Bürgerrecht

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Ein Bürgerrecht ist ein gesetzliches Recht, das ein Staat oder eine vergleichbare Einrichtung den Mitgliedern seines Staatsvolkes (seinen Bürgern) zugesteht. Zu den Bürgerrechten in einer Demokratie gehören beispielsweise das Wahlrecht und alle anderen Grundrechte, die nicht Menschenrechte sind (welche nicht nur auf die Bürger eines Staates zu beziehen sind).

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Ereignisse

489 v. Chr.
Östliches Mittelmeer: Miltiades der Jüngere führt nach seinem Sieg bei Marathon einen attischen Feldzug gegen die Insel Paros, der aber scheitert. Miltiades wird deshalb nach seiner Rückkehr nach Athen von Xanthippos angeklagt und zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wird jedoch zu einer hohen Geldstrafe umgewandelt, die er nicht begleichen kann. Folglich kommt er ins Gefängnis, wo er an einer bei Paros erlittenen Verletzung stirbt, wodurch die Atimie, der Verlust seiner Bürgerrechte, an seinen Erben übergeht. Sein Sohn Kimon kann seine Bürgerrechte erst dadurch wiedererlangen, indem er seine Halbschwester Elpinike dem reichen Athener Kallias zur Frau gibt, der die Geldschuld begleicht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/489_v._Chr.
11.07.212 n. Chr.
Politik & Weltgeschehen: Kaiser Caracalla verleiht mit der Verkündung der Constitutio Antoniniana allen freien Bewohnern des Römischen Imperiums das Bürgerrecht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/11._Juli
18.01.1213
Gestorben: Tamar (Georgien) stirbt. Königin Tamar aus der Bagratiden-Dynastie war Herrscherin über das mittelalterliche Georgien, als es im Goldenen Zeitalter auf dem Höhepunkt seiner Macht stand. Die Urenkelin von David dem Erbauer modernisierte das Staatswesen, schuf Elemente von Bürgerrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Tamar_(Georgien)
1341
Kultur: Der Uhrmacher Thiedemann seyghermaker erwirbt in Stralsund das Bürgerrecht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1341
08.01.1836
Geboren: Lawrence Alma-Tadema wird in Dronrijp, Niederlande geboren. Sir Lawrence Alma-Tadema war ein niederländischer Maler und Zeichner des akademischen Realismus mit britischem, belgischem und niederländischem Bürgerrecht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Alma-Tadema
1853
Ehrung: Bürgerrecht der Stadt Säckingen (Adolf Leiber)
09.04.1866
Politik & Weltgeschehen: Gegen das Veto von Präsident Andrew Johnson beschließt der Kongress der Vereinigten Staaten den Civil Rights Act von 1866, der allen in den Vereinigten Staaten Geborenen unabhängig von der Hautfarbe das Bürgerrecht gewährt. Ziel ist der Schutz der ehemaligen Sklaven in der Zeit der Reconstruction. Ausgenommen von der Regelung sind die Indianer, die keine Steuern zahlen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/9._April
17.06.1871
Geboren: James Weldon Johnson wird in Jacksonville, Florida geboren. James Weldon Johnson war ein bedeutender US-amerikanischer Schriftsteller und außerdem Diplomat, Zeitungsgründer und -herausgeber, Dichter, Anthropologe, Hochschullehrer, Rechtsanwalt, Kritiker, Komponist, Bürgerrechts-Aktivist der ersten Stunde und prominenter Vertreter der Harlem Renaissance. Neben seinen eigenen Schriften machten ihn auch seine Anthologien afroamerikanischer Gedichte und Spirituals bekannt. Er war einer der ersten afroamerikanischen Professoren an der New York University und der Textdichter von „Lift Ev'ry Voice and Sing“, der „afroamerikanischen Nationalhymne“.
