Bürgerkrieg

Ein Bürgerkrieg ist ein bewaffneter Konflikt auf dem Territorium eines Staates zwischen verschiedenen Gruppen. Eine allgemein akzeptierte Definition, die über diese Beschreibung hinausgeht, existiert bislang nicht. Einmischungen in Bürgerkriege vom Ausland aus sind häufig.

Bürgerkriegsparteien können bewaffnete Volksgruppen, Milizen, Partisanenverbände, Privatarmeen oder Warlords sein. Auch Auseinandersetzungen zwischen den Streitkräften einer Staatsregierung und einer oder mehreren organisierten Gruppen von Aufständischen (Rebellen, Guerilleros) werden als Bürgerkrieg bezeichnet. Dabei kann es den kämpfenden Gruppen um eine regionale Autonomie gehen, um die Herrschaft über das gesamte Staatsgebiet, oder auch um die Sezession von einem Staat, die Gründung eines eigenen Staates oder den Anschluss an einen anderen Staat. Die Gründe für solche Ziele können politischer, ethnischer, religiöser oder auch sozialer Natur sein. Ein Bürgerkrieg wird häufig ohne Rücksicht auf völkerrechtliche Regeln geführt. Solche Regeln wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den Vereinten Nationen geschaffen.

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Antike

Römisches Reich:
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Im römischen Bürgerkrieg schlagen die Legionen des Feldherrn Vespasian die Armee des Vitellius in der zweiten Schlacht von Bedriacum.
Römisches Reich:
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Der 30-jährige Kaiser Nero erdolcht sich außerhalb Roms unter Mithilfe eines Sklaven. Der römische Senat hatte den Kaiser zum Staatsfeind erklärt. Auf seiner Flucht mit dem Ziel Ägypten, waren die Verfolger seinem Aufenthalt sehr nahe gekommen. Mit dem Suizid Neros endet die Julisch-Claudische Dynastie. Ein Bürgerkrieg um die Nachfolge bricht aus.

Amerika

1880

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Bürgerkrieg in Argentinien

Europa

1923

Weitere Ereignisse in Europa:
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Ende eines Bürgerkrieges in Irland nach der Teilung in Nordirland und die irische Republik
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In der Schweiz bricht der Sonderbundskrieg, ein religiös motivierter Bürgerkrieg, aus.
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Die sog. Konvention von Gramido beendet in Portugal einen seit 1846 schwelenden Bürgerkrieg zwischen liberalen „setembristischen“ und konservativen „cartistischen“ Kräften, bei dem die Konservativen nur dank ausländischer Truppen einen Sieg davontragen.

Beispiele für Demarkationslinien

1990

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die Demarkationslinien zwischen den Bürgerkriegsparteien im Osten und Westen der libanesischen Hauptstadt Beirut von 1975 bis (Demarkation (Politik))

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1995

Gründung:
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Sandline International war ein Privates Sicherheits- und Militärunternehmen, das gegen Entgelt Söldner, Kriegsmaterial und Hilfskräfte für weltweiten Einsatz in Kriegs- oder Bürgerkriegsregionen anbot.

Politik & Weltgeschehen

2011

Beispiele für Bürgerkriege > Bürgerkriege mit starker ausländischer Beteiligung:
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Bürgerkrieg in Libyen

1965

Beispiele für Bürgerkriege > Bürgerkriege mit starker ausländischer Beteiligung:
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Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik

1934

Beispiele für Bürgerkriege:
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Österreichischer Bürgerkrieg

1891

Beispiele für Bürgerkriege:
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Bürgerkrieg in Chile

1847

Beispiele für Bürgerkriege:
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Schweizer Sonderbundskrieg

Tagesgeschehen

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USA: Präsident George W. Bush soll von der baldigen Hinrichtung Saddams informiert sein. Er widerspricht der Erwartung, dass dadurch die Bombenanschläge im Irak bald zurückgehen, sieht sie aber als ersten Schritt zur demokratischen Normalisierung. Die wegen des irakischen Bürgerkriegs künftig geänderte US-Strategie wird er jedoch erst im Januar 2007 der Öffentlichkeit darlegen.
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Irak, Washington, D. C.: Bei einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush fordert Abdul Asis al-Hakim, Parteichef der größten irakischen Regierungspartei Sciri ein schärferes Vorgehen der USA gegen Aufständische im Irak, um einen Bürgerkrieg zu verhindern. Der Schiiten-Führer bestreitet, die Gewalt gegen Sunniten zu schüren, und die Existenz schiitischer Todesschwadronen. Er wird von Bush für seine „starke Position gegen den Mord an Unschuldigen“ gelobt. Politologen werten Hakims Besuch als Signal, dass Bush eine direktere Rolle in der Bekämpfung der Gewalt im Irak übernehmen will. In Kürze werden die Vorschläge einer unabhängigen Irak-Kommission unter dem Ex-Außenminister James Baker zu einem möglichen Strategiewechsel erwartet.
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Nepal: Die Regierung und die maoistischen Rebellen unterzeichnen nach wochenlangen Verhandlungen ein Abkommen zur Beendigung des Bürgerkrieges. Die Tebellengruppen, die seit Jahren einen Großteil der Gebirgsregionen unter ihrer Kontrolle haben, werden 6 Minister in die etwa 20-köpfige Regierung entsenden. (BR, Ö1)
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Nicaragua: Der frühere Sandinisten-Guerillero Daniel Ortega (61, Linkspartei FSLN) könnte die Präsidentschaft vom Sonntag im 1.Wahlgang gewinnen, wofür 35 Prozent und ein 5 %-Vorsprung vor dem Zweiten (Eduardo Montealegre) nötig sind. Nach Auszählung von 60 % der Stimmen entfallen 38-39 % auf Ortega, dessen Politik inzwischen als gemäßigter eingestuft wird. Bei seinem Sieg könnten die USA, die Montealegre unterstützen, ihre Wirtschaftshilfe kürzen. Bei einer Stichwahl hätte hingegen Montealegre (derzeit 31-32 %) die größeren Chancen, weil ihn die anderen Kandidaten unterstützen würden. Das 5-Millionen-Land wird seit dem Ende des Bürgerkriegs 1990 von konservativen und neoliberalen Parteien regiert.
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Demokratische Republik Kongo (Zaire): Stichwahl zweier Kandidaten zum Staatspräsidenten; Favorit ist der Amtsinhaber Joseph Kabila, der im 1. Wahlgang vor seinem Stellvertreter Jean-Pierre Bemba etwa 20 % Vorsprung hatte. Die ersten demokratischen Wahlen seit der Unabhängigkeit 1960 finden mit Unterstützung der UNO und der EU statt und sollen den jahrelangen Bürgerkrieg endgültig beenden. Nach ersten Berichten verlaufen sie großteils friedlich, nur von zwei Wahllokalen in den Provinzen Bumba und Mbandaka werden Auseinandersetzungen gemeldet. Die Bundeswehr-Soldaten der EU-Mission in Kinshasa kommen nicht zum Einsatz.

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