Angelsachsen

Die Angelsachsen waren ein germanisches Sammelvolk, das ab dem 5. Jahrhundert Großbritannien allmählich besiedelte und zunehmend beherrschte. Ab der Mitte des 6. Jahrhunderts war die angelsächsische Kultur auf der Insel bereits dominant, da die römisch-keltische Bevölkerung entweder verdrängt oder assimiliert worden war. Als angelsächsische Periode wird die Zeit britischer Geschichte von etwa 450 bis 1066 angesehen, als schließlich die Normannen das Land eroberten.

Das Sammelvolk der Angelsachsen bestand hauptsächlich aus Sachsen und Angeln. Als Verband treten diese Stämme, mit aus Jüten, Friesen und Niederfranken bestehenden Gruppen, ab dem 5. Jahrhundert auf. Die ethnische Entstehung (Ethnogenese) der Angelsachsen war das Ergebnis eines längeren Vorganges der Einwanderung und der Aufnahme von Teilen der keltisch-romanischen Vorbevölkerung Britanniens.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Nicholas Brooks (Historiker) stirbt. Nicholas Peter Brooks war ein britischer Mittelalterhistoriker. Er galt als Autorität für das angelsächsische England.
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Geboren: Nicholas Brooks (Historiker) wird in Virginia Water, Surrey geboren. Nicholas Peter Brooks war ein britischer Mittelalterhistoriker. Er galt als Autorität für das angelsächsische England.
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Geboren: David M. Wilson wird geboren. David Mackenzie Wilson ist ein britischer Mittelalterarchäologe. Er forscht und publiziert besonders zu Kultur der Angelsachsen und zur Wikingerzeit.
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Gestorben: Alfred der Große stirbt. Alfred der Große war ab 871 König der West-Sachsen (Wessex) und ab etwa 886 der Angelsachsen. Er war der jüngste der fünf Söhne des 858 verstorbenen Westsachsenkönigs Æthelwulf und dessen erster Frau Osburga. Seine besondere Bedeutung für die englische Geschichte liegt darin, dass er nach erfolgreicher Abwehr der Wikinger die Grundlagen für eine Vereinigung der angelsächsischen Königreiche unter der Hegemonie von Wessex schuf sowie die altenglische Sprache und Literatur förderte.

848 n. Chr.

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Geboren: Alfred der Große wird oder 849 in Wantage, Oxfordshire geboren. Alfred der Große war ab 871 König der West-Sachsen (Wessex) und ab etwa 886 der Angelsachsen. Er war der jüngste der fünf Söhne des 858 verstorbenen Westsachsenkönigs Æthelwulf und seiner ersten Frau Osburga. Seine besondere Bedeutung für die englische Geschichte liegt darin, dass er nach erfolgreicher Abwehr der Wikinger die Grundlagen für eine Vereinigung der angelsächsischen Königreiche unter der Hegemonie von Wessex schuf sowie die altenglische Sprache und Literatur förderte.

Religion

735 n. Chr.

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York wird offiziell zum zweiten Erzbistum der Angelsachsen neben Canterbury erhoben. Erster Erzbischof von York wird Egbert.

585 n. Chr.

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um 585: Creoda begründet das angelsächsische Königreich Mercia.

Kunst & Kultur

782 n. Chr.

Wissenschaft & Kultur:
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Der angelsächsische Gelehrte Alkuin kommt an den Hof Karls des Großen, wo er Leiter der Hofschule wird. Er kritisiert Karls rigorose Missions- und Herrschaftspolitik in Sachsen. Gemeinsam mit Paulus Diaconus und anderen Gelehrten führt sein Wirken zu einem Aufschwung des Bildungswesens (Karolingische Renaissance).

Ereignisse

527 n. Chr.

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Gründung des Königreiches von Essex nördlich der Themse durch Angelsachsen unter Æscwine

500 n. Chr.

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Um 500: Schlacht von Mons Badonicus, in der den Romano-Briten ein Sieg gegen die Angelsachsen gelingt, deren Vormarsch in Mittelengland bis in die 570er Jahre gestoppt wird. Historizität, genaues Jahr und genauer Ort der Schlacht sind umstritten; am wahrscheinlichsten gelten die 490er Jahre (spätestens 503) sowie die Gegend um Bath; die Angelsachsen dürfte Ælle von Sussex angeführt haben, spätere Quellen assoziieren auf britischer Seite Artus mit der Schlacht.

465 n. Chr.

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(Legendäre) verlustreiche Schlacht von Wippedsfleet, in der die Briten die Angelsachsen nach Thanet zurückdrängen.

450 n. Chr.

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Angeln, Sachsen und Jüten, die auf Bitten Vortigerns nach Britannien gekommen sind, lösen sich von der Oberhoheit der Briten und gründen eigene angelsächsische Königreiche.

Europa

929 n. Chr.

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Otto I. von Sachsen, 17-jähriger Sohn König Heinrichs I. aus zweiter Ehe, wird in der „Quedlinburger Hausordnung“ zum Nachfolger bestimmt. Er heiratet Editha von Wessex, Tochter des angelsächsischen Königs Æthelstan.

777 n. Chr.

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Karl der Große beruft in Paderborn erstmals einen Reichstag auf sächsischem Boden ein. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes Paderborn. Beschlossen wird die Aufteilung Sachsens in Missionssprengel, wobei die Mission unter anderem durch angelsächsische Prediger erfolgen soll. Eine Reihe anwesender Sachsen lassen sich taufen, doch bleibt Herzog Widukind der Versammlung fern; er geht zum dänischen König Sigifrid, um ihn um Unterstützung gegen die Franken zu bitten.

757 n. Chr.

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Nach der Ermordung des Aethelbald wird zunächst kurzzeitig Beornrad neuer König von Mercia, gegen ihn setzt sich aber Offa durch, der zum mächtigsten König der Angelsachsen im 8. Jahrhundert aufsteigt.

664 n. Chr.

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Ereignisse > Europa: Die Synode von Whitby war für die Angelsachsen ein wichtiger Schritt weg von der iroschottischen und hin zur römischen Kirchenordnung. (7. Jahrhundert)

643 n. Chr.

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König Chlodwig II. heiratet die angelsächsische Königstochter Balthilde.

Politik & Weltgeschehen

1013

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König Sven Gabelbart von Dänemark erobert England und ist bis zu seinem Tod am 3. Februar 1014 auch König von England, nachdem der angelsächsische König Æthelred II. in die Normandie geflohen ist.

886 n. Chr.

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Teilung Englands zwischen Angelsachsen und Dänen

808 n. Chr.

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Cyngen ap Cadell wird nach dem Tod seines Vaters Cadell ap Brochfael Herrscher des keltischen Königreichs von Powys im heutigen Wales. Er sieht sich einer permanenten Bedrohung durch das benachbarte angelsächsische Königreich Mercia ausgesetzt.

706 n. Chr.

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Nechton mac Derelei wird König der Pikten; er ist um freundschaftliche Beziehungen zu den Angelsachsen bemüht.

Tagesgeschehen

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Staffordshire/Vereinigtes Königreich: Ein Hobbyarchäologe entdeckt den bisher größten Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen.

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