Berlin-Marienfelde

Marienfelde
Ortsteil von Berlin
Marienfelde auf der Karte von Tempelhof-Schöneberg
Koordinaten5225?0?N, 1322?0?OKoordinaten:5225?0?N, 1322?0?O
Flche9,15km
Einwohner32.131 (30. Jun. 2016)
Bevlkerungsdichte3512 Einwohner/km
Eingemeindung1.Okt. 1920
Postleitzahlen12277, 12279, 12249
Ortsteilnummer0705
VerwaltungsbezirkTempelhof-Schneberg

Berlin-Marienfelde ist ein Berliner Ortsteil des – seit 2001 neuen – siebten Verwaltungsbezirks Tempelhof-Schöneberg im Süden der Stadt.



Inhaltsverzeichnis



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Marienfelde

Das Angerdorf entstand, gemeinsam mit dem benachbarten Mariendorf, etwa um 1220 als Bauernsiedlung im Schutz des Komturhofs Tempelhof, der um 1200 oder kurz davor vom Templerorden errichtet worden war. Die Dorfkirche wurde als Feldsteinkirche angeblich um 1220 errichtet, wohl aber eher um 1240. Die früheste bekannte urkundliche Erwähnung des Dorfes (als Merghenvelde) stammt von 1344. Das Dorf gehörte anfangs mit den Dörfern Mariendorf, Tempelhof und Rixdorf zu den Ländereien des Templerordens, die nach dessen Auflösung 1312 im Jahr 1318 dem Johanniterorden übertragen wurden.

Im Landbuch Karls IV. (1375) wurde Marienfelde mit 52 Hufen erwähnt, davon drei Pfarrhufen. Es gab neun Kossätenhöfe und eine Mühle, aber keinen Krug (erst 1450 nachweisbar). 1435 ging Marienfelde gemeinsam mit Mariendorf, Tempelhof und Rixdorf in den Besitz des gemeinsamen Rates von Berlin und Cölln über. 1450 besaß Marienfelde nur noch 42 Hufen. Marienfelde blieb im Besitz der Stadt bis 1831. Eine eigene Schmiede, wohl auf dem Dorfanger in der Nähe des Dorfteichs wegen der Brandgefahr, wurde für Marienfelde erstmals 1771 genannt; bis dahin nur Laufschmiede.

Seit 1831 gab es häufige Besitzwechsel. 1844 kaufte Adolf Kiepert das Gut und schuf einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb. Das Gut besaß er bis 1872; sein Grabstein steht auf der Südseite der Dorfkirche.

In den Jahren 1776/1777 erfolgte der Bau des Königsgrabens zwischen Lichtenrade und Marienfelde. Er wurde auf königliche Anweisung als Entwässerungsgraben angelegt, um den Bauern nach dem Siebenjährigen Krieg bessere Erträge im sumpfigen Gelände zu ermöglichen.

Bis 1800 war Marienfelde ein kleiner Ort mit weniger als 200 Bewohnern. Etwa ab 1850 nahm die Zahl der Einwohner langsam zu. Nach der Eröffnung des Bahnhofs Marienfelde im Jahr 1875 begann die Entwicklung des nördlichen Gebietes. Auf dem Gelände der Baumschulen Hranitzky entstand ab 1888 westlich der Eisenbahn die Villenkolonie Neu-Marienfelde. In dieser Zeit begann auch östlich der Eisenbahn die Entwicklung des Industriegebietes. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden nun schon fast 4.000 Einwohner gezählt. Der Krieg unterbrach die Aufwärtsbewegung.

