Archipel

Der Archipel der Kapverdischen Inseln
Bild:
Lizenz: PD NASA

Ein Archipel [arçiˈpeːl] ist eine Region, die aus einer Inselgruppe und den Gewässern zwischen den Inseln besteht.

Im Seerecht haben auf Archipelen begrenzte Staaten die besondere Möglichkeit, ihre Souveränität auf die gesamten Gewässer zwischen denjenigen ihrer Inseln auszudehnen, die nicht weiter als rund 100 Seemeilen auseinanderliegen. Ihre Souveränität erstreckt sich dann auf die Inseln und die Archipelgewässer. Der Archipelstaat mit den meisten Inseln, 17.508, ist Indonesien.



Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff stammt von dem griechischen ἀρχιπέλαγος und setzt sich zusammen aus den Teilen archi- (ἄρχι- = „Haupt-“) und pélagos (πέλαγος – „Meer“). Im Italienischen wurde Arcipelago – hierin offenbar einer antiken Tradition folgend – als Eigenname zunächst synonym für das Ägäische Meer verwendet (auch Egeopelago, mittellateinisch Egeopelagus, dieses aus altgriechisch Αἰγαῖον πέλαγος Aigaion pelagos). Später verschob sich die Bedeutung von Arcipelago zu den Inseln, die in der Ägäis sehr zahlreich sind, und in der weiteren Entwicklung wurde der Eigenname schließlich mit der Bedeutung Inselmeer oder Inselgruppe in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen.

Das italienische Präfix arci- bzw. archi- wurde über das Lateinische aus dem griechischen archi- (altgriechisch ἄρχι- ‚Haupt-‘) entlehnt (vgl. dt. Erz-). Lateinisch pelagus, aus griechisch pelagos πέλαγος, bedeutet ‚Meer‘.

Im 13. bis 16. Jahrhundert waren die Kykladen vor Athen ein Herzogtum italienischer Fürsten, das Herzogtum Archipelagos.



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abTeil IV Archipelstaaten. In: Seerechtsbereinkommen der Vereinten Nationen. Schweizerische Eidgenossenschaft. Abgerufen am 21.April 2014.
  2. ?Allgemeine Landesinformationen: Indonesien. Deutsches Zentrum fr Luft- und Raumfahrt, Verein Deutscher Ingenieure. Abgerufen am 21.April 2014.
  3. ?Duden, Das groe Fremdwrterbuch. Mannheim u. a. 1994, ISBN 3-411-04161-7, S. 133.
  4. ?Ernest Klein: A Comprehensive Etymological Dictionary of the English Language. Amsterdam u. a. 1966, S. 102.
  5. ?Ottorino Pianigiani: Vocabolario etimologico della lingua italiana. Albrighi, Segati e C., Rom 1907.
  6. ?The American Heritage Dictionary of the English Language, Boston, Mass. u. a. (Houghton Mifflin) ISBN 9780618701728

Der Archipel der Kapverdischen InselnBild: Lizenz: PD NASA
Bild:
Lizenz: PD NASA

Ein Archipel [arçiˈpeːl] ist eine Region, die aus einer Inselgruppe und den Gewässern zwischen den Inseln besteht.

Im Seerecht haben auf Archipelen begrenzte Staaten die besondere Möglichkeit, ihre Souveränität auf die gesamten Gewässer zwischen denjenigen ihrer Inseln auszudehnen, die nicht weiter als rund 100 Seemeilen auseinanderliegen. Ihre Souveränität erstreckt sich dann auf die Inseln und die Archipelgewässer. Der Archipelstaat mit den meisten Inseln, 17.508, ist Indonesien.

mehr zu "Archipel" in der Wikipedia: Archipel

Geschichte

1833

thumbnail
Die Briten besetzen das gesamte Archipel. (Ostfalkland)

Geboren & Gestorben

thumbnail
Geboren: Petra Deimer wird in Göttingen geboren. Petra Deimer ist eine deutsche Meeresbiologin, die sich seit Mitte der siebziger Jahre aktiv für den Schutz der Meeressäuger einsetzt. Aufgrund ihrer Initiative wurde der Archipel um Madeira zur Schutzzone für Meeressäugetiere erklärt und der Walfang vor Madeira mit der Zeit eingestellt. Außerdem trug sie maßgeblich zum Zustandekommen des Washingtoner Artenschutzabkommens bei, das den Handel mit Produkten des Pott-, Finn- und Seiwals verbot. Sie ist Vorsitzende der „Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere“.

"Archipel" in den Nachrichten