Âventiure

Âventiure (mittelhochdeutsch; altfranzösischaventure, avanture) ist eine zentrale Vorstellung der weltlichen, romanhaften Dichtung des Hochmittelalters.

Ausgehend von der Grundbedeutung „Zufall, Geschick“ (von lat. adventura „das, was geschehen wird/soll“) bezeichnet âventiure vor allem im Artusroman seit Chrétien de Troyes die Bewährungsproben, die der Held zu bestehen hat (vgl. das Strukturprinzip der Heldenreise). Der Zufall wird in diesen Romanen zum Teil eines Sinnzusammenhangs umgedeutet. Die âventiure[...] ist nicht mehr willkürliches Geschick, das dem Helden zustößt, sondern eine von ihm aus eigenem Antrieb gesuchte und durch wunderbare Fügung für ihn allein bestimmte gefahrvolle Bewährungsprobe. Die Erzählepisoden der âventiure - Zweikämpfe mit ritterlichen Standesgenossen oder ehrlosen Verbrechern, gefahrvolle Begegnungen mit geheimnisumwitterten Fabelwesen wie Riesen, Feen, Zauberern - bilden in Abfolge und motivlichen Bezügen untereinander die Struktur des Romans.

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