Aussterben

Aussterben (biologischer und paläontologischer Fachbegriff: Extinktion) bezeichnet das Ende evolutionärer Stammlinien durch den Tod aller Nachkommen. Für Theorien und Modellbildung ist die angemessene Betrachtungsebene in der Regel die einer biologischen Population: Eine solche ist ausgestorben, wenn alle ihre Mitglieder („Individuen“) tot sind, d. h. die Populationsgröße auf Null gefallen ist. Solange weitere Populationen derselben Art an anderen Orten weiter existieren, handelt es sich um ein lokales Aussterben. Eine biologische Art stirbt aus, wenn das letzte Individuum der Art stirbt. Sterben übermäßig viele Arten in einem bestimmten Zeitraum aus, spricht man auch von einem Artensterben.

Von einem „Massenaussterben“ wird gesprochen, wenn in geologisch relativ kurzen Zeitabschnitten ein überproportional großes Aussterben stattfindet. Die Erdgeschichte wird unter anderem durch genau diese Aussterbeereignisse in verschiedene Erdzeitalter gegliedert. Seit Entstehung der Erde sind mehrere Massenaussterben anhand von Fossilienfunden erkennbar, das durch menschliche Einflüsse ausgelöste (anthropogene) aktuelle Massenaussterben begann vor ca. 8.000 Jahren.

mehr zu "Aussterben" in der Wikipedia: Aussterben

Geboren & Gestorben

1627

Populäre Beispiele ausgestorbener Arten seit Ende des Pleistozäns:
thumbnail
Auerochse, die wild vorkommende Stammform des Hausrinds, ausgestorben

Wissenschaft & Technik

thumbnail
Im Zoo von Cincinnati stirbt mit der Wandertaube Martha das letzte bekannte Individuum ihrer Gattung, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts weitestgehend verschwand. Die Wandertaube wurde seither zusammen mit der Bejagung des Bison zum Symbol für den Raubbau an der Natur.

Tagesgeschehen

thumbnail
China: Der zu den Zahnwalen zählende Chinesische Flussdelfin gilt offiziell als ausgestorben und damit als erste Walart, die durch das Einwirken des Menschen ausgerottet wurde.

"Aussterben" in den Nachrichten