Bücherverbrennung 1933 in Deutschland

Die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 war eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autoren (siehe Liste der verbrannten Bücher 1933) ins Feuer warfen. Sie fand unter der Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) auf dem ehemaligen Berliner Opernplatz (seit 1947 Bebelplatz; benannt nach August Bebel) und in 21 weiteren deutschen Universitätsstädten statt.

Die öffentlichen Bücherverbrennungen waren der Höhepunkt der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“, mit der kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten, im März 1933, die systematische Verfolgung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer oppositioneller oder politisch unliebsamer Schriftsteller begann.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Erich Maria Remarque stirbt in Locarno. Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark, war ein deutscher Schriftsteller. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“ verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller.
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Geboren: Hermann Rafetseder wird in Bad Vöslau geboren. Hermann Rafetseder ist ein österreichischer Historiker. Er wurde durch seine Forschungen über Bücherverbrennungen sowie zur Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus in Oberösterreich bekannt. Seit 1984 wohnt er in Linz.
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Geboren: Erich Maria Remarque wird in Osnabrück geboren. Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark, war ein deutscher Schriftsteller. Seine hauptsächlich pazifistisch geprägten Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“ verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller.

Kunst & Kultur

1933

Regelmäßige Veranstaltungen:
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München liest – aus verbrannten Büchern zur Erinnerung an die Bücherverbrennung vom 10. Mai (Königsplatz (München))

Die „Aktion wider den undeutschen Geist“ > Die Bücherverbrennungen > Orte von Bücherverbrennungen

1933

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Münster: 31. März

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Deutschland beginnen Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer aus Kreisen von Professoren und Studenten in über 20 Städten nach der Machtergreifung mit der Bücherverbrennung im Rahmen der Aktion „Wider den undeutschen Geist“. Die Liste der verbrannten Bücher umfasst Dutzende Autorinnen und Autoren, die entweder jüdische Vorfahren haben oder pazifistisches oder kommunistisches Gedankengut verbreiten. Grundlage bilden die Schwarzen Listen des Bibliothekars Wolfgang Herrmann. (10. Mai)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

Literatur:
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Die Nationalsozialisten verbrennen auf dem Opernplatz in Berlin 20.000 Bücher missliebiger Autoren. Auch in 21 anderen deutschen Universitätsstädten kommt es zu Bücherverbrennungen. (Liste der verbrannten Bücher 1933)

Arten

1976

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Moraxella atlantae Bøvre et al.

Geschichte > Stiftungen des 17. Jahrhunderts

1983

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Am 50. Jahrestag der nationalsozialistischen Bücherverbrennung erhält sie den Namen Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky zur Ehrung des pazifistischen Publizisten und Friedensnobelpreisträgers, der 1933 von den Nationalsozialisten verhaftet wird und an den Folgen seiner Haft im Konzentrationslager verstarb. Sie sammelt daher neben umfassender Literatur zu Politik und Friedensforschung pazifistische und antimilitaristische Literatur sowie Veröffentlichungen zu von Ossietzky in allen europäischen Sprachen im Carl von Ossietzky-Lesesaal als Zentrum des Gedenkens, der auch die Bibliothek und Archiv der Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur beherbergt.

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