Annie Girardot

Annie Girardot, 2005
Bild: Georges Biard

Annie Suzanne Girardot (* 25. Oktober 1931 in Paris; † 28. Februar 2011 ebenda) war eine französische Schauspielerin.



Leben




Annie Girardot wurde als Tochter einer Hebamme geboren. Ihren Vater lernte sie nie kennen, er war mit einer anderen Frau verheiratet und starb, als Girardot zwei Jahre alt war. Bedingt durch den Beruf der Mutter wuchs Girardot in der Normandie auf, wo sie das Gymnasium in Caen besuchte. Anschließend absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester, später nahm sie in Paris an Schauspielkursen teil. 1949 debütierte sie als Dorine in Tartuffe auf der Bühne. 1950 begann sie ein Schauspielstudium am Pariser Conservatoire national supérieur d’art dramatique, das sie 1954 mit Auszeichnung abschloss. Daraufhin erschien sie als Theaterschauspielerin an der Comédie-Française, wo sie in Jean Cocteaus Stück La machine à écrire als „das schönste dramatische Theatertalent der Nachkriegszeit“ gefeiert wurde. Sie verließ das Pariser Nationaltheater 1957, trat kurz als Kabarettistin in Erscheinung und wandte sich dem Kino zu.Girardot gab ihr Filmdebüt 1956 in Treize à table. Insgesamt wirkte sie in fast 150 Film- und Fernsehproduktionen mit, wobei sie als Charakterdarstellerin vornehmlich in tragischen Schicksalsrollen besetzt wurde. Ihren ersten größeren Auftritt hatte sie 1960 in dem Visconti-Drama Rocco und seine Brüder als Prostituierte an der Seite von Alain Delon. Sie spielte unter anderem in Lebe das Leben (1967, mit Yves Montand), Dillinger ist tot (1969, mit Michel Piccoli), Der Mann, der mir gefällt (1969, mit Jean-Paul Belmondo). Ein Kinokassenerfolg war André CayattesAus Liebe sterben (1971), in dem Girardot eine geschiedene Gymnasiallehrerin spielte, die sich in einen minderjährigen Schüler verliebt. Es folgten Kerzenlicht (1972, mit Claude Jade), Die Ohrfeige (1974, mit Isabelle Adjani); 1985 und 1995 folgten noch zwei Filmdramen von Claude Lelouch, Weggehen und wiederkommen (mit Jean-Louis Trintignant und Michel Piccoli) sowie Les Misérables (mit Jean-Paul Belmondo). In einem Porträt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 2001 wurde sie als „begnadete Verwandlungskünstlerin“ charakterisiert....

mehr zu "Annie Girardot" in der Wikipedia: Annie Girardot

Bücher > von Annie Girardot

1989

thumbnail
veröffentlichte sie ihre Memoiren mit dem Titel Vivre d’aimer (deutsch? Leben um zu lieben) - in Anlehnung an den 1971 gedrehten Film Mourir d’aimer.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2002

Ehrung:
thumbnail
César als beste Nebendarstellerin für Die Klavierspielerin

2002

Ehrung:
thumbnail
Molière als beste Hauptdarstellerin für Madame Marguerite

1996

Ehrung:
thumbnail
César als beste Nebendarstellerin für Les Misérables

1977

Ehrung:
thumbnail
César als beste Hauptdarstellerin für Dr. med. Françoise Gailland

1977

Ehrung:
thumbnail
David di Donatello als beste ausländische Darstellerin für Lauf mir nach, daß ich Dich fange

Geboren & Gestorben

Gestorben:
thumbnail
Annie Girardot stirbt in Paris. Annie Suzanne Girardot war eine französische Schauspielerin.
Geboren:
thumbnail
Annie Girardot wird in Paris geboren. Annie Suzanne Girardot war eine französische Schauspielerin.

thumbnail
Annie Girardot starb im Alter von 79 Jahren. Annie Girardot wäre heute 85 Jahre alt. Annie Girardot war im Sternzeichen Skorpion geboren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2006

thumbnail
Film: Le Temps des porte-plumes – Regie: Daniel Duval

2006

thumbnail
Film: Christian – Regie: Elisabeth Löchen

2005

thumbnail
Film: Zwei ungleiche Freunde (Je préfère qu’on reste amis…) – Regie: Eric Tolédano und Olivier Nakache

2005

thumbnail
Film: Caché (dt. „dahinterliegend“, verdeckt) ist ein Spielfilm des österreichischen Regisseurs Michael Haneke aus dem Jahr 2005. Der Thriller basiert auf einem Original-Drehbuch Hanekes und wurde von den Filmstudios Les Films du Losange und Wega Film produziert. Am 18. November 2005 lief Caché in Österreich an. Am 26. Januar 2006 folgte der Filmstart in Deutschland.

Stab:
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Produktion: Margaret Ménégoz, Veit Heiduschka
Kamera: Christian Berger
Schnitt: Michael Hudecek, Nadine Muse

Besetzung: Daniel Auteuil, Juliette Binoche, Maurice Bénichou, Annie Girardot, Lester Makedonsky, Bernard Le Coq, Walid Afkir, Daniel Duval, Aïssa Maïga

2004

thumbnail
Film: Stimme des Elefanten (La Prophétie des grenouilles) – Regie: Jacques-Rémy Girerd

"Annie Girardot" in den Nachrichten