Amiga

Der CommodoreAmiga (spanisch amiga: ‚Freundin‘) war ein von Mitte der 1980er bis Anfang/Mitte der 1990er weit verbreiteter Computer, der besonders in seinen Einsteigermodellen (A500 und A1200) als Heimcomputer beliebt war. Für seine Zeit hatte er ausgeprägte Multimediafähigkeiten und ein leistungsfähiges, präemptives Multitasking-Betriebssystem. In der Commodore-Zeit arbeitete er durchgängig mit Prozessoren der Motorola-68000er-Familie.



Geschichte




Jay Miner war der Schöpfer und geistige Vater des Amiga. Er stieg 1981 bei Atari aus, dort war er u. a. für die Entwicklung der Spielkonsole Atari 2600 und der Heimcomputer Atari 400 und 800 zuständig gewesen. Danach gründete er das Unternehmen Hi Toro, das etwas später zur Amiga Corporation wurde. Anfangs lieferte Amiga Spielmodule und Controller für die Atari-2600-Konsole, etwas später wurde eine eigene Amiga-Spielkonsole geplant. Aus der Spielkonsole wurde in den Köpfen der Entwickler ein Computer.Atari (damals unter Führung von Ray Kassar, Warner Communications) war per Vereinbarung vom Juli 1983 Geldgeber und wollte den Amiga als Nachfolger der mittlerweile veralteten XL-Computer-Serie auf den Markt bringen. Mit dem Börsenskandal vom Dezember 1982 im Nacken musste Kassar noch im Juli 1983 zurücktreten. Der neue CEO Morgan verfolgte weiter das Ziel, das Projekt Lorraine, wie der Amiga intern genannt wurde, als Nachfolger des XL zur Marktreife zu bringen.Am 2. Juli 1984 verkaufte Warner Communications die Konsolen- und Computerabteilung von Atari an Jack Tramiel, den zu diesem Zeitpunkt bereits entlassenen Gründer von Commodore. Tramiel versuchte Amiga endgültig zu kaufen und bot den Aktionären 0,98 $ pro Aktie. Commodore (unter Irving Gould) bot kurz vor Ende der 24-Stunden-Frist letztendlich 4,25 US-Dollar pro Aktie und bekam den Zuschlag, wonach Commodore die Entwicklungsrichtung des Amiga immer stärker beeinflusste – nach Ansicht von Kritikern nicht immer im Geiste der Erfinder oder zum Vorteil des Amiga. Commodore hat sich an dieser Übernahme und der folgenden Produkteinführung beinahe überhoben und geriet in eine ernste finanzielle Krise.Das erste Amiga-Modell – später Amiga 1000 genannt – wurde am 23. Juli 1985 in New York im Rahmen einer großen Show vorgestellt, bei der der Pop-Art-Künstler Andy Warhol ein eben erstelltes Abbild der Sängerin der Band Blondie, Deborah Harry, am Amiga neu einfärbte, während die Zuschauer live dabei waren. Die Entwickler demonstrierten des Weiteren die besonderen Eigenschaften, die den Amiga von den zeitgenössischen Konkurrenten IBM PC, Macintosh und Atari ST abhoben:...

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Fred Fish stirbt in Idaho, USA. Fred Fish war ein US-amerikanischer Computerprogrammierer. Bekannt wurde er für seine Arbeit am GNU Debugger (GDB) und vor allem mit seiner Sammlung von Public-Domain-Software für den Commodore Amiga, den AmigaLibDisks, genannt Fish Disks.
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Gestorben: Jay Miner stirbt in Mountain View, Kalifornien. Jay 'Glenn' Miner war ein Chipdesigner und gilt unter anderem als Vater des HeimcomputersAmiga.
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Geboren: Chris Sawyer wird in Dundee, Schottland, Vereinigtes Königreich geboren. Chris Sawyer ist als Programmierer von Computerspielen vor allem bekannt für seine beiden Spiele mit Namen RollerCoaster Tycoon und Transport Tycoon. Er begann seine Karriere in der Computerspiel-Branche 1983, als er für den Memotech MTX home computer und dann für den Amstrad CPC programmierte. Danach war er für viele Portierungen von Amiga-Spielen auf dem PC verantwortlich.
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Geboren: Hardy Hard wird in Dresden geboren. Hardy Hard, früher Hardsequencer ist ein deutscher Musiker und Techno-DJ. Er wuchs im Freitaler Stadtteil Zauckerode auf, wo er auch zur Schule ging. Dort begann er mit seinem Amiga an ersten Musikstücken zu arbeiten. Seine Lehre als Einzelhandelskaufmann im damaligen provisorischen Allkauf-Zelt brach er zugunsten seiner Musikkarriere ab.
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Geboren: Gustaf Grefberg wird in Östersund geboren. Gustaf Grefberg ist ein schwedischer Musiker und Komponist von Videospielmusik. Als Mitglied der Amigascene war er bekannt unter dem Namen Lizardking. Er war Mitglied von Alcatraz, The Silents, Razor 1911, The Black Lotus und Triton Productions. Außerdem erfand er die Musikrichtung „Doskpop“, die man unter anderem in seinen Aufnahmen „Doskpop - The Compilation“ und „Memorial Songs 1+2“ hören kann.

Rundfunk, Film & Fernsehen

Rundfunk:
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Der amerikanische Computerhersteller Commodore stellt den ersten Computer der Amiga-Serie vor. Besonders geschätzt werden seine Grafik- und Multimedialeistungen.

