Attentat

Ein Attentat ist eine Gewalttat, die auf die Tötung oder Verletzung einer Person oder einer Gruppe abzielt. In den meisten Fällen ist das Attentat politisch, ideologisch oder religiös motiviert, in manchen Fällen stehen auch wirtschaftliche Interessen oder eine psychische Störung hinter einer Tat. Oft ist das Attentat verbunden mit öffentlichkeitswirksamen Begleitumständen (öffentlicher Tatort, herausragende Persönlichkeit, Geständnis), die dem Anliegen des Attentäters Nachdruck und öffentliche Bekanntheit verleihen sollen. Bis auf wenige Ausnahmen, die wie der Tyrannenmord ethisch und juristisch gerechtfertigt sein können, gelten Attentate mit Todesfolge in der Regel als Mord.

Insbesondere politisch motivierte Attentate auf prominente Opfer können weitreichende Folgen haben. Die Ermordung Julius Cäsars hatte einen Bürgerkrieg zur Folge, das Attentat von Sarajevo löste den Ersten Weltkrieg aus. Das tödliche Attentat auf den israelischen Premierminister Jitzchak Rabin brachte 1995 den Nahost-Friedensprozess zum Erliegen. Attentate können darüber hinaus traumatisierend auf Gesellschaften wirken, etwa die Morde an Abraham Lincoln, John F. Kennedy, Robert F. Kennedy und Martin Luther King in den USA sowie an Gandhi in Indien und Olof Palme in Schweden. Auch Attentate, die ihr Ziel nicht erreichen, wie das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler samt versuchtem Staatsstreich, können bedeutende Folgen haben.

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Tagesgeschehen > Mittwoch, 19. Oktober

1988

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Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern. (Oktober 2005)