[1] de.wikipedia.org/wiki/James_Weldon_Johnson
27.02.1886
Geboren: Hugo Black wird in Ashland, Clay County, Alabama geboren. Hugo LaFayette Black war ein US-amerikanischer Politiker und Jurist. Er saß von 1926 bis 1937 für den Bundesstaat Alabama im Senat der Vereinigten Staaten und war anschließend von 1937 bis 1971 Beisitzender Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Häufig wird Black als einer der einflussreichsten Richter des 20. Jahrhunderts angesehen. Er wurde von Präsident Franklin D. Roosevelt berufen. Seine Amtszeit, in welcher er vor allem für seine wörtliche Auslegung der Verfassung der Vereinigten Staaten bekannt war, war die viertlängste aller Richter am Obersten Gerichtshof der USA. Dauerhaft geprägt hat er die amerikanische Rechtsprechung mit der zu seinen Lebzeiten noch nicht vermittelbaren Auffassung, die gesamte Bill of Rights gelte auch für die Bundesstaaten der USA. Es ist bis heute schwierig, Hugo Black in ein politisches Spektrum einzuordnen. Während seine wörtliche Auslegung der Bill of Rights häufig zu starker Unterstützung der Bürgerrechte führte, lehnte er beispielsweise zeitlebens ein verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf Privatsphäre ab.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Black
20.06.1888
Religion: Als Ergänzung zu der am 1. November 1885 veröffentlichten Enzyklika Immortale Dei veröffentlicht Papst Leo XIII. die Enzyklika Libertas praestantissimum donum. Darin verwirft er die Menschen- und Bürgerrechte, erkennt in Abkehr von der bisherigen katholischen Lehre jedoch die Gewissensfreiheit als berechtigt an.
[1] de.wikipedia.org/wiki/20._Juni
19.03.1891
Geboren: Earl Warren wird in Los Angeles, Kalifornien geboren. Earl Warren war ein amerikanischer Jurist und Politiker. Er amtierte von 1943 bis 1953 als Gouverneur von Kalifornien und von 1953 bis 1969 als Oberster Bundesrichter (Chief Justice of the United States). In dieser Funktion war er an vielen kontroversen und bemerkenswerten juristischen Entscheidungen beteiligt, insbesondere zur Aufhebung der Rassentrennung an den Schulen und zur Stärkung der Bürgerrechte. Außerdem ist er bekannt als Vorsitzender der Warren-Kommission zur Aufklärung des Attentats auf John F. Kennedy.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Earl_Warren
19.09.1893
Ozeanien: Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland. Neuseeland ist der erste neuzeitliche Staat, der Frauen dieses Bürgerrecht uneingeschränkt zugesteht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1893
29.03.1902
Geboren: Léo Maillet wird in Frankfurt am Main geboren. Léo Maillet war ein deutsch-schweizerischer Maler und Radierer, der überwiegend im Exil arbeitete. Von 1950 bis 1952 war er Mitherausgeber (mit Adolf Hürlimann) der schweizerischen Kunstzeitschrift Matière. Er nahm 1968 das Schweizer Bürgerrecht von Molinazzo di Monteggio an. Er gilt als bedeutender Beckmann-Schüler.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Léo_Maillet
17.03.1912
Geboren: Bayard Rustin wird in West Chester (Pennsylvania) geboren. Bayard Rustin war ein afroamerikanischer Bürgerrechts-Aktivist, der hauptsächlich hinter den Kulissen wirkte. Er war Vorbereiter und treibende Kraft der Bürgerrechtsbewegung und beriet Martin Luther King, Jr. in Fragen des gewaltfreien Widerstandes.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Bayard_Rustin
26.06.1912
Gestorben: Lawrence Alma-Tadema stirbt in Wiesbaden. Sir Lawrence Alma-Tadema war ein niederländischer Maler und Zeichner des akademischen Realismus mit britischem, belgischem und niederländischem Bürgerrecht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Alma-Tadema
12.10.1921
Geboren: Albert P. Blaustein wird in Brooklyn, New York City geboren. Albert Paul Blaustein war ein amerikanischer Jurist, der insbesondere in den Bereichen Menschen- und Bürgerrechte sowie Verfassungsrecht tätig war. Er fungierte von 1955 bis 1992 als Professor an der Rutgers University und wirkte in mehr als 40 Ländern an der Ausarbeitung neuer Verfassungen mit.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Albert_P._Blaustein
02.06.1924
Politik & Weltgeschehen: Indianerpolitik der Vereinigten Staaten: Durch den Indian Citizenship Act erhalten Indianer in den USA die vollen Bürgerrechte.
