Benin

Benin [beˈniːn] (frz.Bénin [beˈnɛ̃]) ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt im Westen an Togo, im Norden an Burkina Faso und Niger, im Osten an Nigeria und im Süden an den Golf von Guinea, genauer die Bucht von Benin.

Bis 1975 hieß das Land Dahomey. Die Bezeichnung steht in Tradition zum historischen Königreich Dahomey, das bis zur Eroberung durch die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts den südlichen Teil des modernen Staates und des Nachbarstaates Togo umfasste. Beim Index der menschlichen Entwicklung steht das Land auf dem 165. Platz von 187.



Geschichte




Das Gebiet des heutigen Staates Benin bildete seit dem 17. Jahrhundert den größten Teil des Königreichs Dahomey, bis es 1805 von den Franzosen im Auftrag Napoleon Bonapartes besetzt wurde und als Kolonie dem französischen Kaiserreich einverleibt wurde. Die Kolonie wurde aber 1814 mit der Niederlage gegen Großbritannien im Britisch-Französischen Kolonialkonflikt aufgegeben. Um 1830 wurde das Gebiet zu einem Protektorat Frankreichs und war später als Kolonie Dahomey Bestandteil der Föderation Französisch-Westafrika. Am 1. August 1960 wurde es als Republik Dahomey in die Unabhängigkeit entlassen. 1961 besetzte und annektierte Dahomey die kleine portugiesische Kolonie São João Baptista d’Ajudá. Die Annexion wurde von Portugal erst 1975 nach der portugiesischen Nelkenrevolution anerkannt. 1974 wurde der Marxismus-Leninismus zur Staatsideologie, wodurch es auch zur Einführung eines Einparteiensystems und zu Verstaatlichungen der Betriebe kam. Zugleich wurde die Republik Dahomey 1975 in die Volksrepublik Benin umbenannt. Der Name bezieht sich auf die Bucht von Benin, die sich wiederum auf das vom 13. Jahrhundert bis 1897 existierende schwarzafrikanische Königreich Benin bezieht, das allerdings zum größten Teil auf dem Gebiet des heutigen Nigeria lag.In den Jahren 1989 und 1990 erzwang die Bevölkerung mit Unruhen aufgrund der katastrophalen Wirtschaftslage eine Nationalkonferenz unter Leitung des katholischen Erzbischofs von Cotonou, Isidore de Souza. Sie benannte den ehemaligen Exekutivdirektor der Weltbank, Nicéphore Dieudonné Soglo, zum Premierminister und legte die Richtlinien eines demokratischen Neuanfangs fest, darunter die Aufgabe der marxistisch-leninistischen Doktrin, die Begründung einer Präsidialdemokratie, die Zulassung politischer Parteien, die Achtung der Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Pressefreiheit sowie die Einführung der Marktwirtschaft. Die ersten Kommunalwahlen Benins im Dezember 2002 bedeuteten einen wichtigen Schritt für die Dezentralisierung des Landes. Nationalfeiertag ist der 1. August.

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Kunst & Kultur

2013

Sonderausstellungen:
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Albert Watson: 14 days in Benin. (28. April bis 28. Juli ) im Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt (Köln) (Albert Watson (Fotograf))
Kultur & Gesellschaft:
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Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Benin. In Kraft seit dem 13. Mai 1988

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Émile Derlin Henri Zinsou stirbt in Cotonou. Émile Derlin Henri Zinsou war von 1968 bis 1969 Präsident von Dahomey, dem heutigen Benin.
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Gestorben: Mathieu Kérékou stirbt in Cotonou. (Ahmed) Mathieu Kérékou war zwischen 1972 und 1991 Staatschef der Volksrepublik Benin sowie zwischen 1996 und 2006 Präsident der Republik Benin.
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Gestorben: Georges Rutaganda stirbt in Benin. Georges Rutaganda war ein ehemaliger ruandischer Politiker und Kriegsverbrecher.
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Gestorben: Lucien Monsi-Agboka stirbt in Cotonou, Benin. Lucien Monsi-Agboka war erster Bischof von Abomey in Benin.
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Gestorben: Iropa Maurice Kouandété stirbt in Natitingou. Maurice Kouandété, auch Iropa Maurice Kouandété war 1967 und 1969 für einige Tage Staatsoberhaupt von Dahomey, dem heutigen Benin.

Partnerstädte

1967

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BeninCotonou, Benin (Taipeh)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1968

Gründung:
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Das Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou ist eine seit 1968 unter diesem Namen aktive Band aus Cotonou, der größten Stadt Benins. Wie auch am Namensteil Poly-Rythmo erkennbar ist, spielt sie unterschiedliche Musikstile. Ihre Blütezeit hatte die Band in den 1970er Jahren.

Geschichte > Staatsgäste auf dem Petersberg > Nach dem Umbau 1990

1990

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Nicéphore Dieudonné Soglo, Premierminister von Benin (Petersberg (Siebengebirge))

Liste der Könige von Allada

1992

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König in Benin in traditioneller Abstammung Kpodégbé Djigla ab 2. Dezember (Allada)

Städtepartnerschaften

1995

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? Cotonou , seit (Atlanta)

1993

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Benin? Parakou, Benin, seit (Orléans)

Landesverbände der UEA > Afrika

1996

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Benin: Benina Esperanto-Federacio, gegründet (Universala Esperanto-Asocio)

Wirtschaft > Staatshaushalt

2004

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Bildung: 4,4? %

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2005

Ehrung:
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Black Music Awards in der Kategorie Bestes weibliches Video in Cotonou, Benin (Barbara Kanam)

Natur & Umwelt

2010

Naturereignisse:
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Juli bis November: Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010: Wochenlange Regenfälle treffen vor allem Benin, Nigeria, Togo und Ghana; mindestens 377 Menschen sterben.

Politik & Weltgeschehen

2011

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Pascal Koupaki wird Premierminister von Benin
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Benin setzt sich Boni Yayi mit 75? % der Stimmen gegen Adrien Houngbédji durch. (19. März)
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Als erster afrikanischer Staat, in dem Kliterodektomie Praxis ist, beendet Benin in einer öffentlichen Zeremonie offiziell das Zeitalter der weiblichen Genitalverstümmelung
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Benin. Staatspräsident Mathieu Kérékou übernimmt auch den Posten des Regierungschefs

1996

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18. März: In Benin wird Mathieu Kérékou Staatspräsident.

Tagesgeschehen

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Addis Abeba/Äthiopien: Der Präsident Benins, Boni Yayi, wird für ein Jahr zum Präsidenten der Afrikanischen Union gewählt.
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Porto Novo/Benin: Papst Benedikt XVI. trifft aus Anlass der Unterzeichnung und Veröffentlichung des nachsynodalen apostolischen Schreibens der zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika in der Hauptstadt des Landes ein.
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Cotonou/Benin: Durch anhaltend starke Regenfälle treten die Flüsse Mono und Queme über die Ufer, wovon rund 680.000 Menschen betroffen sind und rund 100.000 Menschen obdachlos werden; in der Großstadt infizieren sich etwa 800 Menschen mit der Cholera.
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Cotonou/Benin: Vor der Küste des Landes greifen Piraten den Öltanker „Cancale Star“ an, der einer deutschen Reederei gehört. Die Angreifer töten dabei einen ukrainischen Ingenieur

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