Armut

Armut bezeichnet im materiellen Sinn als Gegenbegriff zu Reichtum primär die mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens. Da in diesem Sinne von Armut betroffenen Menschen in der Regel die (beispielsweise finanziellen) Mittel fehlen, um die entsprechenden Grundbedürfnisse zu befriedigen, wird synonym bisweilen auch der Begriff Mittellosigkeit verwendet.

Im weiteren und übertragenen Sinn beschreibt Armut einen Mangel. Der Inhalt des ins Allgemeine übertragenen Begriffes variiert je nach historischem, kulturellem oder soziologischem Kontext und basiert teilweise auf subjektiven und zum Teil emotionalen oder kulturell geprägten Wertvorstellungen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Peter Townsend (Sozialwissenschaftler) stirbt. Peter Brereton Townsend war ein britischer Sozialwissenschaftler, der durch seine Arbeiten zur Erforschung der Armut in Großbritannien bekannt wurde.
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Gestorben: István Kemény (Soziologe) stirbt in Budapest. István Kemény war ein ungarischer Soziologe, der über Armut und über die ungarischen Zigeuner forschte.

1975

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Geboren: Magdalena Holztrattner wird in Salzburg geboren. Magdalena Holztrattner ist eine österreichische Theologin, Armutsforscherin und Religionspädagogin. Seit 2013 leitet sie die Katholische Sozialakademie Österreichs.

1973

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Geboren: Sendhil Mullainathan wird geboren. Sendhil Mullainathan ist ein indisch -amerikanischer Volkswirt, der als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Harvard University arbeitet. Mullainathans wissenschaftliche Interessensgebiete liegen im Bereich der Verhaltensökonomik, Armutsökonomik und Forschung über Public Policy. Des Weiteren ist er einer der Gründer des Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab und ein ehemaliger Fellow der MacArthur Foundation.
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Gestorben: Diane Arbus stirbt in Greenwich Village, New York. Diane Arbus war eine amerikanische Fotografin und Fotojournalistin russisch-jüdischer Abstammung. Arbus wurde vornehmlich durch ihre Fotoreportagen für namhafte US-Magazine bekannt sowie für ihre teils einfühlsamen, teils schonungslosen Porträts von Exzentrikern und Randfiguren der Gesellschaft, wie beispielsweise von Armen, Nudisten, Prostituierten, Transvestiten oder fehlgebildeten und geistig behinderten Personen, die sie sowohl in Sideshows wie im Alltagsleben fand. In ihrem Werk stellte Arbus vorurteilsfrei die Grenzen von Normalität und Ästhetik der Gesellschaft in Frage, womit sie die künstlerische Fotografie um einen psychologischen Aspekt erweiterte.

Kunst & Kultur

1279

Religion & Kultur:
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Der Franziskaner Petrus Johannis Olivi wird wegen seines Eintretens für die evangelische Vollkommenheit (Armut) des Ordens und für die Erneuerung der Kirche beim Ordensgeneral Girolami d’Ascoli (dem späteren Papst Nikolaus IV.) angezeigt.

Stiftungen

1807

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war sie Namenspatronin des Luisenstifts, einer „Erziehungs-Anstalt für armeKnaben“. Sie gab auf Bestreben der Gesellschaft der Humanitätsfreunde nicht nur ihren Namen, sondern übernahm auch den Unterhalt für vier Jungen. (Luise von Mecklenburg-Strelitz)

Europa

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In Kischinew/Russland kommt es zu dreitägigen Massenpogromen von russischen Christen gegen Juden, bei denen die Polizeikräfte nicht eingreifen. Nach internationalen Protesten erklärt das russische Innenministerium die Judenverfolgung mit deren sozialistischen Aufruhr gegen Zar Nikolaus II. Journalisten vermuten eher eine Sündenbock-Politik angesichts der Wirtschaftsmisere, der weitverbreiteten Armut und wachsenden Arbeiterunruhen.

Internationale Jahre > 1990–1999

1996

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Internationales Jahr der Armut (Internationale Jahre und Dekaden)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2001

Publikation:
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mit Eva Barlösius (Hgg.): Die Armut der Gesellschaft, Leske + Budrich, Opladen (Wolfgang Ludwig-Mayerhofer)

1971

Werke > Buchveröffentlichungen:
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Armut in der Bundesrepublik (Jürgen Roth (Publizist))

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1997

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Gründung: Dub Incorporation (auch Dub Inc.) ist eine Band aus Saint-Étienne in Frankreich. Sie besteht aus acht Mitgliedern mit unterschiedlicher kultureller Herkunft. Ihre Musik setzt sich aus arabischer Rhythmik, Hip Hop, afrikanischen Beats, Dub und Reggae zusammen. Die Texte der Band handeln von politischen und sozialen Missständen wie Armut, Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Korruption und werden auf englisch, französisch und kabylisch gesungen.

1993

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Gründung: Die Fun Lovin’ Criminals (oder kurz: FLC) sind eine Alternative-Rock-Band aus New York City. Ihre Musik ist eine Mischung von zahlreichen Musikstilen wie Hip Hop, Rock, Blues und Jazz. Ihre Lieder handeln oft vom Alltagsleben in Megastädten wie New York, das von Gewalt, Verbrechen, Drogen und Armut gekennzeichnet ist. Gelegentlich greifen sie in ihren Liedern auch existenzielle Fragen auf.

