau Serena. In der Folge fehlt es Westrom an einem fähigen Feldherrn, der Alarich I. ebenbürtig wäre.

396 n. Chr.

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Römisches Reich: Plünderung von Korinth, Argos und Sparta durch die Westgoten unter Alarich I. Stilicho stellt sich ihnen in der nördlichen Peloponnes bei Pholoe entgegen, doch können sich die Westgoten mit der Beute nach Epirus absetzen.

Politik & Weltgeschehen

410 n. Chr.

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Die Westgoten unter König Alarich I. belagern Rom, erobern die Stadt am 24. August und plündern sie drei Tage lang.

409 n. Chr.

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Der Senator Priscus Attalus wird von Alarich I. zum römischen Gegenkaiser zu Flavius Honorius ernannt, bald aber wieder fallengelassen, da er die Kontributionsverhandlungen mit den Römern stört.

401 n. Chr.

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Alarich und Radagaisus fallen mit den Goten in Italien ein und gelangen bis Mailand; Verwüstung Nord-Italiens.

390 n. Chr.

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Alarich I. wird Führer der Westgoten, die als Foederati der Römer in Thrakien angesiedelt sind.

Europa

531 n. Chr.

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König Childebert I. von Franken besiegt Amalarich in der Schlacht bei Narbonne, Amalarich stirbt. Mit ihm erlischt das Geschlecht Alarichs. Neuer König der Westgoten wird Theudis. Das nördliche Septimanien um Albi fällt an das Frankenreich.

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