Althochdeutsch

Als Althochdeutsch (abgekürzt Ahd.) bezeichnet man die älteste schriftlich bezeugte Form der hochdeutschen Sprache in der Zeit etwa von 750 bis 1050 n. Chr. Die Sprachstufe davor, das Voralthochdeutsche, ist nur durch wenige Runen-Inschriften und Eigennamen in lateinischen Texten belegt.

Das Wort „deutsch“ erscheint zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahre 786 in der mittellateinischen Form theodiscus. In einer Kirchenversammlung seien die Beschlüsse „tam latine quam theodisce“ verlesen worden, also „sowohl lateinisch als auch in der Volkssprache“. Die althochdeutsche Form des Worts ist erst deutlich später belegt: In der Abschrift eines antiken Sprachlehrbuches in lateinischer Sprache, vermutlich im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts angefertigt, fand sich der Eintrag eines Mönches, der offenbar das lateinische Wort galeola (Geschirr in Helmform) nicht verstanden hatte. Er muss sich bei einem Mitbruder nach der Bedeutung dieses Wortes erkundigt und die deutsche Bedeutung hinzugefügt haben. Für seine Notiz verwendete er die althochdeutsche Frühform „diutisce gellit“ („auf Deutsch ‚Schale‘“).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Hugo Gering stirbt in Kiel. Hugo Gering war ein deutscher germanistischer und skandinavistischer Mediävist. Er war Professor für ältere deutsche und germanische Philologie, mit den Schwerpunkten Skandinavistik, Gotisch, Alt- und Mittelhochdeutsch, sowie Altenglisch an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Von seinen Publikationen sind heute noch die Nachdichtungen der Edda und des Beowulf bekannt.
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Geboren: Hugo Gering wird auf dem Landgut Heinrichsberg, Kreis Briesen in Westpreußen geboren. Hugo Gering war ein deutscher germanistischer und skandinavistischer Mediävist. Er war Professor für ältere deutsche und germanische Philologie, mit den Schwerpunkten Skandinavistik, Gotisch, Alt- und Mittelhochdeutsch, sowie Altenglisch an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Von seinen Publikationen sind heute noch die Nachdichtungen der Edda und des Beowulf bekannt.
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Gestorben: Ulrich von Augsburg stirbt in Augsburg. Der heilige Ulrich von Augsburg, lateinisch Uodalricus, althochdeutsch Uodalrîh, in der Augsburger Bischofsliste als Ulrich I. geführt, war von 923 bis 973 Bischof von Augsburg.

890 n. Chr.

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Geboren: Ulrich von Augsburg wird in Wittislingen oder Augsburg geboren. Der heilige Ulrich von Augsburg, lateinisch Uodalricus, althochdeutsch Uodalrîh, in der Augsburger Bischofsliste als Ulrich I. geführt, war von 923 bis 973 Bischof von Augsburg.

Kunst & Kultur

Kultur:
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Die Hammelburger Markbeschreibung wird verfasst, eines der ältesten Sprachdenkmäler der althochdeutschen Sprache.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1970

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Werk: Sonderegger, Stefan : Althochdeutsch in St.? Gallen. Ergebnisse und Probleme der althochdeutschen Sprachüberlieferung in St. Gallen vom 8. bis ins 12. Jahrhundert. St.? Gallen, Sigmaringen: Ostschweizer Druck und Verlag/Jan Thorbecke Verlag (Bibliotheca Sangallensis 6). 184? S. (Stefan Sonderegger)

1967

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Publikation: Die Entwicklung der althochdeutschen Vokalquantitäten in den oberdeutschen Mundarten. Habilitationschrift Wien, Studien zur österreichisch-bairischen Dialektkunde Nr. 5, Böhlau, Graz (Eugen Gabriel)

1875

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Werk > Schrift: Über die Quantität der althochdeutschen Endsilben, Halle/Saale (Wilhelm Braune)

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