Alexander Porfirjewitsch Borodin

Alexander Porfirjewitsch Borodin (russisch Алекса́ндр Порфи́рьевич Бороди́н, Transliteration Aleksandr Porfir'evič Borodin, Aussprache [ɐlʲɪkˈsaˑndr parˈfʲiˑrʲjɪvʲɪʧʲ bɐraˈdʲiˑn]; * 31. Oktoberjul./ 12. November 1833greg. in Sankt Petersburg; † 15.jul./ 27. Februar 1887greg. ebenda) war ein bedeutender russischer Chemiker und Mediziner. Bis heute berühmt ist er als Klavierdilettant und Komponist.



Inhaltsverzeichnis



Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borodins Grab in St. Petersburg
Bild: Glvinn

Alexander Borodin war der uneheliche Sohn des georgischen Fürsten Luka Gedewanischwili (1772–1840) und dessen 24-jähriger Mätresse Awdotja Konstantinowna Antonowa. Da der Fürst verheiratet war, ließ er das Kind als den Sohn seines Dieners Porfiri Borodin registrieren. Der Vater, ein pensionierter Leutnant der russischen Armee, führte seine Herkunft auf die Herrscherfamilie Gedewanischwili des früheren georgischen Königreichs Imeretien zurück. Kurz vor seinem Tod hat er sich zu seinem Sohn bekannt.

Borodin wuchs bei seiner Mutter in St. Petersburg auf. Dort erhielt er eine gute und umfassende Ausbildung. Er erwies sich als außerordentlich talentiert und erlernte neben den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch auch das Spiel auf dem Klavier, der Flöte und dem Cello. Mit 9 Jahren komponierte er die Helenenpolka.

Im Jahre 1863 heiratete Borodin die Russin Jekaterina Protopopowa, eine brillante junge Pianistin. Sie lernten sich während seines Deutschlandaufenthaltes in Heidelberg kennen und verliebten sich auf einer gemeinsamen Reise nach Baden-Baden, wo sie sich auch verlobten. Sie hatten drei Töchter.

Von einer 1885 durchgemachten Cholera verblieben Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Apathie und Herzschwäche. Der Tod seines Freundes Franz Liszt belastete ihn zusätzlich. Dennoch setzte er seine jahrzehntelang betriebene Arbeit mit dem Chor und dem Sinfonieorchester der Akademie fort. Am 27. Februar 1887 nahm er an ihrem Faschingsball teil, auf dem er gegen Mitternacht zusammenbrach und starb. Die Obduktion an Ort und Stelle ergab ein rupturiertes Herzgefäß. Borodin wurde auf dem Tichwiner Friedhof des Alexander-Newski-Klosters in St. Petersburg beigesetzt.

Borodin als Naturwissenschaftler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versehen mit einem Erbteil des leiblichen Vaters, begann er 1850 seine Ausbildung an der 1798 gegründeten Militärakademie für Medizin und Chirurgie in St. Petersburg. Als Demonstrator und Präparator der Anatomie zog er sich bei einer Sektion eine schwere Handverletzung zu, die nach längerem Verlauf ausheilte. Zu seinen medizinischen Lehrern gehörte Nikolai Iwanowitsch Pirogow. An der Akademie entdeckte er bald seine lebenslange Leidenschaft für die experimentelle Chemie. Nikolai Nikolajewitsch Sinin wurde sein Mentor. 1856 bestand Borodin das Examen mit Auszeichnung. Im nächsten Jahr durfte er den Ordinarius für Ophthalmologie zum Kongress nach Brüssel begleiten.

In der Geschichte der Akademie zum ersten Male in russischer Sprache, befasste Borodin sich in seiner Doktorarbeit mit den chemischen und toxikologischen Eigenschaften der Phosphor- und Arsensäuren. Daneben mit Wasser- und Brunnenuntersuchungen in der Provinz befasst, nutzte er jede freie Minute für das Klavierspiel und das Komponieren. Am 3. Mai 1858 promovierte er zum Dr. med. Der Pathologe der Akademie wollte ihn unbedingt als Assistenten gewinnen; das Kriegsministerium beorderte ihn jedoch für ein Jahr als Hauschirurgen an das 2. St. Petersburger Militärlazarett. Dort begegnete er dem Offizieranwärter Modest Petrowitsch Mussorgski.

