Arnulf I. (Bayern)

Arnulf I. genannt „der Böse“ († 14. Juli 937 in Regensburg) war seit 907 König und Herzog von Bayern. Er stammte aus dem Geschlecht der Luitpoldinger. Arnulf war Sohn des Markgrafen Luitpold und der Kunigunde, Schwester von Berchthold I., Pfalzgraf von Schwaben.

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Antike

918 n. Chr.

Heiliges Römisches Reich:
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König Konrad I. von Ostfranken führt einen erfolglosen Feldzug gegen den unbotmäßigen Herzog Arnulf I. den Bösen von Bayern. Er stirbt auf seiner Stammburg in Weilburg am 23. Dezember und wird im Kloster Fulda beigesetzt. Vor seinem Tod bittet er seinen Bruder Eberhard, dem großen Gegenspieler Herzog Heinrich I. von Sachsen die Königswürde anzutragen.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

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Ersturkundliche Erwähnungen: Der heutige Münchener Stadtteil Aubing wird als Ubingun erstmals urkundlich erwähnt. Nach dieser Urkunde gibt König Heinrich II. dem Kloster Polling Besitz in acht Dörfern zurück, die dem Kloster laut Urkunde „offenbar“ früher gehörten. Wahrscheinlich bezieht sich dies auf eine Enteignung des Klosters durch den früheren bayerischen Herzog Arnulf I. zur Finanzierung seines Heeres während der Ungarneinfälle. Neben Aubing betrifft die Rückgabe die Orte Polling, Weilheim, Rieden, Landstetten, Aschering und Wangen, alle westlich und nördlich des Starnberger Sees, sowie ein Pfaffenhofen, vermutlich Oberpfaffenhofen.

Ostfrankenreich

919 n. Chr.

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Herzog Heinrich I. von Sachsen, Sohn und Nachfolger Ottos des Erlauchten, wird am 12. Mai in Fritzlar von den Franken, Sachsen und Thüringern zum König des Deutschen Reiches (Regnum theutonicum) gewählt und folgt damit auf den verstorbenen König Konrad I. von Ostfranken. Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern kandidiert bei der Königswahl in Fritzlar vergeblich gegen Heinrich I. und fügt sich (vorerst) der Wahlentscheidung. Herzog Burchard II. von Schwaben, dessen Herzogtum von König Konrad I. nicht anerkannt worden ist, bleibt der Königswahl in Fritzlar fern. Er verfolgt eine eigenständige Territorialpolitik gegenüber dem Königreich Burgund. Herzog Giselbert I. von Lothringen, der am Erbkönigtum der Karolinger festhalten will, bleibt der Königswahl durch ein Wahlkönigtum fern.

Europa

935 n. Chr.

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Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern, der auch über die Mark Karantanien gebietet, nennt sich Herzog von Bayern und Kärnten. Er designiert seinen Sohn Eberhard eigenmächtig zum Nachfolger.

934 n. Chr.

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Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern führt einen Feldzug in die Lombardei, um die Krone Italiens für seinen Sohn Eberhard zu gewinnen. Er wird von König Hugo I. zurückgeschlagen.

927 n. Chr.

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Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern bekräftigt seinen Frieden mit den Ungarn, muss ihnen aber ungehinderten Durchzug gewähren.

925 n. Chr.

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Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern zieht Klostergüter ein.

921 n. Chr.

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König Heinrich I. von Sachsen schließt im Sommer einen Waffenstillstand mit König Karl III. von Westfranken und zieht gegen seinen Rivalen Arnulf I. von Bayern. Er belagert ihn in Regensburg und zwingt ihn zur Huldigung. Er belässt ihm aber die Kirchenhoheit in Bayern

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