Architekt

Architekt am Reißbrett, 1970
Bild: Gahlbeck, Friedrich

Der Architekt (griechischἀρχιτέκτωνarchitékton, deutsch‚Oberster Handwerker‘, ‚Baukünstler‘, ‚Baumeister‘, aus ἀρχήarché, deutsch‚Anfang‘, ‚Ursprung‘, ‚Grundlage‘, ‚das Erste‘ und τέχνηtéchne, deutsch‚Kunst‘, ‚Handwerk‘) befasst sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung und Errichtung oder Änderung von Gebäuden und Bauwerken vorwiegend des Hochbaues. Seine Kernkompetenz ist das über das Bauen hinausgehende Schaffen von Architektur.



Geschichte




Der Beruf des Architekten ist traditionell generalistisch angelegt: die Baumeister vergangener Zeiten erstellten in Personalunion den Entwurf und die Statik und beaufsichtigen den Bauablauf. Je nach Epoche kamen sie aus ganz verschiedenen Klassen und Berufszweigen, zum Beispiel waren sie im Römischen Reich meistens Militäringenieure (vgl. Vitruv), im Frühmittelalter oft Kleriker, im Spätmittelalter aus dem Handwerk, in der Renaissance Künstler, Bildhauer oder Wissenschaftler.Die aus dem Steinmetzhandwerk und der Bauhüttentradition hervorgegangenen mittelalterlichen Baumeister werden in zeitgenössischen Quellen als Werkmeister oder magister operis bezeichnet. Nach der Gesellenprüfung als Steinmetz absolvierten sie eine zusätzliche Ausbildung und waren nach der Meisterprüfung befähigt als Architekt zu arbeiten (siehe Werkmeisterbücher).Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge des ökonomischen und technischen Fortschritts durch die Industrialisierung, bildete sich der Beruf des Architekten als eigene akademische Disziplin heraus. Es gab enorme Fortschritte in der Bautechnologie, neue Bauaufgaben (Feuerwachen, Schulen etc.) ergaben sich. Es entstanden Architekturschulen und -akademien. Die dort im Regelfall kürzer ausgebildeten Baumeister führten weiterhin ihre auf die Umsetzung spezialisierten Bauunternehmungen, die akademischen Architekten spezialisierten sich auf den Entwurf von Gebäuden.Zunehmend bildeten sich die Fachdisziplinen Architektur und Bauingenieurwesen heraus. Die Architekten beschäftigten sich schwerpunktmäßig mit der Gestaltung der Bauwerke des Hochbaus, die Bauingenieure erbrachten nun sämtliche Leistungen für die Bauwerke des Tief- und Ingenieurbaues und planten das Tragwerk für Hochbauten, ebenso wurden sie oft in der Bauleitung für Hochbauten tätig. Die Komplexität der Aufgaben nahm seitdem kontinuierlich weiter zu, so dass sich im 20. Jahrhundert weitere Fachdisziplinen etablierten: Städtebau, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Bauphysik etc....

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Wissenschaft & Technik

525 n. Chr.

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Der ArchitektAnthemios von Tralleis findet den Brennpunkt der Parabel.

Lehrer

1773

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Franz Ludwig Cancrin (1738-1816), Ingenieur, Mineraloge und Architekt, um 1773 (Hohe Landesschule (Hanau))

C

1889

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Camillo-Sitte-Gasse (Fünfhaus), 1913 benannt nach dem ArchitektenCamillo Sitte (1843–1903); seine Bedeutung liegt vor allem in seinem theoretischen Werk, sein Hauptwerk war das Buch „Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen“. Das Buch zeigte Möglichkeiten der künstlerischen Stadtplanung auf und wandte sich ab von der pragmatischen, hygienischen Stadtplanung seiner Zeit. Damit war er einer der ersten Autoren, der sich theoretisch mit der baulich-ästhetischen Sicht der Stadtplanung des Industriezeitalters auseinandersetzte, weshalb er auch als „Wiederbegründer der Stadtbaukunst“ betitelt wurde. Die Gasse ist Teil des Nibelungenviertels. (Liste der Straßennamen von Wien/Rudolfsheim-Fünfhaus)

Persönlichkeiten

1905

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Hermann Henselmann (* ; ??? 1995) war ein deutscher Architekt, bekannt durch sein Wirken im Städtebau der DDR der 1950er und 1960er Jahre, lebte in den 1930er Jahren in Wilhelmshorst

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1912

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Werk: Wandgrab (B 5-6) für den ArchitektenJulius Habicht (1874-), auf dem Friedhof in Berlin-Schmargendorf (Josef Rauch (Bildhauer))

1912

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Werk: Wandgrab (B 5-6) für den ArchitektenJulius Habicht (1874–), auf dem Friedhof in Berlin-Schmargendorf (Josef Rauch (Bildhauer))

1662

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Werk: Kirche am Hof in Wien, Auftrag Kaiserin-Witwe Eleonore von Gonzaga, ArchitektCarlo Antonio Carlone frühbarocke Fassade mit bemerkenswerter Altane, Steinmetzarbeiten Meister Johann Lorentisch, Bildhauer Antonius Pery, beide aus Kaisersteinbruch.

Kunst & Kultur

1908

Bildende Kunst:
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Der österreichischeArchitektAdolf Loos veröffentlicht seinen Aufsatz Ornament und Verbrechen, in dem eine klare Forderung nach dem Ende des Jugendstils zum Ausdruck kommt

Bekannte Schüler

1954

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Meinhard von Gerkan (* 3. Januar 1935 in Riga, Lettland) ist ein deutscher Architekt. Abitur Herbst (Abendschule vor dem Holstentor)

Tagesgeschehen

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Berlin/Deutschland: Der ArchitektFrancesco Stella gewinnt den Wettbewerb zur Gestaltung des Humboldtforums mit seinem Entwurf der rekonstruierten Fassaden des Berliner Stadtschlosses. Drei der vier Fassaden sollen rekonstruiert werden, allerdings soll die Ostfassade des Schlosses zur Spreeseite hin nicht originalgetreu nachgebaut werden.

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