Amtssprache

Die Amtssprache ist die im Sprachenrecht verbindlich geregelte Sprache eines Landes oder Staates, die für die Regierung und alle staatlichen Stellen untereinander und gegenüber den Bürgern gilt. In der Amtssprache werden Verwaltungsakte und Normen verfasst, Auskünfte an Bürger erteilt, Verhandlungen geführt und protokolliert. In ihr müssen auch Schriftsätze vor Gericht und Anträge eingereicht werden.

Innerhalb eines Landes oder eines Gebietes kann es gleichzeitig mehrere Amtssprachen geben. Staaten mit mehreren Amtssprachen gebrauchen oft zur internen Verständigung aus Vereinfachungsgründen eine gesonderte Arbeitssprache. Amtssprachen und Arbeitssprachen sind auch bei internationalen Behörden wie der UNO und dem Europäischen Patentamt verbreitet.

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Sonstige Ereignisse

1994

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Erklärung einer anderen Sprache zur ersten Amtssprache, um der Minderheitengruppe ihre kulturelle Identität zu nehmen; z.? B. im Dritten Reich gegen das Sorbische; gegen das Lettische und Estnische in Lettland und Estland von 1945 bis 1990 durch die Sowjetregierung, gegen das Weißrussische im Zarenreich und in der Sowjetunion bis 1990 und wieder seit (Linguizid)

Tagesgeschehen

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Zchinwali/Südossetien: Bei der Präsidentschaftswahl in dem nur von Russland, Nicaragua, Venezuela und Nauru anerkannten Staat erhält Anatoli Bibilow 25,44 % der abgegebenen Wählerstimmen, während Alla Dschiojewa 25,37 % erhält. Anatoli Bibilow und Alla Dschiojewa werden sich am 27. November einer Stichwahl stellen. Bei einem zeitgleich abgehaltenen Referendum zum Status des Russischen votierte die Mehrheit für den Status als Amtssprache neben dem Ossetischen.

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