Bakumatsu

Bakumatsu (jap.幕末) bedeutet übersetzt „Ende des Bakufu“ und den letzten Abschnitt der Tokugawa- bzw. Edo-Zeit. Diese Periode der japanischen Geschichte reicht von der Ankunft der „schwarzen Schiffe“ (kurofune) von Matthew Perry 1853 und seiner Kanonenbootpolitik, bis zur Rückgabe der Herrschaft vom Shōgun an den Tennō 1867.

Es war gleichzeitig die Zeit der Öffnung Japans und des Endes der Isolationspolitik und eine Zeit innerer Unruhen, geprägt von der zunehmenden Unzufriedenheit unter den Samurai über die Politik des Shōgunats, wechselnde Allianzen im Kampf um die Macht einhergehend mit einer Welle von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit auf der einen und Interesse für die westliche Moderne andererseits.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Saitō Hajime stirbt. Saitō Hajime war der Anführer des dritten Korps der Shinsengumi, einer in Kyōto stationierten Polizeieinheit. Er war eines der wenigen Mitglieder der Truppe, die die Kämpfe der Endphase der Shōgunatszeit überlebten. Er steht auf einer Ebene mit dem ersten Führer der Truppe, Okita Sōji und seinem Nachfolger Nagakura Shinpachi.
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Gestorben: Charles Descantons de Montblanc stirbt daselbst. Charles Descantons de Montblanc , war ein belgischer Graf, der in der Zeit unmittelbar nach der Öffnung Japans eine Schlüsselfigur der französischen und belgischen Beziehungen zu Japan darstellte. Japanisch nannte er sich Hakuzan-haku (白山伯), die wörtliche Übersetzung von „Graf Montblanc“.
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Gestorben: Matsudaira Katamori stirbt. Matsudaira Katamori war ein Samurai, der in der Bakumatsu-Zeit (Ende der Edo-Zeit) und der Meiji-Zeit lebte. Während der Regentschaft des Tokugawa-Shōgunats in der Bakumatsu-Zeit war er der 9. und letzte Daimyō des Daimyats Aizu und für die Sicherheit Kyōtos zuständig. Obschon er in der Auseinandersetzung zwischen Shōgun und Tennō auf der Seite des Shōgunats gekämpft hatte, wurde sein Leben geschont. Nach der Meiji-Restauration wurde er mit der Führung des Schreins Nikkō Tōshō-gū betraut. Zusammen mit dreien seiner Brüder hatte er eine einflussreiche Position inne, sie wurden „die vier Takasu-Brüder“ genannt.
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Gestorben: Harada Sanosuke stirbt. Harada Sanosuke war ein Samurai der Bakumatsu Ära und der Korpsführer der 10. Einheit der Shinsengumi, einer Polizeieinheit in Kyōto, die den Sturz den Shōgunats in Japan verhindern wollte.
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Gestorben: Yamazaki Susumu stirbt. Yamazaki Susumu war ein Spion (kansatsu) der Shinsengumi, einer während der Bakumatsu Zeit in Kyōto stationierten Polizeieinheit.

Russland / Japan

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Zwischen Russland und Japan wird der Vertrag von Shimoda geschlossen. Neben der Aufnahme diplomatischer Beziehungen und der Öffnung dreier japanischer Häfen für die Versorgung der russischen Flotte wird die gemeinsame Grenze bei den Kurilen festgelegt. Im Kurilenkonflikt spielt dieser Vertrag noch heute eine Rolle.

Religion

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In Japan werden Fumien abgeschafft, durch deren öffentliches Betreten im Zweifel der Beweis zu führen war, dass man dem Christentum nicht anhing.

Japan

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Bakumatsu: Das dem Tokugawa-Shōgunat feindlich gesinnte Daimyat Chōshū, das kurz zuvor nach Abschaffung des Sankin kōtai seine Hauptstadt nach Yamaguchi verlegt hat, beginnt mit der Beschießung westlicher Schiffe in der Kammon-Straße.

1862

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Bakumatsu: Die Praxis des Sankin kōtai, die Verpflichtung der Daimyō, regelmäßig (die zeitlichen Modalitäten schwankten) in der Hauptstadt Edo zu erscheinen und dem Shōgun Rechenschaft abzulegen, wird abgeschafft. Damit fällt auch die Verpflichtung, angemessene Residenzen in Edo zu unterhalten und ihre Familien dort ganzjährig als Geiseln wohnen zu lassen.
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Shōgun Tokugawa Iemochi schließt mit der Preußischen Ostasienexpedition unter Friedrich zu Eulenburg in Edo den Preußisch-Japanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. Seine Nachgiebigkeit gegenüber dem Ausland führt zu Widerständen in den Reihen der Samurai und fördert den Bakumatsu, das Ende des Shōgunats. Die Eulenburg-Expedition macht sich im Anschluss auf den Weg nach China.

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