Anna Stepanowna Politkowskaja

Anna Politkowskaja (2005)
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Anna Stepanowna Politkowskaja (russischАнна Степановна Политковская, wiss. TransliterationAnna Stepanovna Politkovskaja, geborene Мазепа/Masepa; * 30. August 1958 in New York; † 7. Oktober 2006 in Moskau) war eine russisch-amerikanische Reporterin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin. Sie wurde bekannt durch Reportagen und Bücher über den Krieg in Tschetschenien, über Korruption im russischen Verteidigungsministerium und dem Oberkommando der Streitkräfte in Tschetschenien. Großes internationales Aufsehen erregte ihre Ermordung im Oktober 2006 im Treppenhaus vor ihrer Wohnung in Moskau.



Leben




Anna Politkowskaja wurde in New York geboren und besaß ihr Leben lang auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Ihre Eltern waren ukrainischer Abstammung und arbeiteten im diplomatischen Dienst der Sowjetunion bei den Vereinten Nationen. Als 20-jährige Studentin heiratete sie Alexander Politkowski. 1980 schloss sie das Journalismus-Studium an der Moskauer Lomonossow-Universität ab. Von 1982 bis 1993 arbeitete Politkowskaja bei verschiedenen Zeitungen und Verlagen, unter anderem für die sowjetisch/russische Tageszeitung Iswestija und die Zeitschrift Megapolis-Ekspress. Von 1994 bis Mitte 1999 war sie als leitende Redakteurin für Notfall- und Krisensituationen, Kommentatorin und Stellvertretende Chefredakteurin bei der Wochenzeitung Obschtschaja Gaseta tätig.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Anna Stepanowna Politkowskaja stirbt in Moskau. Anna Stepanowna Politkowskaja war eine russisch-amerikanische Reporterin, Autorin und Aktivistin für Menschenrechte. Sie wurde bekannt durch Reportagen und Bücher über den Krieg in Tschetschenien, über Korruption im russischen Verteidigungsministerium und dem Oberkommando der Streitkräfte in Tschetschenien. Großes internationales Aufsehen erregte ihre Ermordung im Oktober 2006 im Treppenhaus vor ihrer Wohnung in Moskau.
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Geboren: Anna Stepanowna Politkowskaja wird in New York geboren. Anna Stepanowna Politkowskaja war eine russisch-amerikanische Reporterin, Autorin und Aktivistin für Menschenrechte. Sie wurde bekannt durch Reportagen und Bücher über den Krieg in Tschetschenien, über Korruption im russischen Verteidigungsministerium und dem Oberkommando der Streitkräfte in Tschetschenien. Großes internationales Aufsehen erregte ihre Ermordung im Oktober 2006 im Treppenhaus vor ihrer Wohnung in Moskau.

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Anna Stepanowna Politkowskaja starb im Alter von 48 Jahren. Anna Stepanowna Politkowskaja wäre heute 58 Jahre alt. Anna Stepanowna Politkowskaja war im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Ehrung:
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Guillermo-Cano-Preis (UNESCO-Preis für Pressefreiheit; postum)

2007

Ehrung:
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Ehrenmitgliedschaft der Erich Maria Remarque-Gesellschaft, Osnabrück (postum)

2007

Ehrung:
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Geschwister-Scholl-Preis (postum)

2004


Spekulationen nach dem Mord > Westliche Medien

2006

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Wer immer die Hintermänner des Mordes an Anna Politkowskaja sind, Wladimir Putin kann sich nicht der Verantwortung für ein politisches Klima entziehen, in dem Gesetze so skrupellos gebrochen werden. Auftragsmorde sind keine Seltenheit. Und jene, die öffentlich Position beziehen, ob nun gegen den Kreml oder gegen die Korruption, müssen um ihr Leben fürchten. Die Londoner Zeitung The Independent am 9. Oktober

2006

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Wenn dieser Mord nach dem üblichen russischen Muster abläuft, wird nie ein Verdächtiger gefunden und kein Mörder wird jemals vor Gericht gebracht werden. (…) Wer auch immer geschossen oder jemanden dafür bezahlt hat, kann schon einen Sieg verzeichnen. Wie die russische und die osteuropäische Geschichte zeigen, müssen nicht Millionen von Menschen getötet werden, um andere einzuschüchtern. Einige ausgewählte Attentate, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, reichen üblicherweise aus. Die Washington Post vom 9. Oktober

2006

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Unnatürliche Todesfälle passieren hier mit alarmierender Regelmäßigkeit, obwohl sorgfältig der Eindruck gepflegt wird, dass Präsident Putin einer Ära der Stabilität des wirtschaftlichen Fortschritts und des wieder auferstehenden Nationalstolzes vorsitzt. Manche sagen auch, gerade deshalb. In a Risky Place to Gather News, a Very Familiar Story New York Times vom 11. Oktober

2006

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Wenn dieser Mord nach dem üblichen russischen Muster abläuft, wird nie ein Verdächtiger gefunden und kein Mörder wird jemals vor Gericht gebracht werden. (...) Wer auch immer geschossen oder jemanden dafür bezahlt hat, kann schon einen Sieg verzeichnen. Wie die russische und die osteuropäische Geschichte zeigen, müssen nicht Millionen von Menschen getötet werden, um andere einzuschüchtern. Einige ausgewählte Attentate, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, reichen üblicherweise aus. Die Washington Post vom 9. Oktober

Tagesgeschehen

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Moskau/Russland: Knapp fünf Jahre nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja nehmen Ermittler mit Dmitri Pawljutschenko einen mutmaßlichen Drahtzieher fest.
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Tschetschenien/Russland: Knapp fünf Jahre nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja nehmen Ermittler den mutmaßlichen Täter Rustam Machmudow fest.
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Moskau/Russland: Im Gerichtsprozess um die Ermordung der regierungskritischen Journalistin Anna Stepanowna Politkowskaja haben die Geschworenen die drei Angeklagten für nicht schuldig an der Beihilfe zum Mord erklärt. Angeklagt waren die tschetschenischen Brüder Ibrahim und Dschabrail Machmudow, deren flüchtiger Bruder Rustam Machmudow der Todesschütze sein soll, und ein russischer Polizist.
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Finnland: In der vom Skispringen bekannten südfinnischen Stadt Lahti findet ein informelles EU-Gipfeltreffen statt. Behandelte Themenkreise sind die zunehmende Einwanderung aus Nordafrika (insbes. nach Spanien und Italien, siehe Bootsflüchtlinge) und die Suche nach einer gemeinsamen Energiepolitik. Auf Initiative der finnischen Präsidentin trifft abends auch Russlands Präsident Putin den Kreis der EU-Politiker. Dabei wird neben einer Erdöl- und Erdgas-Garantie auch die Menschenrechtslage in Russland, der Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja und der Konflikt Russland-Georgien angesprochen. Die heikle Lage bezeichnet Luxemburgs Jean-Claude Juncker treffsicher als „Partnerschaft der organisierten Rücksichtnahme“.
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Moskau/Russland. Auf die bekannte russische Journalistin Anna Politkowskaja ist ein Giftattentat verübt worden. Die Tschetschenien-Korrespondentin der oppositionellen Tageszeitung Nowaja Gazeta wurde gestern mit schweren Vergiftungen in ein Moskauer Krankenhaus eingeliefert. Ein Zusammenhang mit ihrer kritischen Auslandsmeldungen über Tschetschenien und dem Geiseldrama von Beslan wird nicht ausgeschlossen.

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