Arthur Honegger

Arthur Honegger (1928)
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Arthur Honegger (* 10. März 1892 in Le Havre; † 27. November 1955 in Paris) war ein Schweizer Komponist. Er komponierte etwa 200 Werke, die ihn als bedeutenden Vertreter des Groupe des Six ausweisen. Honegger ist auf der Schweizer 20-Franken-Note abgebildet.



Leben




Honegger wurde als erstes Kind des aus Zürich stammenden Ehepaars Julie Ulrich (1859–1922) und Arthur Honegger in Le Havre geboren, wo sein Vater als selbständiger Kaffeeimporteur tätig war. Er wuchs dort auf, blieb aber sein Leben lang Schweizer Staatsbürger. Er erhielt früh Musikunterricht, lernte das Violinspiel und komponierte schon als Jugendlicher. 1909 begann er ein Studium am Zürcher Konservatorium (Violine, Musiktheorie) und wohnte in der Familie des Onkels Oskar Honegger, der in Zürich Oberrichter war. Das Studium setzte er ab 1911 am Pariser Konservatorium fort (Violine, Kontrapunkt). In der Kontrapunktklasse von André Gedalge machte er die Bekanntschaft von Darius Milhaud und Jacques Ibert. Ab 1915 studierte er Komposition (bei Charles-Marie Widor) und Dirigieren (bei Vincent d’Indy).1918 schloss er sein Studium ab und komponierte sein erstes eigenständiges Werk, das BallettLe Dit des Jeux du monde, dessen Uraufführung am Ende des Jahres einen Skandal auslöste und dem Komponisten öffentliche Aufmerksamkeit brachte. Wie Milhaud und Francis Poulenc war er ein Mitglied des Groupe des Six, seine Musik stand aber zur offiziellen Ästhetik der Gruppe in einer gewissen Distanz. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Werk Pacific 231 (1923), dem musikalischen Porträt einer Dampflokomotive – nicht als Programmmusik, sondern als ästhetische Darstellung von Kraft und Bewegung. Im Paris der frühen 1930er Jahre verkehrte er im Salon der niederländischen Komponistin Rosy Wertheim, wo er unter anderem auf die Komponistenkollegen Barraine, Ibert, Messiaen und Milhaud traf.Im Kriegswinter 1941/42 entstand die zweite Sinfonie; zu dieser Zeit war er als Musikkritiker und als Kompositionslehrer in Paris, das von den deutschen Truppen besetzt war, tätig. Er selbst beschrieb seine Erinnerung als «überwiegend thermischer Natur. Es war damals sehr kalt, als ich an der Sinfonie arbeitete, und da ich keine Kohle und kein Holz besass, habe ich die ganze Zeit in meinem Atelier gefroren.» Die Sinfonie ist ein Bekenntniswerk mit einer schwermütigen und beklemmenden Stimmung. Der Finalsatz löst mit seinem grossartigen choralartigen Finale diese Stimmung auf und schlägt Brücken: zur Hoffnung auf Frieden wie zum grossen Vorbild Johann Sebastian Bach.1952 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen....

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1951

Werke:
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Je suis compositeur (Ich bin Komponist), Autobiografie

1950

Werke:
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5. Sinfonie Di tre re

1946

Werke:
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3. Sinfonie Symphonie liturgique mit 2. Satz: De profundis

1943

Werke:
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Mermoz

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Arthur Honegger stirbt in Paris. Arthur Honegger war ein französisch-schweizerischer Komponist. Er komponierte etwa 200 Werke, die ihn, neben Darius Milhaud und Francis Poulenc, als bedeutendsten Vertreter der Groupe des Six ausweisen. Er ist auf der 20-Franken-Note abgebildet.
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Geboren: Arthur Honegger wird in Le Havre geboren. Arthur Honegger war ein französisch-schweizerischer Komponist. Er komponierte etwa 200 Werke, die ihn, neben Darius Milhaud und Francis Poulenc, als bedeutendsten Vertreter der Groupe des Six ausweisen. Er ist auf der 20-Franken-Note abgebildet.

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Arthur Honegger starb im Alter von 63 Jahren. Arthur Honegger war im Sternzeichen Fische geboren.

Kunst & Kultur

Musik & Theater:
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Uraufführung der Operette La Belle de Moudon von Arthur Honegger am Théâtre du Jorat in Mézières
Musik & Theater:
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Uraufführung der Operette Les Aventures du Roi Pausole von Arthur Honegger am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
Musik & Theater:
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Uraufführung der Oper Antigone von Arthur Honegger am Théâtre de la Monnaie in Brüssel

Rundfunk, Film & Fernsehen

1938

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Film: Der Roman eines Blumenmädchens ist ein romantisch-komödiantisches US-amerikanisches Filmdrama von Anthony Asquith und Leslie Howard aus dem Jahr 1938 nach dem Schauspiel Pygmalion (1913) von George Bernard Shaw.

Stab:
Regie: Anthony Asquith Leslie Howard
Drehbuch: George Bernard Shaw W. P. Lipscomb Cecil Lewis Ian Dalrymple Anatole de Grunwald Kay Walsh
nach dem gleichnamigen Schauspiel von George Bernard Shaw
Produktion: Gabriel Pascal
Musik: Arthur Honegger
Kamera: Harry Stradling
Schnitt: David Lean

Besetzung: Leslie Howard, Wendy Hiller, Wilfrid Lawson, Marie Lohr, Scott Sunderland, Jean Cadell, Helen Westley, David Tree, Everley Gregg, Leueen MacGrath, Esme Percy, Violet Vanbrugh, Iris Hoey, Viola Tree, Irene Browne, Kate Cutler

1927

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Film: Napoleon (OT: Napoléon) ist ein französischer Historienfilm von Abel Gance aus dem Jahr 1927, der den Aufstieg Napoléon Bonapartes von seiner Ausbildung an der Kadettenschule bis zum Italienfeldzug zum Inhalt hat.

Stab:
Regie: Abel Gance
Drehbuch: Abel Gance
Produktion: Abel Gance
Musik: Arthur Honegger
Kamera: Jules Kruger Joseph-Louis Mundwiller Léonce-Henri Burel
Schnitt: Abel Gance

Besetzung: Albert Dieudonné, Vladimir Roudenko, Edmond Van Daële, Alexandre Koubitzky, Antonin Artaud, Abel Gance, Gina Manès, Suzanne Bianchetti, Marguerite Gance, Yvette Dieudonné, Philippe Hériat, Pierre Batcheff, Eugénie Buffet, Acho Chakatouny, Nicolas Koline, Maxudian, Annabella

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