Berlin-Gatow

Gatow [ˈgaːtoː] ist ein Berliner Ortsteil, der im Süden des Bezirks Spandau liegt. Gatow ist einer der am geringsten bevölkerten Ortsteile von Berlin mit 4.298 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2016). Im Süden grenzt er an Kladow, im Norden an die Wilhelmstadt, im Osten verläuft die Havel und im Westen die Stadtgrenze von Berlin, die Gatow von den angrenzenden Ortschaften Potsdam (Ortsteil Groß Glienicke) und Dallgow, Ortsteil Seeburg trennt. Geologisch liegt Gatow auf den Ausläufern der glazial geprägten Nauener Platte zur Havelniederung.

Gatow wird auch als „Dorf in der Großstadt“ beschrieben. So gibt es viele Einfamilienhäuser mit Gärten und wenige Mehrfamilienwohnhäuser.



Geschichte




Wahrscheinlich kurz nach 1200 gründeten deutsche Siedler das Straßendorf Gatow. Archäologisch konnte bisher keine slawische Vorbesiedlung festgestellt werden. Das Dorf wird urkundlich fassbar 1258 durch dortige Hebungen des Klosters Spandau. Als urkundliche Ersterwähnung gilt das Jahr 1272: Gatho. Im Landbuch Karls IV. (1375) ist Gatow/Gotow/Gothow mit 50 Hufen verzeichnet, davon vier Pfarrhufen; es wohnten dort vier Kossäten. Im Jahr 1450 wird ein Krug erwähnt; die Kossätenstellen liegen wüst. Seit 1590 wird ein Schulze erwähnt, mit einem Hof von sechs Lehnhufen, der sich im 17. Jahrhundert zum Rittergut wandelte. Die 1375 durch die Pfarrhufen fassbare Dorfkirche (Ortsmitte, westliche Straßenseite, mit Friedhof) ist zunächst Mutterkirche, später des Öfteren nur Filialkirche von Nachbardörfern. Die Dorfherrschaft lag von 1258 bis 1558 beim Kloster Spandau, nach dessen vollzogener Reformation beim Amt Spandau (bis 1872).Gatow gehörte vor dem Mauerfall zum Britischen Sektor von West-Berlin. Die britische Besatzungsmacht betrieb dort den 1935 errichteten Flugplatz Gatow als Militärflugplatz. Um dessen Gleichwertigkeit mit den Flughäfen Tegel (französische Besatzungszone) und Tempelhof (amerikanische Besatzungszone) zu betonen, achteten die Briten darauf, dass Königin Elisabeth II. in Gatow landete und wieder startete, wenn sie West-Berlin besuchte. Am 30. Juni 1994 wurde der Flugbetrieb eingestellt. 1969 wurde auch ein Golfplatz angelegt und The British Golf Club Gatow gegründet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Klaus Behnke stirbt in Berlin-Gatow. Klaus Behnke war ein Psychologe und Autor, der 1977 aus der DDR ausgebürgert wurde.
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Gestorben: Hartwig Piepenbrock stirbt in Berlin. Hartwig Piepenbrock war ein deutscher Unternehmer, Mäzen, Honorarkonsul der Bahamas und Honorarprofessor. Er verlebte seine letzten Lebensjahre in der Villa Lemm in Berlin-Gatow. Es war bekannt, dass er seit einigen Jahren an Demenz litt, was auch Grund für die Piepenbrock Kulturstiftung war, den Forschungspreis Hartwig-Piepenbrock-DZNE-Preis im Jahr 2011 ins Leben zu rufen, welcher alle zwei Jahre gemeinsam mit der DZNE vergeben wird und auf 60.000 € dotiert ist.
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Gestorben: Hellmuth Volkmann stirbt in Berlin-Gatow. Hellmuth Volkmann war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Flieger im Zweiten Weltkrieg.
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Geboren: Hartwig Piepenbrock wird in Osnabrück geboren. Hartwig Piepenbrock ist deutscher Unternehmer, Mäzen, Honorarkonsul der Bahamas und Honorarprofessor. Er lebt in der Villa Lemm in Berlin-Gatow.

Geschichte

1994

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– Angliederung des Militärhistorischen Museums in Dresden und des Luftwaffenmuseums in Berlin-Gatow. (Militärgeschichtliches Forschungsamt)

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