Als bester Absolvent der Akademie wurde er 1859 zur Vervollkommnung seiner Kenntnisse der experimentellen und klinischen Chemie für zwei Jahre ins Ausland geschickt. Sein erstes Ziel war das Laboratorium von Emil Erlenmeyer in der Karpfengasse 2 in Heidelberg. Er traf dort nicht nur die schon damals weltberühmten Wissenschaftler Friedrich August Kekulé, Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, Iwan Michailowitsch Setschenow und (wie schon in St Petersburg) Sergei Petrowitsch Botkin, sondern auch seine spätere Frau. An Tuberkulose und Asthma bronchiale erkrankt, weilte sie zur Kur in Deutschland. Im Nationaltheater Mannheim beeindruckte ihn die Musik Richard Wagners nachhaltig. Auf seinen Besuchen von chemischen Laboratorien und Industrieanlagen in Süddeutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden musizierte er oft mit Gleichgesinnten.

Mit dem nach zwei Jahren verlängerten Stipendium ging er zu Sebastiano de Luca in Pisa. Nach seiner Rückkehr an die Akademie in St. Petersburg erhielt er im Jahre 1862, im Alter von 29 Jahren, eine Professur für organische Chemie. 1874 folgte er seinem Förderer Sinin auf dem Lehrstuhl.

Borodin erforschte organische Reaktionen und Verbindungen und entwickelte in diesem Zusammenhang eine wichtige Labormethode zur analytischen Harnstoffbestimmung in der Medizin. Für die organische Chemie bis heute bedeutend sind seine späteren Forschungen an der oben genannten Militärakademie, die im Jahre 1861 zur Etablierung der Synthese der fluororganischen Verbindungen führten. Borodin publizierte auch eine Arbeit Zur Geschichte der Fluorverbindungen und über das Fluorbenzoyl in Liebigs Annalen der Chemie. Von großer Bedeutung sind seine Untersuchungen auf dem Gebiet der Polymerisation und Kondensationsreaktion der Aldehyde sowie die fundamentale Entdeckung der Aldol-Addition im Jahre 1872. Weitere wichtige Meilensteine seiner Forscherkarriere sind die nach ihm benannte Borodinsche Silberdecarboxylierung und die Hunsdiecker-Borodin-Reaktion.

In einem Vierteljahrhundert als Wissenschaftler und Hochschullehrer förderte Borodin das Frauenstudium wie kein anderer im Zarentum Russland. Gegen viele Widerstände nahm er Nadeshda Suslowa als erste Hospitantin an der Akademie auf, was ihr ein reguläres Medizinstudium in Zürich ermöglichte. Auf einer Kranzschleife stand:

DEM GRNDER, BEWAHRER UND STREITER FR MEDIZINISCHE FRAUENKURSE,
DEM FREUND UND BESCHTZER DER LERNENDEN JUGEND ? DIE RZTINNEN VON 15 JAHRGNGEN 1872?1887

Borodin als Komponist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit bekannt wurde Borodin weniger als Wissenschaftler denn als Komponist. Seine Werke „sind von russischer Volksmusik, auch von impressionistischer Farbgebung, die an Debussy gemahnt, und orientalischem Kolorit geprägt“ Wie Borodin es schaffte, neben seiner Professur an der Akademie noch Zeit für die Musik zu finden, bleibt ein Rätsel. In einem Brief an seine Frau beschreibt er

die Schwierigkeit, zu ein und derselben Zeit sowohl ein Glinka als auch ein Stupischin (ein Staatsbeamter), ein Wissenschaftler, ein Regierungsbeauftragter, ein Knstler, ein Staatsbeamter, ein Philanthrop, ein Vater von Kindern anderer Leute, ein Arzt und invalid zu sein... Am Ende wird man nur das letzte.

1864 kam er jedoch mit Mili Balakirew zusammen. Durch ihn lernte Borodin die drei Komponisten César Cui, Modest Mussorgski und Nikolai Rimski-Korsakow kennen. Auf diese Weise wurde Borodin das fünfte und letzte Mitglied der nationalrussischen Gruppe der Fünf. Ihr epischer romantischer Stil lässt sich am ehesten mit dem Richard Wagners vergleichen.

