Antisemitismus (bis 1945)

Der Antisemitismus ist eine mit Nationalismus, Sozialdarwinismus und Rassismus begründete Judenfeindlichkeit, die seit etwa 1800 in Europa auftritt. Für den Nationalsozialismus war der Rassenantisemitismus zentral und führte im vom Deutschen Reich besetzten Europa bis 1945 zum Holocaust.

Zu seinen Voraussetzungen gehören der Antijudaismus in der Christentumsgeschichte, zu seinen Wirkungen der Antisemitismus nach 1945. Dieser ist zwar keine gesamtstaatliche Ideologie mehr, aber seine Stereotype und Vorurteilsstrukturen bestehen in vielen Ländern und vielfältiger Form fort. Die internationale Antisemitismusforschung widmet sich seit 1945 der Erklärung des Phänomens.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Fritz Hippler stirbt in Berchtesgaden. Fritz Hippler war ein nationalsozialistischer deutscher Filmpolitiker. Hippler produzierte u. a. den antisemitischen Hetzfilm Der ewige Jude.
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Gestorben: Léon Poliakov stirbt in Orsay. Léon Poliakov war ein französischer Historiker. Schwerpunkte seiner Forschung waren Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und der Holocaust. Bis zu seiner Emeritierung war er Doktor der Philosophie an der Sorbonne sowie Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris.

1994

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Gestorben: Lil Picard stirbt in New York. Lil Picard war eine deutsch – amerikanische Schauspielerin und Journalistin, verheiratet bis 1926 mit Fritz Picard, ab 1935 mit dem Bankier Hans Felix Jüdell. Das Paar emigrierte 1936 wegen des in Deutschland zunehmenden Antisemitismus nach New York. Dort war Lil Picard als Malerin, Bildhauerin, Kunstkritikerin, Fotografin, Performance- und Happeningkünstlerin erfolgreich.
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Gestorben: Alfred Toepfer stirbt in Hamburg. Alfred Carl Toepfer war ein deutscher Unternehmer, Inhaber des Unternehmens Toepfer International, nach dem Zweiten Weltkrieg eines der führenden international tätigen internationalen Getreidehandelunternehmens und Stifter der Alfred Toepfer Stiftung F.?V.?S. Posthum wurde 1995 der niedersächsische Landesbetrieb Norddeutsche Naturschutzakademie nach ihm in Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz umbenannt. Während Toepfers eigene Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute umstritten ist und eine befürwortende Einstellung Toepfers zum Antisemitismus und anderen zentralen Elementen des Nationalsozialismus in den Untersuchungen einer einschlägigen Historikerkommission zurückgewiesen wird, wird seine Personalpolitik nach dem Krieg, die zur Beschäftigung ehemaliger in den Holocaust und Kriegsverbrechen aktiv involvierter Nationalsozialisten führte, einhellig kritisiert.
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Gestorben: Horia Sima stirbt in Madrid, Spanien. Horia Sima war seit 1938 der Führer der faschistischen und antisemitischenEisernen Garde in Rumänien. Von Juli bis September 1940 war er Minister für Kultur und Kulte in der Regierung unter Ion Gigurtu. Nach der erzwungenen Abdankung von König Carol II. errichtete Sima gemeinsam mit General Ion Antonescu die Diktatur des sogenannten „Nationallegionären Staates“, in der Sima von September 1940 bis Januar 1941 als Vizepremier fungierte.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Pogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen. (9. November)
Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Der Pogrom von Kischinew beginnt. Der antisemitische Aufstand hält auch noch am nächsten Tag die Hauptstadt Moldawiens in Atem. Am Ende werden 45 Tote gezählt und große Sachschäden bilanziert. (19. April)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1989

Veröffentlichungen:
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Antisemitismus. Von religiöser Judenfeindschaft zur Rassenideologie. (Hrsg. mit Günter Brakelmann), Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen (Martin Rosowski)

1950

Werk:
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Antisemitism and emotional disorder. Mit Marie Jahoda. New York (Nathan Ackerman)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1941

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Film: …reitet für Deutschland ist ein 1940/41 gedrehtes Sportlerdrama mit nationalistischen, antidemokratischen und antisemitischen Untertönen. Mit der Hauptrolle des Rittmeisters von Brenken spielte Willy Birgel die bekannteste Rolle seiner gesamten Filmkarriere. Der Film wurde am 11. April 1941 in Hannover uraufgeführt. Die Berliner Erstaufführung fand am 30. Mai 1941 statt. Der Film wurde für die Jugend freigegeben.

Stab:
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch: Fritz Reck-Malleczewen, Richard Riedel, Josef Maria Frank
Produktion: Herstellungsgruppe Richard Riedel
Musik: Alois Melichar
Kamera: Werner Krien
Schnitt: Kurt Hampp

Besetzung: Willy Birgel, Gertrud Eysoldt, Gerhild Weber, Herbert A. E. Böhme, Willi Rose, Hans Zesch-Ballot, Paul Dahlke, Rudolf Schündler, Walter Werner, Herbert Hübner, Walter Lieck, Ewald Wenck, Armin Schweizer, Gerhard Dammann, Hans Quest, Peter Elsholtz, Karl Kahlmann, Marianne Stanior, Wolfgang Staudte, Klaus Pohl, Karl Swinburne, Angelo Ferrari, Leopold von Ledebur, Jaspar von Oertzen, Hellmuth Passarge, Ruth Lommel, Ernst Rotmund, Paul Rehkopf, Anton Pointner

1940

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Film: Jud Süß ist ein antisemitischer, nationalsozialistischer Spielfilm von Veit Harlan aus dem Jahr 1940. Das von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene und als Propagandafilm konzipierte Werk ist an die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698–1738) angelehnt, entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen.

