Ballenstedt

Luftaufnahme 2001
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Ballenstedt ist eine Kleinstadt am nördlichen Rande des Ostharzes. Sie gehört zum Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Durch die Stadt führt die Straße der Romanik. Nachbarstädte sind Quedlinburg (10 km) und Aschersleben (15 km).



Geschichte




Die erste sichere Erwähnung Ballenstedts erfolgt in einer Urkunde König Heinrichs IV. aus dem Jahre 1073. Graf Esico von Ballenstedt, der in zeitgenössischen Quellen nie nach Ballenstedt genannt wird, war wohl der Bruder von Uta, einer der Stifterinnen des Naumburger Doms. Esico gilt als Stammvater des Geschlechts der Askanier. Auf dem heutigen Schlossberg ließ er das KollegiatstiftSt. Pancratius und Abundus errichten, das 1046 im Beisein von König Heinrich III. geweiht wurde. Diese Urkunde ist allerdings wahrscheinlich gefälscht. Esikos Sohn und Nachfolger war Adalbert II. Dessen Sohn Otto der Reiche und sein Sohn Albrecht der Bär, der spätere erste Markgraf von Brandenburg, wandelten das Stift 1123 in ein Benediktinerkloster um. Otto der Reiche ist der erste Askanier, der sich nach Ballenstedt nannte, und zwar 1106. Albrecht der Bär wurde 1170 in der Klosterkirche von Ballenstedt beigesetzt. Sein Enkel Heinrich I. war der erste Fürst von Anhalt. Der Ort Ballenstedt wird 1297 erstmals als „Dorp“ erwähnt und erhielt 1512 von Fürst Wolfgang von Anhalt das Braurecht. Im Bauernkrieg wurde das Benediktinerkloster gestürmt und teilweise zerstört und 1525 durch Fürst Wolfgang von Anhalt säkularisiert und als Residenz ausgebaut. Im Jahre 1543 wurde Ballenstedt das Stadtrecht verliehen. Eine Stadtbefestigung wurde 1551 erbaut, und 1582 werden erstmals ein Rathaus und ein Rat erwähnt. Während des Dreißigjährigen Krieges erstürmten 1626 Wallensteins Truppen die Stadt und plünderten sie.Vom 17. Jahrhundert an wurde Ballenstedt durch die Fürsten von Anhalt-Bernburg weiter ausgebaut. Auf den Resten des ehemaligen Klosters entstand eine repräsentative Schlossanlage. 1765 erklärte Fürst Friedrich Albrecht Ballenstedt offiziell zur Residenzstadt, und damit begann die politische, wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Ausdruck des kulturellen Aufstiegs war unter anderem der Bau des Schlosstheaters, der 1788 in Angriff genommen wurde. Hier traten später Albert Lortzing und Franz Liszt auf, die dem Theater zu einem bedeutenden Ruf über Anhalts Grenzen hinweg verhalfen....

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Kunst & Kultur

1991

Ausstellung:
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Ballenstedt, Galerie im Kunstkabinett; Recklinghausen, Kenkmannshof (Wolfgang Nickel (Glaskünstler))

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Justus Pfaue stirbt in Ballenstedt Berlin. Justus Pfaue war ein deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor.
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Gestorben: Wolfgang Gurke stirbt in Ballenstedt. Wolfgang Gurke war ein deutscher CDU-Politiker und Abgeordneter im Landtag Sachsen-Anhalt.
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Gestorben: Willi Neubert stirbt in Ballenstedt. Willi Neubert war ein deutscher Maler. Er wurde vor allem durch seine großformatigen Wandbilder aus Email bekannt.

1968

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Gestorben: Eberhard von Otterstedt stirbt in Ballenstedt. Eberhard von Otterstedt war ein deutscher Landschaftsmaler, Porträtist, Zeichner und Kinderbuchillustrator.
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Geboren: Volker Schimpff wird in Ballenstedt geboren. Volker Schimpff ist ein deutscher Museologe, Historiker und Politiker (CDU). Er war von 1990 bis 2004 und erneut von 2008 bis 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1935

Bauwerk:
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Gruft Albrecht des Bären im Schloss Ballenstedt am Harz (Paul Schultze-Naumburg)

1930

Bauwerk:
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Erweiterung des Kreiskrankenhauses in Ballenstedt (Hans Heckner)

1858

Werkeliste:
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Prinzengarten Schlosspark Ballenstedt (Peter Joseph Lenné)

Persönlichkeiten > Söhne und Töchter der Stadt

1948

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Friedrich Bloch (1904–1996), Oberbürgermeister der Stadt Gera von 1945 bis

Infrastruktur und Wirtschaft

2006

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Ballenstedt liegt an der Bahnstrecke FroseQuedlinburg. Der Bahnverkehr wurde auf der Teilstrecke von Frose nach Ballenstedt Schloss (heute Ballenstedt West) am 7. Januar 1868 eröffnet, die Strecke wurde am 1. Juli 1886 über Gernrode nach Quedlinburg verlängert. Der Eisenbahnverkehr wurde am 13. Dezember 2003 eingestellt. Möglich erscheint eine Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode aus auf der stillgelegten Strecke nach Ballenstedt, ähnlich wie auf dem Streckenteil von Gernrode nach Quedlinburg im Jahre

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