Bamiyan-Tal

Das Bamiyan-Tal befindet sich im Zentrum Afghanistans auf einer Höhe von 2.500 Metern und gibt der dortigen Provinz den Namen.

Die Region ist das Zentrum des Siedlungsgebietes der Hazara, dem sogenannten Hazarajat. In etwa vom 3. bis zum Ende des 10. Jahrhunderts n. Chr. gab es dort eine buddhistische Kultur, bei der zeitweise mehrere tausend buddhistische Mönche in in den Berg geschlagenen Wohnhöhlen oder Klostern gelebt haben. Das bekannteste Zeugnis aus dieser Zeit waren die beiden 53 und 35 m hohen stehenden Buddha-Statuen, die jedoch im Jahr 2001 von den Taliban zerstört worden sind. Darüber hinaus existieren eine Reihe von kulturellen Stätten sowohl aus dem buddhistisch als auch aus dem späteren islamisch geprägten Zeitalter des Tals, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Seitdem im Jahr 2002 die Taliban von der Macht gestürzt worden sind, werden erhebliche Anstrengungen unternommen um die im Tal vorhandenen Kulturdenkmäler langfristig zu erhalten.

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Paris/Frankreich. Das Bamiyan-Tal (Afghanistan) und die antike assyrische Hauptstadt Assur (Irak) wurden in die UNESCO-Liste des gefährdeten Weltkulturerbes aufgenommen.

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