Im Jahre 1869 wurde Borodins erste Sinfonie, dirigiert von Balakirew, aufgeführt. Im selben Jahr begann Borodin mit der Arbeit an seiner heroischen Oper „Fürst Igor“, mit den berühmten „Polowetzer Tänzen“. Dieses Werk, dessen Libretto der Komponist selbst aus dem mittelalterlichen Igorlied zusammenstellte, wird häufig als sein bedeutendstes angesehen. Es blieb bis zu seinem Tode unvollendet, was wohl auf Borodins immense Arbeitsbelastung als Forscher zurückzuführen ist. „Fürst Igor“ wurde später von Alexander Glasunow und Nikolai Rimski-Korsakow vollendet und orchestriert. Ebenso unvollendet blieb eine dritte Symphonie, zu deren postumen Vollendung wiederum Glasunow beitrug.

Die Premiere seiner zweiten Symphonie war zunächst ein Fehlschlag, aber als Franz Liszt 1880 in Baden-Baden eine weitere Aufführung unter der Leitung von Wendelin Weißheimer arrangierte, kam Borodin auch außerhalb von Russland zu einigem Ruhm. Begeistert schreibt Borodin an Weißheimer: „Herr Professor Riedel war so freundlich, mich über den Erfolg meiner Symphonie zu benachrichtigen. Den guten Erfolg habe ich ohne Zweifel der ausgezeichneten Ausführung unter Ihrer talentvollen Leitung zuzuschreiben.“

Borodin meinte zur Musik:

„Für andere ist die Komposition Aufgabe, Arbeit, Pflicht, bedeutet sie das ganze Leben; für mich ist sie Ruhe, Spaß, eine Laune, die mich von meinen offiziellen Pflichten als Professor, Wissenschaftler ablenkt.“

? Alexander Borodin


Nachwirkung im Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1953 „plünderten“ und bearbeiteten Robert Wright und George Forrest das musikalische Werk Borodins und statteten ihr 1953 am Broadway uraufgeführtes Musical Kismet komplett mit der Musik des Komponisten aus. Das Musical wurde international ein großer Erfolg, auch im Londoner West End, und wurde mit Ann Blythe verfilmt. 1954 wurde Borodin dafür postum der Tony Award verliehen. 1978 wurde das Musical mit dem All Black Ensemble unter dem Namen Timbuktu noch einmal in New York auf die Bühne gebracht, wobei Borodins Melodien mit afrikanischer Volksmusik kombiniert wurden. Es spielten und sangen Eartha Kitt und Melba Moore.

Das Grabmonument des Komponisten auf dem Tichwin-Friedhof in St. Petersburg zieren Noten aus der Musicalpartitur. Der Song Stranger in Paradise (Polowetzer Tänze aus Fürst Igor; im Musical Tanz der Jungfrauen) wurde ein Welthit und von Tony Bennett, The Four Aces und Bing Crosby erfolgreich interpretiert.



Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1945 als Philharmonisches Quartett Moskau in der damaligen Sowjetunion gegründete Streichquartett benannte sich 1955 zu Ehren des Komponisten um und musiziert seither unter dem Namen Borodin-Quartett. Im Jahr 1961 benannte das UK Antarctic Place-Names Committee den Mount Borodin auf der antarktischen Alexander-I.-Insel nach ihm.



Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bhnenwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Recken (Bogatyri) - Opernfarce nach W.Krylow in fnf Szenen unter Verwendung von Musik von Rossini, Meyerbeer, Offenbach, Serow, Verdi und anderen, instrumentiert von E.Merten, 1867, Urauffhrung: Moskau 1867, unverffentlicht
  • Frst Igor - Oper mit einem Prolog und vier Akten, Libretto: A.Borodin auf der Grundlage des russischen Epos Das Lied von der Heerfahrt Igors, 1869-87, unvollendet hinterlassen, von Rimsky-Korsakow und Glasunow 1887/88 vervollstndigt und teilweise orchestriert, Urauffhrung: St.Petersburg 1890

Orchesterwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sinfonie Nr.1 Es-Dur - 1862-67
  • Sinfonie Nr.2 h-Moll - 1869-76
  • Eine Steppenskizze aus Mittelasien - Sinfonische Dichtung, 1880
  • Sinfonie Nr.3 a-Moll - 1886/87, nur 2 Stze vollendet, von Glasunow instrumentiert

