Aquileia

Aquileia (furlanisch Aquilee, deutsch Aquileja oder Agley oder Aglar(n), slowenisch Oglej) ist eine Stadt mit 3322 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Udine. Die Stadt liegt am Fluss Natissa im heutigen Friaul (nördliches Italien). Sie war eine große Stadt des römischen Reiches. Reste der römischen Stadt sind im Freigelände und in zwei Museen zu besichtigen, allerdings wurde der größte Teil archäologisch noch nicht gesichtet (Stand 2017). In der mittelalterlichen Kathedrale befindet sich das bedeutendste frühchristliche Fußbodenmosaik Italiens vom Anfang des 4. Jahrhunderts.

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Europa

920 n. Chr.

Mitteleuropa:
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Fürst Tarhos in Ungarn, Sohn des vormaligen Großfürsten Árpád, fällt mit Reiterhorden in Italien ein. Er stößt über Aquileja bis Verona und Brescia vor.

606 n. Chr.

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Aquileia wird zum Patriarchat erhoben.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Paride Tumburus wird. März 1939 in Aquileia. Paride Tumburus war ein italienischer Fußballspieler und späterer -trainer.
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Geboren: Luigi Delneri wird in Aquileia geboren. Luigi Delneri ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und heutiger -trainer.
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Geboren: Pietro Blaserna wird in Fiumicello nahe Aquileja geboren. Pietro Blaserna war ein italienischer Physiker und Mathematiker.
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Geboren: Joseph Eduard d’Alton wird in Aquileia geboren. Joseph Wilhelm Eduard d’Alton war ein Anatom, Archäologe, Kupferstecher und Kunstkritiker.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

85 n. Chr.

Stadtgründung:
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um 85 Heidenheim an der Brenz, gegründet als römisches Kastell Aquileia

Ereignisse

341 n. Chr.

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Aquileia wird für einige Jahrhunderte Bischofssitz.

181 v. Chr.

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Die Histrier greifen die römische Kolonie Aquileia an und werden zurückgeschlagen.

Religion

796 n. Chr.

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Eine Bischofskonferenz legt als Grenzlinie für die Diözesen von Salzburg und Aquileia im Gebiet der von den Franken im Rahmen der Awarenfeldzüge unterworfenen Slowenen die Drau fest.

698 n. Chr.

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Auf einer Synode in Aquileia beschließen die Bischöfe der Diözese Aquileia das Ende des Dreikapitel-Schismas und unterstellen sich wieder dem Patriarchat Roms, was durch eine Versöhnungssynode in Pavia bekräftigt wird.

Antike

408 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Westgoten fallen unter Alarich in Italien ein und erpressen Lösegeld. Als der weströmische Kaiser Honorius ihnen Wohnsitze im Noricum verweigert, belagern sie Rom und erzwingen die Erhebung des Stadtpräfekten Attalus zum weströmischen Kaiser. In der Folge belagert Alarich auch noch Ravenna, wohin sich Kaiser Honorius zurückgezogen hat. Zugleich erhalten die Goten zusätzliche Verstärkung durch Truppen unter Alarichs Schwager Athaulf, der im selben Jahr den Pass im Birnbaumer Wald bei Aquileia überquert.

270 n. Chr.

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Römisches Reich: April: Kaiser Quintillus, der sich in Aquileia verschanzt hat, gelingt es, die kaiserlichen Truppen unter Aurelian zu schlagen. Quintillus stirbt in Aquileia unter ungeklärten Umständen. Aurelian lässt sich daraufhin vom römischen Senat als Kaiser bestätigen. Später bestimmt er Claudius’ Todestag zum ersten Tag seiner Regentschaft und stellt Quintillus somit als Gegenkaiser dar.

Politik & Weltgeschehen

452 n. Chr.

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Attila, König der Hunnen und Führer einer umfassenden Stammeskoalition, führt nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451) bereits im folgenden Jahr eine riesige Armee nach Italien; Aquileia wird zerstört, Padua, Bergamo, Brescia, Novara, Mailand und Pavia werden erobert, Kaiser Valentinian III. flieht aus seiner Residenz Ravenna nach Rom. Zwar wird Attila von Papst Leo dem Grossen ohne einen Schwertstreich davon abgebracht, Rom zu attackieren, aber trotzdem wird angenommen, dass er bei seinem Durchmarsch große Flüchtlingsströme in Gang brachte. Der Überlieferung nach ist auch die Gründung Venedigs auf den Hunnensturm zurückzuführen, vor dem man sich in die Lagunen flüchtete.

170 n. Chr.

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Während des ersten Markomannenkriegs belagern die Markomannen und Quaden die Stadt Aquileia und zerstören das benachbarte Opitergium vollständig.

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