Alliierter Kontrollrat

Der Alliierte Kontrollrat wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Besatzungsmächten als oberste Besatzungsbehörde für Deutschland westlich der Oder-Neiße-Linie eingesetzt und übte die höchste Regierungsgewalt aus. Sein Sitz war in Berlin, und er bestand aus den Militärgouverneuren der vier Besatzungszonen in Deutschland. Er erließ sogenannte Kontrollratsgesetze und andere Direktiven, die für alle Besatzungszonen galten und über die einstimmig entschieden werden musste. Ihre Ausführung lag im Ermessen der Militärgouverneure, bei unüberbrückbaren Gegensätzen im Kontrollrat hatte jeder von ihnen das Recht, in seiner Zone auf Weisung seiner Regierung eigene Entscheidungen zu treffen. Deswegen gab es in Fragen der gemeinsamen Deutschlandpolitik der Siegermächte gleichsam ein „Vetorecht“, das es jeder Besatzungsmacht erlaubte, in ihrer Zone einen eigenen Weg einzuschlagen.

Der Alliierte Kontrollrat trat am 30. Juli 1945, während der Konferenz von Potsdam, zu seiner ersten Sitzung zusammen. Rechtliche Grundlage seiner Tätigkeit waren das Londoner Abkommen über Kontrolleinrichtungen in Deutschland vom 11. November 1944 und die Berliner Viermächteerklärung vom 5. Juni 1945. Nachdem der sowjetische Vertreter am 20. März 1948 vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges den Kontrollrat verlassen hatte, stellte dieser praktisch seine Tätigkeit ein.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Louis Koeltz stirbt Paris. Louis Koeltz, eigentlich Louis Marie Koeltz war ein französischer Offizier, zuletzt Generalleutnant. Er diente im Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und im Zweiten Weltkrieg war er Kommandierender General vom XIX. Armeekorp der französischen Armee in Algier. Nach dem Krieg war er Regierungsvertreter Frankreichs im Kontrollrat der Alliierten (1945–1946) im besetzten Nachkriegsdeutschland.
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Gestorben: Louis Koeltz stirbt Besançon † 27. Mai 1970 Paris. Louis Koeltz, eigentlich Louis Marie Koeltz war ein französischer Offizier, zuletzt Generalleutnant. Er diente im Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und im Zweiten Weltkrieg war er Kommandierender General vom XIX. Armeekorp der französischen Armee in Algier. Nach dem Krieg war er Regierungsvertreter Frankreichs im Kontrollrat der Alliierten (1945–1946) im besetzten Nachkriegsdeutschland.
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Geboren: Louis Koeltz wird Besançon † 27. Mai 1970 Paris geboren. Louis Koeltz, eigentlich Louis Marie Koeltz war ein französischer Offizier, zuletzt Generalleutnant. Er diente im Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und im Zweiten Weltkrieg war er Kommandierender General vom XIX. Armeekorp der französischen Armee in Algier. Nach dem Krieg war er Regierungsvertreter Frankreichs im Kontrollrat der Alliierten (1945–1946) im besetzten Nachkriegsdeutschland.

1884

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Geboren: Louis Koeltz wird geboren. Louis Koeltz war ein französischer Offizier, zuletzt Generalleutnant. Er diente im Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und im Zweiten Weltkrieg war er Kommandierender General vom XIX. Armeekorp der französischen Armee in Algier. Nach dem Krieg war er Regierungsvertreter Frankreichs im Kontrollrat der Alliierten (1945–1946) im besetzten Nachkriegsdeutschland.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1935

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Film: Der alte und der junge König ist ein deutscher Historienfilm von Hans Steinhoff aus dem Jahre 1935. Im weiteren Sinn gehört der Film zu den so genannten Fridericus-Rex-Filmen um die Person des preußischen Königs Friedrich II. Obwohl vordergründig ein Drama um den Konflikt zwischen Vater und Sohn ist das Werk ein NS-Propagandafilm, der vor allem das Führerprinzip vermitteln möchte. Der Film wurde von der alliierten Militärregierung verboten, nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland aber nicht als Vorbehaltsfilm eingestuft.