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quartett D-Dur - fr Flte, Oboe, Viola und Violoncello, unter Verwendung von Musik von Haydn, 1852-56
  • Trio g-Moll - fr 2 Violinen und Violoncello nach dem russischen Volkslied "Wie hab ich die betrbt", 1855
  • Cellosonate c-Moll - 1860, nach einem Thema aus Bachs Sonate Nr.1 g-Moll BWV 1001
  • Klaviertrio D-Dur - in drei Stzen (der vierte ist verloren), 1850er Jahre/Anfang 1860er Jahre
  • Streichquintett f-Moll - fr zwei Violinen, Viola und 2 Violoncelli, 1859/60, Vollendung der Coda im Finale durch O.A.Jewlachow (1960)
  • Klavierquintett c-Moll - 1862
  • Streichquartett Nr.1 A-Dur - 1874-79
  • Streichquartett Nr.2 D-Dur - 1881
  • Scherzo D-Dur - fr Streichquartett aus der Sammlung "Les Vendredis", 1882, von Glasunow in der 3.Sinfonie verwendet
  • Serenata alla spagnola d-Moll - fr das Streichquartett "B-LA-F", in Zusammenarbeit mit Rimsky-Korsakow, Glasunow und Ljadow, 1886

Klavierwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klavier zu 2 Hnden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pathetisches Adagio As-Dur - 1849
  • Beitrge zu den Tati-Tati-Paraphrasen - fr 3 Hnde, Polka, Trauermarsch, Requiem und Mazurka, in Zusammenarbeit mit Cui, Ljadow, Rimsky-Korsakow und Liszt, 1874-78
  • Petite Suite - 1885, instrumentiert von Glasunow (1889)
  • Scherzo As-Dur - 1885

Klavier zu 4 Hnden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hlne-Polka d-Moll - 1843
  • Allegretto Des-Dur - 1861, nach dem 3. Satz des Streichquintetts
  • Scherzo E-Dur - 1861
  • Tarantella D-Dur - 1862

Vokalinstrumentale Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warum bist du so frh, Sonnenaufgang - Solowjow, 1852-55
  • Das schne Mdchen liebt mich nicht lnger (?Die Liebe ist vergangen?) - Winogradow, fr Singstimme, Klavier und Cello, 1853-55
  • Hrt, Freunde, mein Lied - v.Kruse, 1853-55
  • Das schne Fischermdchen - Heine, 1854-55 (auch fr Singstimme, Klavier und Cello)
  • Ballade von der schlafenden Prinzessin - Borodin, 1867, von Rimsky-Korsakow orchestriert
  • Das Lied des dunklen Waldes - Borodin, 1868, von Glasunow fr zweistimmigen Mnnerchor und Orchester bearbeitet (1873)
  • Die Meeresprinzessin - Borodin, 1868
  • Die falsche Note - Borodin, 1868.
  • Vergiftet sind meine Lieder - Heine, 1868
  • Das Meer - Borodin, 1870, orchestriert 1884 und von Rimsky-Korsakow (1896)
  • Aus meinen Trnen - Heine, 1870
  • Arabische Melodie - bersetzung von Borodin, 1881
  • Fr die Ufer der fernen Heimat (?Aus fremden Landen zurckkehren?) - Puschkin, 1881, orchestriert von Glasunow
  • Bei Menschen zu Hause - Nekrassow, 1881, von Borodin 1881 auch orchestriert
  • Stolz (?Der Hochnsige?) - Tolstoi, 1884/85
  • Bezaubernder Garten (?Septain?) - bersetzung von Borodin, 1885

Vokalwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Serenade von 4 Kavalieren fr eine Dame - Komisches Quartett fr 4 Mnnerstimmen mit Klavierbegleitung, 1870

Transkriptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sinfonie Nr.1 fr Klavier zu 4 Hnden - 1875
  • Sinfonie Nr.2 fr Klavier zu 4 Hnden - 1877
  • Streichquartett Nr.1 fr Klavier zu 4 Hnden - 1887
  • Eine Steppenskizze aus Mittelasien fr Klavier zu 4 Hnden - 1882
  • Das Meer - Orchestrierung, 1884

