Ballhausplatz

Der Ballhausplatz ist ein historischer Platz im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt. Er liegt zwischen dem Volksgarten, dem Bundeskanzleramt, der Hofburg und dem Heldenplatz. Das Wort Ballhausplatz ist eine Metonymie für die österreichische Bundesregierung, vergleichbar mit der Bedeutung von Downing Street im Vereinigten Königreich. Jahrhunderte lang war „Ballhausplatz“ auch ein Synonym für das Österreichische Außenministerium, das 286 Jahre dort residierte.

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H

1809

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Heldenplatz, 1878 benannt nach den beiden Reiterdenkmälern, gestaltet von Anton Dominik von Fernkorn (Standbilder) und Eduard van der Nüll (Architektur). Sie stellen auf der Platzseite zum Volksgarten Erzherzog Karl, Sieger der Schlacht bei Aspern, und auf der Platzseite zur Neuen Burg Prinz Eugen, Sieger u. a. in der Schlacht bei Zenta, dar. Der Heldenplatz zählt mit dem Äußeren Burgtor zum Ensemble der Hofburg. Der Bundespräsident amtiert im angrenzenden Leopoldinischen Trakt, der Bundeskanzler am mit dem Heldenplatz verbundenen Ballhausplatz. Der Platz wird seit den 1930er-Jahren häufig für Massenveranstaltungen genutzt; am bekanntesten sind die Auftritte Hitlers am 15. März 1938 und von Papst Johannes Paul II. 1983. Der Platz entstand nach der Sprengung von Teilen der Burgbastei durch französische Truppen. Er hieß zunächst volkstümlich Promenadeplatz (als Promenade für Fußgänger) und offiziell Neuer Paradeplatz oder Äußerer Burgplatz. (Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1938

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Rundfunk: 11. März: Stunden vor dem Einmarsch deutscher Truppen nach Österreich meldet sich der kurz zuvor von Hitler zum Rücktritt gezwungene österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg via Hörfunk und verkündet, dass er der „Gewalt weiche“ und nicht bereit sei „deutsches Blut“ zu vergießen. Seine Rede schließt er mit den Worten: „Gott schütze Österreich“. Die österreichische Radio Verkehrs AG (RAVAG) stellt ihren eigenständigen Sendebetrieb ein und übernimmt von nun an die Programme der deutschen Reichs-Rundfunk-Gesellschaft. Noch in der Nacht wird eine Reportage von einer Versammlung von in Österreich bislang illegalen Nationalsozialisten vom Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt gesendet.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2014

Denkmäler für Opfer der NS-Militärjustiz > In Österreich:
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Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz auf dem Wiener Ballhausplatz, eröffnet von Bundespräsident Heinz Fischer am 24. Oktober (Opfer der NS-Militärjustiz)

1767

Werk:
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Umbau der Österreichischen Hofkanzlei am Ballhausplatz, heute Sitz des österreichischen Bundeskanzlers (Nikolaus von Pacassi)

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