Stab:
Regie: Veit Harlan
Drehbuch: Veit Harlan und Eberhard Wolfgang Möller nach Ludwig Metzger
Produktion: Otto Lehmann
Musik: Wolfgang Zeller
Kamera: Bruno Mondi
Schnitt: Friedrich Karl von Puttkamer, Wolfgang Schleif

Besetzung: Ferdinand Marian, Werner Krauß, Heinrich George, Kristina Söderbaum, Eugen Klöpfer, Hilde von Stolz, Malte Jaeger, Albert Florath, Theodor Loos, Walter Werner, Jakob Tiedtke, Erna Morena, Else Elster, Willy Kaiser-Heyl, Wilhelm Egger-Sell, Eduard Wenck, Käte Jöken-König, Emil Heß, Ursula Deinert, Erich Dunskus, Heinrich Schroth, Bernhard Goetzke, Horst Lommer, Wolfgang Staudte, Valy Arnheim, Franz Arzdorf, Reinhold Bernt, Lewis Brody, Franz Klebusch, Paul Mederow, Hans Meyer-Hanno, Hellmuth Passarge, Josef Peterhans, Arthur Reinhardt, Ernst Stimmel, Walter Tarrach, Otz Tollen, Hans Waschatko, Otto Hunte, Karl Vollbrecht, Alfred Braun

1940

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Film: Der ewige Jude ist ein antisemitischernationalsozialistischer Propagandafilm, mithin „der aggressivste antisemitische Propagandafilm aus der NS-Zeit“. Der Film kam nach dem ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs Ende November 1940 in die deutschen Kinos. Er wurde unter der Regie von Fritz Hippler gedreht und von der Reichspropagandaleitung der NSDAP herausgebracht. Hitler und Goebbels nahmen starken Einfluss auf seine Form und seinen Inhalt. Mit diesem Film sollte die deutsche Öffentlichkeit auf die geplante „Endlösung der Judenfrage“ eingestimmt werden.

Stab:
Regie: Fritz Hippler
Drehbuch: Eberhard Taubert
Produktion: Deutsche Filmherstellungs- und Verwertungs GmbH (DFG) für die Reichspropaganda-
leitung der NSDAP
Musik: Franz R. Friedl
Kamera: Albert Endrejat, Anton Hafner,
Robert Hartmann, Friedrich-Carl Heere, Heinz Kluth, Erich Stoll, Heinz Winterfeld, Svend Noldan (nicht im Abspann, auch für Trick und Karten)
Schnitt: Hans Dieter Schiller, Albert Baumeister

1940

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Film: Die Rothschilds ist ein antisemitischer und antibritischer deutscher Propaganda-Spielfilm von Erich Waschneck aus dem Jahr 1940. Der Film entstand nach der Idee von Mirko Jelusich und befasst sich in antisemitischer Weise mit dem Aufstieg der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild. Er gehört neben dem Spielfilm Jud Süß und dem Pseudo-Dokumentarfilm Der ewige Jude zu den 1940 in Deutschland uraufgeführten Filmen, die die deutsche Bevölkerung auf härtere Maßnahmen gegen die Juden vorbereiten sollten und die Juden nicht mehr, wie bis dahin gemäß nationalsozialistischer Filmpolitik üblich, als komische Figuren, sondern als gefährliche Untermenschen darstellen.

Stab:
Regie: Erich Waschneck
Drehbuch: C. M. Köhn Gerhard T. Buchholz
Produktion: Ufa, Berlin -Herstellungsgruppe C. M. Köhn
Musik: Johannes Müller
Kamera: Robert Baberske
Schnitt: Walter Wischniewsky

Besetzung: Erich Ponto, Carl Kuhlmann, Albert Lippert, Hans Stiebner, Herbert Hübner, Hilde Weissner, Hans Leibelt, Bernhard Minetti, Herbert Wilk, Albert Florath, Waldemar Leitgeb, Walter Franck, Gisela Uhlen, Hubert von Meyerinck, Michael Bohnen, Ursula Deinert, Theo Shall

1939

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Film: Robert und Bertram ist eine deutsche Komödie und ein antisemitischerPropagandafilm des Regisseurs Hans H. Zerlett aus dem Jahr 1939.

Stab:
Regie: Hans H. Zerlett
Drehbuch: Hans H. Zerlett
Produktion: Tobis-Filmkunst GmbH Helmut Schreiber (Leitung)
Musik: Leo Leux
Kamera: Friedl Behn-Grund
Schnitt: Ella Ensink

Besetzung: Rudi Godden, Kurt Seifert, Carla Rust, Fritz Kampers, Heinz Schorlemmer, Herbert Hübner, Tatjana Sais, Ursula Deinert, Robert Dorsay, Erwin Biegel, Hans Stiebner, Arthur Schröder, Willi Schur, Eva Tinschmann, Inge van der Straaten, Friedrich Beug, Peter Bosse, Fred Goebel, Harry Gondi, Aribert Grimmer, Otto F. Henning, Fritz Hoopts, Kurt Keller-Nebri, Franz Kossak, Gustl Kreusch, Walter Lieck, Alfred Maack, Manfred Meurer, Armin Münch, Lucie Polzin, F. W. Schröder-Schrom, Rudolf Schündler, Gerhard Dammann, Claire Glib, Kurt Mikulski, Gerti Ober, Egon Stief, Auguste Wanner-Kirsch, Kurt Zehe

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