[1] de.wikipedia.org/wiki/2._Juni
12.03.1932
Geboren: Andrew Young wird in New Orleans, Louisiana geboren. Andrew Jackson Young Jr. ist ein US-amerikanischer Bürgerrechtsaktivist und Politiker (Demokratische Partei). Er war Bürgermeister von Atlanta und US-Botschafter bei den Vereinten Nationen unter Präsident Jimmy Carter.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Young
26.06.1938
Gestorben: James Weldon Johnson stirbt in Wiscasset, Maine. James Weldon Johnson war ein bedeutender US-amerikanischer Schriftsteller und außerdem Diplomat, Zeitungsgründer und -herausgeber, Dichter, Anthropologe, Hochschullehrer, Rechtsanwalt, Kritiker, Komponist, Bürgerrechts-Aktivist der ersten Stunde und prominenter Vertreter der Harlem Renaissance. Neben seinen eigenen Schriften machten ihn auch seine Anthologien afroamerikanischer Gedichte und Spirituals bekannt. Er war einer der ersten afroamerikanischen Professoren an der New York University und der Textdichter von „Lift Ev'ry Voice and Sing“, der „afroamerikanischen Nationalhymne“.
[1] de.wikipedia.org/wiki/James_Weldon_Johnson
01.01.1941
Politik & Weltgeschehen: die Änderung des Bürgerrechts in der Schweiz. Eine Aberkennung der Bürgerrechte ist jetzt möglich.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1._Januar
08.08.1942
Geboren: Helga Rosenbaum wird in Łódź, damals offiziell Litzmannstadt geboren. Helga Rosenbaum, ist eine ehemalige deutsche Kommunalpolitikerin. Helga Rosenbaum ist von Beruf Chemielaborantin. 1975 wurde sie in den Gemeinderat von Heidelberg gewählt und war damit die einzige Mandatsträgerin des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW). Durch die Aberkennung des Heidelberger Bürgerrechts bereits nach einem Jahr wurde sie von der weiteren Arbeit im Gemeinderat ausgeschlossen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Helga_Rosenbaum
1952
Geboren: Marian Danowski wird geboren. Marian Ignacy Danowski ist ein Schweizer Literaturagent und Politaktivist mit Wohnsitz in der Stadt Zürich. Seit seiner Einbürgerung kandidiert der gebürtige Pole als Parteiloser immer wieder erfolglos für die verschiedensten politischen Ämter. Er hat damit eine öffentliche Debatte über den Missbrauch von Bürgerrechten ausgelöst.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Marian_Danowski
19.01.1954
Geboren: Evelyne Gebhardt wird in Paris geboren. Evelyne Gebhardt ist seit 1994 Mitglied des Europaparlaments für die SPD. Ihre Schwerpunktthemen sind Bioethik, Verbraucherschutz und Bürgerrechte. Sie ist Koordinatorin der sozialdemokratischen Fraktion im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Gebhardt war wesentlich an der sogenannten Bolkestein-Richtlinie beteiligt.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Evelyne_Gebhardt
09.07.1955
Geboren: Thomas Wüppesahl wird in Hamburg geboren. Thomas Wüppesahl ist ein deutscher Politiker und ehemaliger Bundestagsabgeordneter (ehemals Die Grünen). Seine politischen Schwerpunkte sind Bürgerrechte, Innenpolitik und Anti-Atomkraft-Bewegung.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Wüppesahl
25.09.1971
