Balkanfeldzüge des Maurikios

Die Balkanfeldzüge des Maurikios waren eine Serie von Feldzügen, die der oströmische Kaiser Maurikios (reg. 582–602) unternahm, um die oströmischen Balkanprovinzen gegen Awaren und Slawen zu verteidigen.

Obwohl bereits Justinian (527 bis 565) versucht hatte, die unsicheren Donauprovinzen durch ein großes Festungsbauprogramm zu stabilisieren, war Maurikios (Mauricius) neben Anastasius (491 bis 518) der einzige spätantike Kaiser, der im Rahmen seiner Möglichkeiten eine konsequente Balkanpolitik betrieb und dem Versuch einer Sicherung der Nordgrenze des Reiches gegen die Plünderungszüge von Völkern aus dem Barbaricum die nötige Aufmerksamkeit schenkte. In der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit (ab 591) konnte er sich aufgrund eines vorläufigen Friedensschlusses mit Persien außenpolitisch auf die Balkanregion konzentrieren und agierte dort insgesamt recht erfolgreich.

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Antike

597 n. Chr.

Oströmisches Reich:
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Balkanfeldzüge des Maurikios: Die Awaren greifen überraschend das Oströmische Reich an und schließen das kaiserliche Heer in Tomis am Schwarzen Meer ein.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Die Awaren brechen die Belagerung von Tomis, dem heutigen Constanța, ab, als sich das Heer des oströmischen Kaisers Maurikios nähert.

Politik & Weltgeschehen

601 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Oströmische Truppen unter Petros stoßen tief in das Reich der Awaren vor und verwüsten das Gebiet bis zur Theiß.

598 n. Chr.

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30. März: Die Awaren brechen während der Balkanfeldzüge des Maurikios die Belagerung von Tomis ab und schlagen Komentiolos bei Iatrus in die Flucht, anschließend stoßen sie bis kurz vor Konstantinopel, wo sie durch die Pest hohe Verluste erleiden. Schließlich ziehen sie gegen Zahlungen ab.

594 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Der oströmische Feldherr Priskos fällt bei dem Kaiser Maurikios vorübergehend in Ungnade und wird durch Petros, den Bruder des Kaisers ersetzt, der die untere Donau gegen die Slawen hält.

583 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Die peloponnesische Festungsstadt Monemvasia wird als Schutz vor den einfallenden Slawen errichtet.

Europa

612 n. Chr.

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Ereignisse > Europa: Beginn der Balkanfeldzüge des Maurikios, einer langen Serie von meist erfolgreichen Feldzügen der Oströmer gegen die Awaren und Slawen, bei denen oströmische Heere den Awaren und Slawen über die Donau nacheilen, um ihnen auch dort Niederlagen zuzufügen. Diese Feldzüge finden frühestens mit dem Sturz des Kaisers Maurikios infolge des erneut aufgeflammten Krieges mit Persien 602/603 ihr Ende und verschaffen den Donauprovinzen des oströmischen Reiches eine Atempause bis mindestens (591)
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Der oströmische Kaiser Maurikios wird nach sehr erfolgreichen Feldzügen gegen die Slawen ermordet und Phokas besteigt den Thron. Bei dem Umsturz durch den Feldherrn Phokas spielen die Zirkusparteien eine maßgebliche Rolle. Der Sassanide Chosrau II. beginnt kurz darauf eine Invasion des oströmischen Territoriums. Dadurch kann sich das Reich der Awaren erholen und bis zur Vernichtung durch Karl den Großen fast zwei Jahrhunderte später weiter bestehen. Mit dem Tod des Maurikios lässt teils die anglo-amerikanische Forschung die Epoche der Spätantike enden.

599 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Die Oströmer brechen den Friedensvertrag mit den Awaren: die Feldherren Priskos und Komentiolos stoßen bei Viminatium in die pannonische Tiefebene und damit in das awarische Kernland vor, wo sie die Awaren erstmals in ihrem eigenen Land besiegen und ungehindert das Gebiet des heutigen Banat verwüsten.

595 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Die Awaren weichen vor Singidunum dem oströmischen Feldherren Priskos aus und fallen mit mäßigem Erfolg in Dalmatien ein.

593 n. Chr.

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Der oströmische Feldherr Priskos fügt den Slawen während der Balkanfeldzüge des Maurikios auf byzantinischem Territorium südlich der Donau mehrere Niederlagen zu. Er setzt ihnen über die Donau in die heutige Walachei nach, um dort seine Serie von Siegen fortzusetzen. Dem Befehl des Kaisers Maurikios, den Feldzug im Winter fortzusetzen, leistet er jedoch keine Folge. Daher fällt er vorübergehend in Ungnade.

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