Fragmente und verlorene Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzert D-Dur/d-Moll - fr Flte und Klavier, 1847, verloren
  • Trio fr 2 Violinen und Violoncello G-Dur - ber ein Thema aus Meyerbeers "Robert der Teufel", 1847
  • Le courant - Etde, 1849, verloren
  • Fantasie ber ein Thema von Hummel - 1849, verloren
  • Fugen - fr Klavier, 1851/52, verloren
  • Scherzo b-Moll - fr Klavier, 1852, verloren
  • Barmherziger Gott - 1852-55, unvollendet, unverffentlicht
  • Potpurri A-Dur - fr Klavier ber Themen aus Donizettis Oper "Lucrezia Borgia", vermutlich als Klavierstimme fr ein kammermusikalisches Werk konzipiert, 1852-55, unvollendet, unverffentlicht
  • Trio G-Dur - fr 2 Violinen und Violoncello in einem Satz?, 1850er Jahre?, fragmentarisch
  • Groes Trio G-Dur - fr 2 Violinen und Violoncello, nur die ersten beiden Stze vollendet, 1852-56(?)
  • Streichsextett d-Moll - 2 Stze, die letzten 2 Stze verloren, 1860/61
  • Scherzo h-Moll - fr Klavier, 1852, verloren
  • Misera me! Barbaro sorte - Duett fr Tenor, Ba und Klavier, 1850, unvollendet, unverffentlicht
  • Fuge - fr Klavier, 1862, verloren
  • Eine sdliche Nacht - Parodie fr Klavier auf eine Romanze von Rimsky-Korsakow, 1866(?), nicht niedergeschrieben
  • Die Zarenbraut - Entwurf zu einer Oper nach Mey, 1867/68, unvollendet, das Material fr andere Werke verwendet
  • Sechzig Variationen ber ein bhmisches Thema - Musikalischer Spa fr Klavier, 1867, nur eine Variationen komponiert
  • Ej uchnjem - Entwurf zu Bearbeitung des russischen Volksliedes fr Klavier, 1870er Jahre, unverffentlicht
  • Walzer ber das Thema des Liedes des Warlaam aus Mussorgskys Oper "Boris Godunow" - Musikalischer Spa fr Klavier, 70er Jahre, nicht niedergeschrieben
  • Quadrille ber Motive aus Rimski-Korsakows Oper ?Das Mdchen von Pskow? - Musikalischer Spa fr Klavier, 1870er Jahre, nicht niedergeschrieben
  • Ein Husar, gesttzt auf seinen Sbel - Musikalischer Spa fr Klavier nach einer russischen Romanze, 1870er Jahre, nicht niedergeschrieben
  • Lanz in den Kirchentonarten - Musikalischer Spa fr Klavier, 1870er Jahre, nicht niedergeschrieben
  • Mlada - 4.Akt der gemeinsamen Ballettoper von Borodin, Cui, Mussorgsky und Rimsky-Korsakow, unvollendet, 1872, Finale von Rimsky-Korsakow instrumentiert (1892)
  • Klavierstck Es-Dur - Fragment, 1879
  • Gott schtze Kyrill! Gott schtze Methodius! - fr Mnnerchor a cappella, 1885, unvollendet, vollendet von P. Lamm


Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Essential Borodin. Decca, London 1997, Nr. 455 632-2
  • Borodin - Symphonies. Brilliant Classics, Nr. 93348. (Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Ltg.: Gennady Rozhdestvensky, Rec. 1993/94)


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abcdefghiV. Klimpel, 2012.
  2. ?Korff, S. 45.