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Serienstart: Banoo Main Teri Dulhann ("Ich werde deine Braut sein") ist eine indische Seifenoper, die erstmals 2006 auf Zee-Tv lief. Seit 2008 läuft sie auch auf Ariana TV. Die Geschichte handelt von einem normalenarmen Mädchen aus Banaras, das nach seiner Hochzeit mit Sagar Partap Singh, einem reichen Unternehmer, in Delhi lebt.

Genre: Seifenoper

1949

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Film: Bitterer Reis ist ein italienischer Film von Giuseppe De Santis aus dem Jahr 1949, der dem Italienischen Neorealismus zugeordnet wird. Er schildert nicht nur die amourösen Verwicklungen zwischen zwei Paaren, sondern zeigt vor allem auch ein Beispiel für den Klassenkampf in einer Gesellschaft, die durch weit verbreitete Armut geprägt ist und sich noch lange nicht vom Zweiten Weltkrieg erholt hat.

Stab:
Regie: Giuseppe De Santis
Drehbuch: Corrado Alvaro Carlo Musso Ivo Perilli
Produktion: Dino De Laurentiis
Musik: Goffredo Petrassi
Kamera: Otello Martelli
Schnitt: Gabriele Varriale

Besetzung: Doris Dowling, Vittorio Gassman, Silvana Mangano, Maria Capuzzo, Raf Vallone

Tagesgeschehen

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Wiesbaden/Deutschland: Die Studie „Leben in Europa“ des statistischen Bundesamtes ergibt, dass 13 % der Deutschen von Armut bedroht sind. Ohne Sozialleistungen wäre es fast ein Viertel. Damit liegt die BRD etwa im Mittelfeld der EU, deren aufwendiges Projekt international vergleichbare Daten zur Armutsbekämpfung erstellen soll. Sie beruhen auf 25.000 Befragungen 2004, also noch vor der von Hartz IV-Arbeitsmarktreform. Insbesondere Alleinerzieher sind zu 30 % armutsgefährdet, doch auch bei Elternpaaren mit 1-2 Kindern beträgt sie 7-10 %. Viele kinderreiche Familien liegen nur knapp über der Armutsgrenze.
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Mexiko: In der Provinz Oaxaca südlich der Hauptstadt kulminieren die monatelangen Unruhen der linksgerichteten APPO-Gruppen, als der im Sommer vertriebene Gouverneur Ulises Ruiz zurückkehrt. Er widersetzt sich auch der Rücktrittsforderung des mexikanischen Parlaments, weil sie der Verfassung widerspreche. Starke Polizeikräfte kontrollieren seit Montag die Großstadt, in deren Universität sich Demonstranten verschanzt haben. Der Widerstand gegen Ruiz begann vor fünf Monaten mit einem Lehrerstreik, gegen den er hart vorging; auch wird ihm Wahlbetrug und Korruption vorgeworfen. Die Unruhen ähneln denen im benachbarten Chiapas vor 12 Jahren und haben auch mit der Verarmung von Millionen Mexikanern zu tun.
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Gaza: Milizen der regierenden Hamas und der Fatah (die noch die Polizei dominiert) verwickeln sich in Machtkämpfe, bei denen es mehrere Verletzte gibt. Durch die Hamas-Weigerung, Israel anzuerkennen, bleibt Palästina weiter von Finanzhilfen abgeschnitten und die Armut nimmt zu. Palästinas Geheimdienstchef Tarek Abu Radschab (Fatah) kommt bei einem Anschlag ums Leben, der Hamas-Extremisten zugeschrieben wird. Ebenfalls in Gaza wird der Militärchef der Terrorbewegung Islamischer Dschihad von einer israelischen Rakete getötet.
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Rom: Bei seiner ersten Kreuzwegs-Prozession als Papst trug Benedikt XVI. gestern Abend das Kreuz - nachdem er letztes Jahr noch als Kardinal Ratzinger die Meditationstexte der Prozession geschrieben hatte. Heuer stehen die sehr markanten Texte ganz im Zeichen sozialer Inhalte (ORF). Der Wohlstand lasse uns die Not so vieler Menschen vergessen, meint der Papst; nach neuen Studien in Westeuropa betrifft die Armut sogar hier 5-10 % der Menschen. Der deutsche Fastenkalender regt an, das Fasten am Karfreitag und Karsamstag als Zeichen der Solidarität mit allen Hungernden der Welt zu sehen.
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EU, Afrika: Die Europäische Union beauftragt ihre Innen- und Justizminister, über ein gemeinsames Vorgehen bei den großen afrikanischen Flüchtlingsströmen zu beraten. Sie betreffen neben Spanien auch Italien, Frankreich und England. Neben Änderungen der Asylpolitik ist an vermehrte Wirtschaftshilfe und an Auffanglager im mittleren Afrika (z.B. Tansania) gedacht, aber auch in der Ukraine. Gegen solche Pläne wendet sich Amnesty International: die EU solle sich nicht zu einer „Festung“ gegenüber ärmeren Staaten entwickeln.

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