Antiochia am Orontes

Antiochia am Orontes oder Antiochien (altgriechischἈντιόχεια ἡ ἐπὶ ὈρόντουAntiócheia hē epì Oróntou, auch Ἀντιόχεια ἡ ΜεγάληAntiócheia hē Megálē, ‚Antiocheia die Große‘; lateinischAntiochia ad Orontem) war eine Stadt im antiken Syrien (heute Antakya in der Türkei). Sie ist der bekannteste und mit Abstand bedeutendste mehrerer antiker Orte dieses Namens, die von verschiedenen Königen der Seleukidendynastie gegründet wurden. In römischer Zeit war sie neben dem ägyptischen Alexandria und (später) Konstantinopel eine der größten und bedeutendsten Städte im östlichen Mittelmeerraum.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Ignatius Ephrem II. Karim wird in Kamichlié, Syrien geboren. Moran Mor Ignatius Ephrem II. Karim ist der Metropolit und Patriarchalvikar der Syrisch-Orthodoxen Erzdiözese im Osten der Vereinigten Staaten und seit dem 31. März 2014 der 123. „Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient“ der Syrisch-Orthodoxen Kirche.

1962

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Geboren: Ezhar Cezairli wird in Antakya, Antiochia geboren. Ezhar Cezairli ist eine deutsch-türkische Zahnärztin, Kulturaktivistin und ist als Vertreterin der säkularen Muslime Mitglied der Deutschen Islamkonferenz sowie Kommunalpolitikerin der CDU in Frankfurt am Main. Sie ist Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Klubs Frankfurt e. V. und Mitbegründerin der „Frankfurter Initiative progressiver Frauen“.

1233

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Gestorben: 000März: Bohemund IV., Fürst von Antiochia
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Gestorben: Gottfried von Spitzenberg stirbt in Antiochia. Gottfried I. von Spitzenberg war enger Vertrauter des Staufenkaisers Friedrich I. (Barbarossa) und Bischof von Regensburg und Würzburg.

370 n. Chr.

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Gestorben: Valentinianus Galates stirbt oder 372 in Caesarea, Kappadokien, oder Antiochia. Flavius Valentinianus Galates war der Sohn des römischen Kaisers Valens und dessen Frau Albia Domnica. Er hatte zwei ältere Schwestern namens Anastasia und Carusa.

Europa

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Östliches Mittelmeer: Antiochos III. erleidet in der Schlacht von Raphia eine vernichtende Niederlage gegen die Ägypter unter Ptolemaios IV. Damit wird sein Angriff auf Ägypten abgewehrt, wenig später beenden beide Parteien den Vierten Syrischen Krieg durch den Friedensschluss von Antiochia, wobei weitgehend der Besitzstand zu Beginn des Krieges wiederhergestellt wird.

219 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Frühjahr: Nachdem Antiochos III. seine innenpolitischen Probleme gelöst hat, wird er im Vierten Syrischen Krieg gegen Ägypten offensiv. Ihm gelingt die Einnahme des seit dem letzten Syrischen Krieg in ägyptischer Hand befindlichen Hafens von Antiochia, Seleukia in Piera. Theodotos, ägyptischer Statthalter in Koile-Syrien, läuft zu Antiochos über, dem er seine Provinz übergibt. Auch Tyros und Ptolemais (Akkon) öffnen Antiochos die Tore. Nach der Gewinnung Palästinas willigt Antiochos in einen viermonatigen Waffenstillstand mit Ägypten ein.

246 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Antiochos II. bricht das im Friedensvertrag mit Ägypten 253 v. Chr. geschlossene Ehebündnis mit der ägyptischen Königstochter Berenike der Jüngeren und kehrt zu seiner ersten Frau Laodike zurück. Als Antiochos im selben Jahr (im August) stirbt (möglicherweise von Laodike vergiftet), erklärt Laodike ihren 19-jährigen Sohn Seleukos II. zum neuen König des Seleukidenreiches, gegen die Ansprüche des Sohnes der Berenike. Dies wird zum Anlass für den Dritten Syrischen Krieg zwischen dem Seleukidenreich und Ägypten. Der ägyptische König Ptolemaios III. landet in Antiochia in Syrien und gewinnt auch die Küste Kilikiens; seine Truppen stoßen bis ins Zweistromland vor. Berenike die Jüngere wird von ihm ermordet aufgefunden.

301 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer & Naher Osten: Seleukos I. gründet im neuerworbenen Syrien die Stadt Antiochia, die bald Seleukia als wichtigste Stadt des Seleukidenreiches ablöst.

Ereignisse

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Elagabal schlägt Macrinus in einer Schlacht bei Antiochia am Orontes.

163 n. Chr.