Stab:
Regie: Hans Steinhoff
Drehbuch: Thea von Harbou, Rolf Lauckner
Produktion: Deka-Film GmbH
Musik: Wolfgang Zeller
Kamera: Karl Puth
Schnitt: Willy Zeyn junior

Besetzung: Emil Jannings, Leopoldine Konstantin, Werner Hinz, Carola Höhn, Marieluise Claudius, Claus Clausen, Friedrich Kayßler, Georg Alexander, Walter Janssen, Theodor Loos, Heinrich Marlow, Fritz Odemar, Rudolf Klein-Rogge, Leopold von Ledebur, Friedrich Ulmer, Harry Hardt, Luise Morland, Emilia Unda, Ruth Eweler, Eugen Rex, Ellen Frank, Paul Henckels, Hans Leibelt, Walter Steinbeck, Hadrian Netto, Egon Brosig

1934

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Film: Rivalen der Luft -ein Segelfliegerfilm ist ein im Januar 1934 herausgegebener deutscher Film, der 1945 zunächst vom Alliierten Kontrollrat als nationalsozialistischer Propagandafilm verboten, später aber wieder von der Liste der sog. „Vorbehaltsfilme“ genommen wurde.

Stab:
Regie: Frank Wysbar
Drehbuch: Walter Forster
nach einer Idee von Philipp Lothar Mayring
Produktion: Karl Ritter, Universum Film AG (UFA)
Musik: Franz R. Friedl
nach der Musik von Herbert Windt
Kamera: Hans Schneeberger
Schnitt: Willy Zeyn

Besetzung: Claus Clausen, Wolfgang Liebeneiner, Hilde Gebühr, Sybille Schmitz, Walter Gross, Guzzi Lantschner, Werner Stock, Franz Zimmermann, Volker von Collande, Hans Henninger, Florian Zeise-Gött, Wolff von Wernsdorf, Otto Arndt, M. Bohlan, Alfred Böhm, Hans Deutschmann, Edgar Dittmar, Heini Dittmar, Wolf Hirth, Franz Orthbandt, Hanna Reitsch, Fritz Stamer

Vorgeschichte

1945

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wurde im Februar bei der Krimkonferenz, der Konferenz von Jalta, die Besatzungsplanung für Deutschland von den drei Haupt-Alliierten (USA, Vereinigtes Königreich, UdSSR) konkretisiert. Sie vereinbarten, den Franzosen eine eigene Besatzungszone und einen Platz im Alliierten Kontrollrat zur Verfügung zu stellen. Der französische Sektor von Berlin wurde, als anglo-amerikanische Truppen bereits ihre Sektoren in Berlin besetzten, erst am 30. Juli in der ersten Sitzung des Kontrollrats festgelegt, nachdem die EAC am 26. Juli in einer letzten Sitzung die Details ausarbeitete. Die vertragsrechtliche Bestätigung, in beiden Ländern französische Besatzungszonen einzurichten sowie weiterer Einzelheiten, folgte im Sommer auf der Potsdamer Konferenz. (Viermächte-Status)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1946

Gründung:
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Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Die geschichtliche Entwicklung > Länder in den alliierten Besatzungszonen (1945 bis 1949)

1946

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das Kontrollratsgesetz Nr.? 22 (englisch: Control Council Law No. 22) vom 10.? April des Alliierten Kontrollrats erlaubt die Bildung von Betriebsräten nach dem Muster der Weimarer Zeit. Es erwähnt Personalvertretungen der Arbeiter und Angestellten, die Beamten sind nicht erwähnt (was bei den Gerichten mitunter zu Auslegungsproblemen führte). Tatsächlich werden die Beamten zunächst in das daraufhin entstehende Betriebsrätesystem der öffentlichen Verwaltungen einbezogen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2005

Bühnenbearbeitungen:
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Daniela Voss, Halle (Alice im Wunderland)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Ehrung:
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Deutscher Filmpreis als „Bester Schauspieler“ für seine Rolle in Winterreise (Josef Bierbichler)

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Teilung Deutschlands: Der sowjetische Militärgouverneur Wassili Danilowitsch Sokolowski verlässt aus Protest gegen die Londoner Sechsmächtekonferenz den Alliierten Kontrollrat, der nie wieder zusammentritt. (20. März)

1948

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20. März: Der regierende Alliierte Kontrollrat kommt das letzte Mal zusammen. Sowjet-Marschall Sokolowski verlässt den Kontrollrat aus Protest darüber, dass die sowjetische Seite ungenügend über die Londoner Sechsmächtekonferenz informiert worden sei, die zudem die Vereinbarungen von Potsdam konterkariere.
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Der Alliierte Kontrollrat der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs löst durch Gesetz Nr. 46 endgültig den Staat Preußen auf.
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Im Alliierten Kontrollrat findet ein Wechsel des sowjetischen Vertreters statt: Wassili Danilowitsch Sokolowski löst Georgi Konstantinowitsch Schukow ab.
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Weitere Ereignisse weltweit: Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 des Alliierten Kontrollrats werden alle NS-Organisationen aufgelöst, Neugründungen verboten und das vorhandene Eigentum beschlagnahmt.

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