Wissenschaft & Technik

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Commodore stellt den Amiga (später in Amiga 1000 umbenannt) im Lincoln Center in New York, USA, vor. Er überbietet an Grafikleistung alles bisher da Gewesene. Mit dabei sind unter anderem der Künstler Andy Warhol und Debbie Harry (Blondie).

Spiel > Entwickelt von Tehkan

1986

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Bomb Jack (Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, Commodore 64, ZX Spectrum) (Tecmo)

Computerspiel

1987

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The Real Ghostbusters (Ghostbusters-Spiele)

Geschichte > Entwicklung des Designs grafischer Benutzeroberflächen

1987

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AmigaOS 1.3 auf einem Amiga 500 (Grafische Benutzeroberfläche)

Spiel > SCUMM Version 2

1989

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Maniac Mansion (Amiga-Version , Atari ST-Version , Enhanced PC-Version ) (Script Creation Utility for Maniac Mansion)

Portierungen

1989

1988

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Atari ST, Amiga (Bomb Jack)

1987

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Amiga (Karate Champ)

Weitere Medien > Computerspiel

1989

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Indiana Jones and the Last Crusade: Das Graphic Adventure (PC, Amiga, Macintosh, Atari ST, FM Towns)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1991

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Trivia: veröffentlichte Flair Software Ltd. außerdem ein Computerspiel mit dem Namen Elvira – The Arcade Game für den Amiga, den Atari ST und den Commodore 64. (Cassandra Peterson)

1990

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Trivia: brachte Accolade ein Computerspiel mit dem Namen Elvira: Mistress of the Dark für Amiga, MS-DOS und den Atari ST heraus. 1991 folgte eine Version für den Commodore 64 von Flair Software Ltd. 1991 wurde der Nachfolger Elvira II: The Jaws of Cerberus veröffentlicht. (Cassandra Peterson)

1988

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Ludografie: Voyage au Centre de la Terre (Amiga, Atari ST, PC, C64) (Éric Chahi)

1988

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Ludografie: Voyage au Centre de la Terre (Amiga, Atari ST, PC, C64) (Eric Chahi)

1987

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Werk: Aber fliegen Liedprogramm und CD für Arno Schmidt, AMIGA (Ed Stuhler)

Musik

1990

Spiele mit Musik von Hippel:
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Dragonflight (Thalion, für Atari ST, Commodore Amiga, MS-DOS) (Jochen Hippel)

Die Strike-Serie

1993

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Jungle Strike (Amiga, Amiga CD32, BlackBerry, DOS, Game Boy, Game Gear, Mega Drive, SNES) (Desert Strike: Return to the Gulf)

Erschienene Titel > Spiele für PC und Konsolen

1995

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– Worms (2D) für Amiga, Game Boy, Atari Jaguar, Macintosh, Sega Mega Drive, PC, PlayStation, Sega Saturn, Super Nintendo (Worms (Spieleserie))

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2004

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Auflösung: Impressions Games war ein britischer Entwickler und Publisher von Computerspielen für Amiga und PC. Impressions Games wurde 1989 von David Lester gegründet. 1995 wurde das Unternehmen von Sierra übernommen. 2004 schloss das inzwischen zu Vivendi gehörende Sierra im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen unter anderem Impressions Games.

2003

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Auflösung: Silmarils war eine französische Softwarefirma. Sie wurde 1987 von Louis-Marie und Andre Rocques, welche schon seit 1983 als unabhängige Softwareentwickler tätig waren, sowie Philippe Plas gegründet, und nach drei bekannten Edelsteinen aus den Erzählungen J.R.R. Tolkiens benannt. Entwickelt wurde hauptsächlich für den PC, den Amiga, den Macintosh und den Atari ST, aber auch für Konsolen. Ursprünglich mit dem Distributor ReadySoft verbunden, für den einige Spiele entwickelt wurden, brach diese Geschäftsverbindung 1996 auseinander, was dazu führte, dass Silmarils ihre Spiele nur noch in Europa auf den Markt brachte.

2000

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Auflösung: Die Kingsoft GmbH wurde 1983 von Fritz Schäfer gegründet und war in den 1980er Jahren eine der bekanntesten deutschen Spielesoftwarefirmen. Neben vielen Spieltiteln für VC-20, C-64 und Amiga war Kingsoft einer der wenigen Hersteller, der auch viele Programme für die Commodore-264-Serie (C16, C116, Plus/4) herausbrachte.

1999

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Auflösung: Die Rainbow Arts Software GmbH war ein 1984 in Gütersloh gegründetes Unternehmen der Computerspielindustrie. Es war sowohl als Entwickler als auch als Publisher tätig und erreichte durch die eigenen C64- und Amiga-Spiele einen hohen Bekanntheitsgrad. Rainbow Arts war zeitweise eines der größten deutschen und europäischen Unternehmen im Bereich der Computerspiele.

1998

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Gründung: Ocean Software (auch Ocean Software Ltd. und manchmal auch Ocean of America, Inc.) war eine der größten Spieleentwickler-Unternehmen in Europa. Das Unternehmen wurde von David Ward und Jon Woods in Manchester gegründet. Ocean stellte Spiele für die unterschiedlichsten Computer-Plattformen her: ZX Spectrum, Commodore 64, Amstrad CPC, Atari ST, Amiga, PC, und Videospiel-Konsolen wie NES und SNES. Ocean wurde im Jahre 1996 von Infogrames aufgekauft.

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