Bürgerliches Gesetzbuch

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist die zentrale Kodifikation des deutschen allgemeinen Privatrechts. Das BGB umfasst die für alle Bürger geltenden Rechtsbeziehungen, wobei Bürger im Sinne von Staatsbürger (civis) verstanden wird, und steht damit in Abgrenzung zum öffentlichen Recht. Zusammen mit seinen Nebengesetzen (beispielsweise dem Wohnungseigentumsgesetz, Versicherungsvertragsgesetz, Lebenspartnerschaftsgesetz, Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz) bildet es das allgemeine Privatrecht. Neben dem allgemeinen Privatrecht stehen ergänzend die Sonderprivatrechte, die spezielle Regelungen für bestimmte Sachgebiete oder Berufsgruppen vorhalten, so die für Kaufleute geltenden Normen des Handelsrechts oder die kollektivrechtlichen Regeln des Arbeitsrechts. Gleichwohl bietet das BGB nebst dem genannten „Annex“ keine vollständige Kodifikation des Zivilrechts.

Nach langjähriger Beratung in zwei Juristenkommissionen und öffentlichen Debatten, trat das BGB zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches am 1. Januar 1900 durch Art. 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche (EGBGB) in Kraft (RGBl. 1896, S. 195). Es war die erste privatrechtliche Kodifikation, die für das gesamte Reichsgebiet Gültigkeit besaß. Das BGB gilt nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland als Bundesrecht nach Art. 123 Abs. 1 und Art. 125GG fort.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Walter Erman stirbt in Havixbeck. Walter Alexander Erman war ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er wurde vor allem durch den seinen Namen tragenden Handkommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch weithin bekannt.
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Geboren: Peter Bassenge wird in Kiel geboren. Peter Bassenge ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Richter. In Juristenkreisen ist er insbesondere für seine Mitarbeit am BGB-Kommentar Palandt bekannt.
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Gestorben: Emil Strohal stirbt in Leipzig. Emil August Strohal war ein Jurist, der sowohl für das österreichische wie für das deutsche Recht von herausragender Bedeutung ist. Er hat anlässlich des Inkrafttretens des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuchs ein umfassendes Lehrbuch zum Erbrecht verfasst, das als erstes großes Erbrechtslehrbuch das deutsche Erbrecht maßgeblich geprägt hat und noch heute von großem Interesse ist. Emil Strohal kann auch als Begründer des österreichischen Grundbuchrechts angesehen werden.
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Gestorben: Gottfried Schmitt stirbt in Ebern, Unterfranken. Gottfried Schmitt, ab 1897 „Ritter von Schmitt“, war ein deutscher Jurist. Er war Redaktor des Erbrechts für das Bürgerliche Gesetzbuch, das zum 1. Januar 1900 im Deutschen Reich in Kraft trat.
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Geboren: Walter Erman wird in Münster geboren. Walter Alexander Erman war ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er wurde vor allem durch den seinen Namen tragenden Handkommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch weithin bekannt.

Berühmte Absolventen

1833

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Eduard von Pape (1816–1888), Jurist, Präsident der Kommission zur Erarbeitung eines Allgemeinen deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), Ehrenbürger von Leipzig – Abiturientia (Gymnasium Petrinum Recklinghausen)

Europa

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Der deutsche Reichstag billigt das BGB. Es tritt am 1. Januar 1900 in Kraft.

Preußische Gesindeordnung > Entwicklung der preußischen Gesindeordnung

1900

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Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) milderte einige Bestimmungen der Gesindeordnung.

Politik & Weltgeschehen

Deutsches Reich:
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Im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft.

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