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tatjana Vasilewna Popowa: Alexander Borodin. Deutsche bersetzung von Roloff Selle. VEB Breitkopf & Hrtel Musikverlag Leipzig 1955.
  • Ernst Kuhn (Hrsg.): Alexander Borodin. Sein Leben, seine Musik, seine Schriften. Verlag Ernst Kuhn, Berlin 1992, ISBN 3-928864-03-3.
  • Sigrid Neef: Die Russischen Fnf: Balakirew ? Borodin ? Cui ? Mussorgski ? Rimski-Korsakow. Monographien ? Dokumente ? Briefe ? Programme - Werke. Verlag Ernst Kuhn, Berlin 1992, ISBN 3-928864-04-1.
  • Volker Klimpel: Alexander Borodin ? Arzt, Chemiker und Komponist. Zum 125. Todestags des Multitalents. In: Chirurgische Allgemeine. 13. Jg., 5. Heft (2012)
  • Malte Korff: Tschaikowsky. Leben und Werk. Deutscher Taschenbuch Verlag, Mnchen 2014, ISBN 978-3-423-28045-7.
  • Willem G. Vijvers: Alexander Borodin; Composer, Scientist, Educator. The American Book Center, Amsterdam 2013, ISBN 978-90-812269-0-5.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Porfirjewitsch Borodin (russischАлекса́ндр Порфи́рьевич Бороди́н, TransliterationAleksandr Porfir'evič Borodin, Aussprache [ɐlʲɪkˈsaˑndr parˈfʲiˑrʲjɪvʲɪʧʲ bɐraˈdʲiˑn]; * 31. Oktoberjul./ 12. November 1833greg. in Sankt Petersburg; † 15.jul./ 27. Februar 1887greg. ebenda) war ein bedeutender russischer Chemiker und Mediziner. Bis heute berühmt ist er als Klavierdilettant und Komponist.

mehr zu "Alexander Porfirjewitsch Borodin" in der Wikipedia: Alexander Porfirjewitsch Borodin

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Alexander Porfirjewitsch Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Mediziner (* 1833)

Kunst & Kultur

Musik & Theater:
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Uraufführung des Balletts Polowetzer Tänze von Michel Fokine nach der Musik von Alexander Borodin am Théâtre du Châtelet in Paris
Musik & Theater:
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Uraufführung der Oper Fürst Igor von Alexander Porfirjewitsch Borodin an der Hofoper in Sankt Petersburg

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1885

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Gründung: Der Musikverlag M. P. Belaieff wurde am 4. Juli 1885 von dem russischen Musikliebhaber und Musikmäzen Mitrofan Petrowitsch Belaieff (1836–1903) in Leipzig gegründet. Bereits ein Jahr zuvor hatte Belaieff in St. Petersburg eine Stiftung zur Förderung russischer Komponisten und Musiker ins Leben gerufen. Stiftung und Verlag sind seit 1885 eng miteinander verbunden und stehen bis heute für die Förderung und Verbreitung russischer Klassiker des 19. Jahrhunderts wie Alexander Glasunow, Michail Glinka, Alexander Borodin, Alexander Scriabin, Nikolai Rimski-Korsakow, Peter Tschaikowsky und Anatoli Ljadow sowie zahlreicher Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts wie Nikolai, Alexander und Ivan Tcherepnin, Georg von Albrecht, André Volkonsky, Valentin Silvestrov, Tigran Mansurjan und Alexander Raskatow.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1960

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Werk > Kammermusik: Streichquintett f-Moll - für zwei Violinen, Viola und 2 Violoncelli, 1859/60, Vollendung der Coda im Finale durch O.A.Jewlachow

1896

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Werk > Vokalinstrumentale Werke > Lied: Das Meer - Borodin, 1870, orchestriert 1884 und von Rimsky-Korsakow

1892

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Werk > Fragmente und verlorene Werke: Mlada - 4.Akt der gemeinsamen Ballettoper von Borodin, Cui, Mussorgsky und Rimsky-Korsakow, unvollendet, 1872, Finale von Rimsky-Korsakow instrumentiert

1890

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Werk > Bühnenwerke > Oper: Fürst Igor - Oper mit einem Prolog und vier Akten, Libretto: A.? Borodin auf der Grundlage des russischen Epos Das Lied von der Heerfahrt Igors, 1869-87, unvollendet hinterlassen, von Rimsky-Korsakow und Glasunow 1887/88 vervollständigt und teilweise orchestriert, Uraufführung: St.? Petersburg

1889

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Werk > Klavierwerk > Klavier zu 2 Händen: Petite Suite - 1885, instrumentiert von Glasunow

Rundfunk, Film & Fernsehen

2006

Film:
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The Little Matchgirl ist ein US-amerikanischer animierter Kurzfilm von Roger Allers aus dem Jahr 2006. Er beruht auf der Geschichte Das Mädchen mit den Schwefelhölzern von Hans Christian Andersen.

Stab:
Regie: Roger Allers
Drehbuch: Roger Allers
Produktion: Don Hahn
für Walt Disney Animation Studios
Musik: Alexander Borodin
Schnitt: Jessica Ambinder-Rojas

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