Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der Europäischen Union

Die Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der Europäischen Union wurden nach allgemeinem politischen Konsens aller politischer Parteien in Kroatien als oberste Staatspriorität erachtet. Das Land stellte am 21. Februar 2003 den Antrag auf Vollmitgliedschaft und erhielt daraufhin am 18. Juni 2004 den offiziellen Status als Beitrittskandidat der Europäischen Union. Die eigentlichen Verhandlungen begannen am 4. Oktober 2005, nachdem die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien die volle Zusammenarbeit Kroatiens mit dem Tribunal bestätigt hatte, was seitens der EU als Grundbedingung für die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen gefordert worden war. Bereits zuvor trat am 1. Februar 2005 ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) zwischen der EU und Kroatien in Kraft.

Im Juni 2011 wurden die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien nach Abschluss aller Verhandlungskapitel formell beendet. Die letzten Verhandlungskapitel wurden im Rahmen der abschließenden Beitrittskonferenz am 30. Juni 2011 unter ungarischem Vorsitz abgeschlossen.

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Tagesgeschehen

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Zagreb/Kroatien: Zwei Drittel der Abstimmenden stimmen bei einer Beteiligung von 43,5 % in einem Referendum für den Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union.
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Brüssel/Belgien: Beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union unterzeichnet Kroatien den Beitrittsvertrag zur Europäischen Union, während Serbien der Status als Beitrittskandidat vorerst verwehrt bleibt. Mit Montenegro sollen im Juni 2012 Beitrittsgespräche aufgenommen werden. Hauptthema des Gipfels war die Gründung einer Europäischen Fiskalunion, zu der sich die 17 Euro-Länder und voraussichtlich die anderen EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens zusammenschließen wollen.
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Brüssel/Belgien: Die Europäische Kommission spricht sich für die Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union aus.
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Brüssel/Belgien: Kroatien und Slowenien einigen sich im Grenzkonflikt auf einen Kompromiss und infolgedessen hebt Slowenien sein Veto gegen eine Fortführung der Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der Europäischen Union auf. Lediglich der außenpolitische Ausschuss des slowenischen Parlamentes muss dieser Entscheidung noch zustimmen. Kroatien strebt einen Beitritt bis zum Jahr 2011 an.
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Wien/Österreich: Die Vermittlung der Europäischen Union im Grenzstreit zwischen dem Beitrittskandidaten Kroatien und dem Mitgliedstaat Slowenien scheitert und macht einen baldigen erfolgreichen Abschluss der Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der Europäischen Union unwahrscheinlich.

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