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Kerbela/Irak: Mehr als 20 Menschen werden durch einen Bombenanschlag in der Pilgerstadt getötet
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Chost/Afghanistan: Bei einem Attentat werden zehn Zivilisten getötet.
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Peschawar/Pakistan: Die Stadt wird erneut von einem Attentat erschüttert, wobei mindestens drei Menschen ums Leben kommen, als ein Selbstmordattentäter seine Autobombe nahe einer Polizeistation in einem Außenbezirk der Stadt zündet.
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Charsadda/Pakistan: Beim dritten Attentat im Nordwesten des Landes innerhalb von drei Tagen werden auf einem belebten Markt mindestens 20 Menschen getötet.
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Kabul/Afghanistan: Bei einem der schwersten Anschläge in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban kommen mehr als 35 Personen ums Leben. Wenige Stunden nach dem Attentat auf einen Bus, der mit Polizeiausbildern besetzt war, bekennt sich die Taliban zu der Tat.
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Beirut/Libanon: Mit Walid Eido wird der siebte anti-syrische Politiker seit Anfang 2005 im Libanon durch ein Attentat getötet.
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Belgrad/Serbien: Die beiden Hauptangeklagten im Prozess um das tödliche Attentat vom 12. März 2003 auf den pro-westlichen serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic, der ehemalige Kommandeur einer Spezialeinheit der serbischen Geheimpolizei, Milorad „Legija“ Ulemek, und sein Stellvertreter Zvezdan Jovanovic, werden zur Höchststrafe von 40 Jahren Gefängnis verurteilt.
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Stuttgart/Deutschland: Auf Beschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart wird Brigitte Mohnhaupt, wegen Beteiligung an Attentaten der RAF zu lebenslanger Haft verurteilt, am 27. März 2007 zur Bewährung entlassen werden.
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Kabul/Afghanistan: Bei einem schweren Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt nahe der US-Botschaft am verkehrsreichen Massud-Kreisverkehr werden mindestens 16 Menschen getötet. Der Wagen des Attentäters hat nach Angaben von Augenzeugen das Fahrzeug eines US-Konvois gerammt.
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Libanon: Bei einem Bombenattentat auf einen Offizier des libanesischen Geheimdienstes kommen vier seiner Leibwächter ums Leben. Er selbst wird schwer verletzt. Der Oberstleutnant war einer der führenden Ermittler zum Attentat auf den Fahrzeugkonvoi des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq al-Hariri und hatte die Verhaftung von vier pro-syrischen Generälen, die in dem Mordfall verwickelt sein sollen, betrieben.
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Bagdad/Irak: Heckenschützen richten in der irakischen Hauptstadt schiitischen Pilgern ein Blutbad an. Nach Angaben der Regierung werden dabei rund 20 Menschen getötet, mehr als 300 Personen verletzt. Während des Pilgerfests mit hunderttausenden Teilnehmern schießen die Attentäter in verschiedenen Stadtteilen von Gebäudedächern oder aus Ruinen heraus auf die Gläubigen. Den Sicherheitskräften gelingt es vier der Terroristen zu töten.
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Istanbul/Türkei. Am Morgen wird der AttentäterMehmet Ali Ağca aus dem Gefängnis entlassen. Er hatte am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom den im April 2005 verstorbenen Papst Johannes Paul II. mit mehreren Schüssen schwer verletzt. In Italien wurde Ağca auf Wunsch des Papstes nach 19 Jahren Haft begnadigt, obwohl er zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden war. Zwei Jahre zuvor hatte er Abdu Ipekci, den Chefredakteur der Tageszeitung „Milliyet”, erschossen. 2000 wurde er an die Türkei ausgeliefert und erneut zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, die durch eine Amnestie in 10 Jahre Haft umgewandelt wurde. Durch seine gute Führung wurde er nun nach 5 Jahren Haft entlassen.
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Spanien: Die spanische Polizei hat im Süden des Landes sieben Männer festgenommen. Ihnen wird die Unterstützung von algerischen Moslem-Extremisten mit Verbindung zur Al-Qaida zur Last gelegt. Über geplante Attentate in Spanien gäbe es zur Zeit keine Hinweise, so die Polizei.
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Kirkuk/Irak. Ein 13-jähriger Junge verübte einen Bomben-Anschlag auf den Autokonvoi des Polizeichefs. Der Attentäter kam ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt.
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Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha (1988) bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern.
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Paris/Frankreich. Der 27-jährige Maxime Brunerie, dessen Attentat auf den französischen Präsidenten Jacques Chirac während der Nationalfeiertagsparade am 14. Juli 2002 scheiterte, wird zu zehn Jahren Haft verurteilt.
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Deutschland. Am frühen Morgen werden in mehreren Razzien drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Ansar al-Islam festgenommen. Presseberichten zufolge planten diese ein Attentat auf den irakischen Ministerpräsidenten Iyad Allawi, der sich zurzeit im Rahmen eines Staatsbesuchs in Berlin aufhält.
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Kirkuk/Irak. Der Sicherheitschef der irakischen Ölgesellschaft Nord, Ghasi Talabani, wurde bei einem Attentat getötet. Talabani gehört der Familie von Kurdenführer Dschalal Talabani an.
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Bagdad/Irak. Bei einem Anschlag kamen durch die Explosion eines Tanklastwagens im Arbeiterviertel El Bajaa 17 Menschen zu Tode und viele weitere wurden verletzt.
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Bagdad/Irak. In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde ein spanischer Diplomat durch ein Attentat ermordet.
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Stockholm/Schweden. Auf die schwedische Außenministerin Anna Lindh wird ein Attentat verübt. Ein Mann sticht mit einem Messer auf sie ein. Als Reaktion setzt die Regierung die Kampagne für die Einführung des Euro aus.
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Irak. In der südirakischen Stadt Nadschaf wurde ein Anschlag mit einer Autobombe verübt. Dabei starben mindestens 125 Menschen, über 200 wurden verletzt. Eines der Opfer war der Schiitenführer Muhammad Baqir al-Hakim.
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Irak. Vier Tage nach dem Anschlag auf das UN-Gebäude in Bagdad nahm die UN wieder ihre Arbeit im unruhigen Irak auf.
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Moskau/Russland. Bei einem Bombenanschlag auf ein Rockkonzert in Moskau werden mindestens 15 Menschen getötet. Das Attentat ereignet sich vor dem Eingang zu dem Freiluftkonzert auf dem Tuschino-Flugplatz.

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