Attische Demokratie

Die attische Demokratie erlangte ihre vollständige Ausprägung im 5. Jahrhundert v. Chr., im Zeitraum zwischen den Perserkriegen und dem Peloponnesischen Krieg. Das war zugleich die Zeit der größten Machtentfaltung Athens durch den attischen Seebund und einer darauf mitgegründeten glanzvollen kulturellen Entfaltung, als deren imponierendstes Zeugnis die Bauten auf der Akropolis überliefert sind.

Die attische Demokratie ist eine frühe Vorläuferin einer auf das Prinzip der Volkssouveränität gegründeten politischen Ordnung. Mit ihr wurde ein Verfassungstypus entwickelt, der allen Bestrebungen zur Ausweitung direktdemokratischer Ansätze als Modell und geschichtliche Erfahrung dienen konnte und kann.

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Europa

458 v. Chr.

Griechenland:
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Angehörige der dritten Zensusklasse, der Zeugiten, dürfen ab diesem Jahr innerhalb der Attischen Demokratie das Amt des Archonten übernehmen.

487 v. Chr.

Griechenland:
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Ab 487 v. Chr. wird über die Einsetzung von Archonten in der Attischen Demokratie durch Los entschieden.

Wissenschaft & Technik

399 v. Chr.

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Nach dem Tod des Sokrates begibt sich dessen Schüler Platon zusammen mit anderen Sokratikern für kurze Zeit nach Megara zu Euklid von Megara, der ebenfalls ein Schüler des Sokrates gewesen ist. Von der Hinrichtung seines Lehrers tief erschüttert, wertet Platon das staatliche Vorgehen gegen seinen Lehrer als einen Ausdruck moralischer Verkommenheit und als Beweis für einen prinzipiellen Mangel im politischen System. Er sieht nun in Athen keinerlei Möglichkeit einer philosophisch verantwortbaren Teilnahme am politischen Leben mehr und entwickelt sich zu einem scharfen Zeitkritiker. Diese Erfahrungen veranlassen ihn dazu, Forderungen nach einem von Philosophen regierten Staat zu erheben.

Politik & Weltgeschehen

403 v. Chr.

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März: Die Herrschaft der Dreißig in Athen endet. Die Demokratie wird durch Thrasybulos wieder hergestellt.

411 v. Chr.

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Nachdem Athen in der Schlacht von Kynossema unterliegt, wird der Rat der Vierhundert gestürzt, und die Demokratie wieder hergestellt. Alkibiades wird nach Athen zurückgeholt.

461 v. Chr.

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Kimon sendet von Athen aus ein Truppenkontingent nach Sparta, um die Spartiaten gegen die aufständischen Heloten zu unterstützen. Sparta hat den Helotenaufstand jedoch mittlerweile selbst unter Kontrolle bekommen und die spartanische Elite fürchtet die Zunahme demokratischer Anschauungen in Lakedaimonien auf Grund der Anwesenheit der athenischen Verbände. So werden Kimon und seine Hopliten schnellst möglich wieder zurück nach Athen geschickt. Dies wird von Athen natürlich als außenpolitischer Affront gewertet und belastet die Beziehungen zwischen den zwei Poleis und den sich entfaltenden Machtblöcken des Peloponnesischen Bundes und des Delisch-Attischen Seebundes.

466 v. Chr.

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Nach dem Tod von Hieron I. wird sein Bruder Thrasybulos Tyrann von Syrakus. Wegen seiner Unfähigkeit und Grausamkeit wird er jedoch bald gestürzt. Syrakus erhält eine Demokratie nach dem Vorbild Athens.

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