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Lucius Verus schlägt während des von ihm geführten Krieges gegen die Parther seinen Hof in Antiochia am Orontes auf.

Politik & Weltgeschehen

362 n. Chr.

Politik, Religion & Weltgeschehen:
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Niederbrennung des Apollotempels zu Daphne bis auf die Grundmauern im Rahmen der mit Julians Religionspolitik zusammenhängenden Konflikte

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der römische Kaiser Julian bricht von Antiochia zum Feldzug gegen die Sassaniden auf.

Antike

272 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Sommer: Durch seine Siege im Norden bestärkt, wendet sich Aurelian den abtrünnigen Provinzen im Süden zu, wo Zenobia die faktische Herrscherin über Ägypten, Syria und Asia ist. Durch den Angriff wird Zenobia gezwungen, ihren Sohn Vaballathus endgültig zum Gegenkaiser auszurufen. Zenobias Armee wird bei Antiochia am Orontes geschlagen. Die Usurpatoren müssen nach Emesa fliehen.

257 n. Chr.

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Römisches Reich: Kaiser Valerian gelingt es, die Stadt Antiochia am Orontes von den Sassaniden zurückzuerobern und die Kontrolle über die Provinz Syria zurückzuerlangen.

253 n. Chr.

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Römisches Reich: Der König des Sassanidenreichs, Schapur I., beendet seinen Feldzug gegen Rom mit der Eroberung der Stadt Antiochia am Orontes in der Provinz Syria. Aus Schapurs Sicht wichtiger ist aber seine nun unbestrittene Herrschaft über Mesopotamien und Armenien.

249 n. Chr.

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Römisches Reich: Der Bruder von Philippus Arabs, Priscus, ernennt sich in Antiochia in der römischen Provinz Syria (Syrien) zum Gegenkaiser.

10 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Römisches Reich: Oktober: Der Feldherr C. Iulius Caesar Germanicus erkrankt in Antiochia am Orontes und verstirbt kurz darauf. Der Legat der Provinz Syria, Gnaeus Calpurnius Piso, mit dem Germanicus im Streit lag, wird daraufhin angeklagt, den Feldherrn vergiftet zu haben. (19)

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Antiochia wird von einem schweren Erdbeben erschüttert.
Katastrophen:
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Antiochia am Orontes wird durch ein Erdbeben zerstört.

69 v. Chr.

Katastrophen:
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Verheerendes Erdbeben in Antiochia.

Religion

744 n. Chr.

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Theophylakt wird Nachfolger des Stephan IV. als Patriarch von Antiochia.

742 n. Chr.

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Nach vierzig Jahren Sedisvakanz wird mit Stephan wieder ein orthodoxer Patriarch in Antiochia bestimmt; auch der Umayyaden-Kalif Hischam ibn Abd al-Malik war an der Entscheidung beteiligt.

378 n. Chr.

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In Antiochia findet eine Synode statt.

273 n. Chr.

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Timaios von Antiochia wird Nachfolger von Domnus I. als Bischof von Antiochia.

264 n. Chr.

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Konzil von Antiochia: In Antiochia am Orontes, Provinz Syria findet ein christliches Konzil statt. Diskutiert wird besonders die Meinung des antiochischen Bischofs Paul von Samosata, der die Meinung vertritt, Jesus von Nazaret sei ein normaler Mensch gewesen und keine Erscheinungsform Gottes.

Kunst & Kultur

751 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Theodor wird Nachfolger des Theophylakt als Patriarch von Antiochia.

Asien

1084

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Seldschukische Türken erobern Antiochia von den Byzantinern.

611 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Die Sassaniden erobern erneut Antiochia.

540 n. Chr.

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Erneuter Ausbruch von Kampfhandlungen zwischen dem Sassanidenreich unter Chosrau I. und dem Oströmischen Reich unter Justinian I. im April: Die Perser brechen den erst 532 geschlossenen Ewigen Frieden. Der Krieg dauert bis 561/562. Die Sassaniden greifen dabei (vergeblich) die wichtige Festung Dara an und erobern unter anderem das 526 und 539 von Erdbeben heimgesuchte Antiochia, die wichtigste Metropole des römischen Orients.

Byzantinisches Reich

969 n. Chr.

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Antiochia am Orontes (heute: Antakya) wird durch den byzantinischen General Michael Bourtzes von den Arabern zurückerobert.

Kreuzzüge

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Eroberung Antiochias durch das Heer des ersten Kreuzzugs (vergleiche auch: Belagerung Antiochias)

Kreuzfahrerstaaten

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Antiochia wird von den Mamluken unter Baibars I. erstürmt und zerstört (siehe Belagerung von Antiochia (1268)), Ende des Fürstentums Antiochia.

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