Gestorben: Hugo Black stirbt in Bethesda, Maryland. Hugo LaFayette Black war ein US-amerikanischer Politiker und Jurist. Er saß von 1926 bis 1937 für den Bundesstaat Alabama im Senat der Vereinigten Staaten und war anschließend von 1937 bis 1971 Beisitzender Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Häufig wird Black als einer der einflussreichsten Richter des 20. Jahrhunderts angesehen. Er wurde von Präsident Franklin D. Roosevelt berufen. Seine Amtszeit, in welcher er vor allem für seine wörtliche Auslegung der Verfassung der Vereinigten Staaten bekannt war, war die viertlängste aller Richter am Obersten Gerichtshof der USA. Dauerhaft geprägt hat er die amerikanische Rechtsprechung mit der zu seinen Lebzeiten noch nicht vermittelbaren Auffassung, die gesamte Bill of Rights gelte auch für die Bundesstaaten der USA. Es ist bis heute schwierig, Hugo Black in ein politisches Spektrum einzuordnen. Während seine wörtliche Auslegung der Bill of Rights häufig zu starker Unterstützung der Bürgerrechte führte, lehnte er beispielsweise zeitlebens ein verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf Privatsphäre ab.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Black
24.08.1987
Gestorben: Bayard Rustin stirbt in New York City. Bayard Rustin war ein afroamerikanischer Bürgerrechts-Aktivist, der hauptsächlich hinter den Kulissen wirkte. Er war Vorbereiter und treibende Kraft der Bürgerrechtsbewegung und beriet Martin Luther King, Jr. in Fragen des gewaltfreien Widerstandes.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Bayard_Rustin
08.03.1990
Gestorben: Léo Maillet stirbt in Bellinzona. Léo Maillet war ein deutsch-schweizerischer Maler und Radierer, der überwiegend im Exil arbeitete. Von 1950 bis 1952 war er Mitherausgeber (mit Adolf Hürlimann) der schweizerischen Kunstzeitschrift Matière. Er nahm 1968 das Schweizer Bürgerrecht von Molinazzo di Monteggio an. Er gilt als bedeutender Beckmann-Schüler.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Léo_Maillet
01.07.2003
Tagesgeschehen: In Hongkong kommt es am sechsten Jahrestag der Rückgabe an die Volksrepublik China zu einer Massendemonstration von mehreren hunderttausend Menschen. Kritisiert werden die Pläne der Regierung, nächste Woche ein neues Sicherheitsgesetz zu beschließen, das die Bürgerrechte der Hongkonger stark einschränken würde. Auch die wirtschaftlichen Probleme der Metropole trieben die Menschen auf die Straßen. http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2009350_TYP6_THE_NAVSPM11174_REF3,00.html (nicht mehr online verfügbar)
[1] de.wikipedia.org/wiki/Juli_2003
23.02.2005
Tagesgeschehen: München, Rom. Begleitet von weiterer Kritik ist das neue Buch von Papst Johannes Paul II. am Mittwoch in die Buchläden gekommen. Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes, Manfred Bruns, nannte es „bestürzend, mit welch aggressivem Hass sich der Papst gegen die Bürgerrechte von Lesben und Schwulen wendet.“ Es sei eine „unerträgliche Entgleisung“, dass der Papst die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren als neue Ideologie des Bösen denunziere und eine Linie zu den Verbrechen der Nationalsozialisten ziehe.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Februar_2005
08.03.2006
Tagesgeschehen: USA: Das Repräsentantenhaus stimmt einer unbefristeten Verlängerung des Patriot Act zu, setzt aber in einzelnen Punkten die Stärkung der Bürgerrechte durch.
[1] de.wikipedia.org/wiki/März_2006

Weiterführende Informationen

Weblinks

  • Andrew Altman: Civil Rights, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (englisch, inklusive Literaturangaben)
  • Bürgerrechte in der Welt (Englisch)
  • Civil Rights Digital Library (Englisch)
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