Im Jahr 1920 wurde Marienfelde mit der Bildung Groß-Berlins Teil des Bezirks Tempelhof. Etwa ab 1925 begann der Ausbau südlich der Villenkolonie. Im Südosten, zwischen Schichauweg und Landesgrenze, entstand entlang der Eisenbahn eine Siedlung. Diese wurde 1938 dem Ortsteil Lichtenrade zugeordnet. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Marienfelde über 10.000 Einwohner.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Kern von Neu-Marienfelde durch Bombenangriffe weitgehend zerstört. Ende 1945 war die Einwohnerzahl auf etwas über 8.000 gesunken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen Alt- und Neu-Marienfelde zusammen. Einfamilienhäuser und Mietwohnungen entstanden in den 1950er und 1960er Jahren nördlich des alten Ortskerns, insbesondere auf den südwestlichen Freiflächen und den Ländereien des Klosters zum Guten Hirten. 1970 wurden etwa 18.000 Einwohner registriert.

In den 1970er Jahren entstand die von Hochhäusern geprägte Großwohnsiedlung Waldsassener Straße und das Industriegebiet Nahmitzer Damm/Motzener Straße. Bis 1977 erhöhte sich die Zahl der hier wohnenden Menschen auf über 32.000. Im Jahr 1989 wurde das bisherige Maximum mit 33.126 Bewohnern registriert. Seit der deutschen Wiedervereinigung geht die Einwohnerzahl leicht zurück.



Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte Dorfanger hat sich bis heute erhalten können. Durch weitgehende Verkehrsberuhigung bietet er die Möglichkeit zur Erholung. Er wird durch die zwischen 1220 oder 1240 erbaute Dorfkirche markiert. Diese ist das wahrscheinlich älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet von Berlin und eine der ältesten Feldsteinkirchen der Mittelmark. Der Dorfanger geht unmittelbarer in den Gutspark über.

Westlich des Angers befindet sich das ehemalige Kloster vom Guten Hirten, das von 1905 bis 1968 als Erziehungsheim für Frauen und Mädchen betrieben wurde.

Am südlichen Stadtrand liegt der Freizeitpark Marienfelde und die Marienfelder Feldmark, ein Rest von landwirtschaftlicher Nutzung am Rande der Großstadt.



Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daimler Marienfelde Lastkraftwagen-Werbung, 1913

Im Nordosten von Marienfelde entstand um 1900 entlang der Eisenbahn ein großes Industrie- und Gewerbegebiet. Bekannte Unternehmen entstanden hier, darunter:

Zu den hier ansässigen großen Wirtschaftsunternehmen, die ihren Sitz zum Teil in dem in den 1960er Jahren angelegten Industriegebiet an der Motzener Straße haben, gehören Daimler, IBM, Klosterfrau und Stollwerck. Am Diedersdorfer Weg sind Dienststellen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz untergebracht: Teile des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Am 23. November 2004 gründeten sieben Unternehmen (Bartelt und Sohn, Immobilienservice Wesner, India-Dreusicke Berlin, Klosterfrau Berlin, Semperlux, Weber, Willy Vogel AG) das UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e. V. Der Zusammenschluss soll bei dringlichen Fragen gegenüber der Politik und der Verwaltung ein kompetentes Wort mitsprechen und engagiert sich auch in sozialen Belangen, wie beispielsweise bei der Einrichtung einer Kindertagesstätte mit Öffnungszeiten, die den Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen. Die Unternehmen arbeiten bei zahlreichen Projekten zusammen, so im Einkauf, bei der Aus- und Weiterbildung sowie der Entwicklung eines Gebietsprofils und haben am 22. November 2007 das erste „Industriefest“ organisiert. Der Informations- und Meinungsaustausch wird über eine internetgestützte Kommunikationsplattform organisiert. Dieses erste gebietsbezogene und selbstorganisierte Unternehmensnetzwerk in einem industriell geprägten Gewerbegebiet in Deutschlands entstand im Rahmen eines EU-geförderten und vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg finanzierten Projektes. Es wurde von den Büros Regioconsult Berlin (regionalökonomische Beratung) sowie Planer-gemeinschaft (Stadtplanung) begleitet. In diesem Bereich sind rund 220 Betriebe mit rund 7.000 Mitarbeitern ansässig.



Notaufnahmelager Marienfelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil ist bekannt für das Notaufnahmelager in der Marienfelder Allee, in dem zwischen 1953 und 1989 hunderttausende Deutsche aus der DDR nach ihrer Flucht in den Westen oder nach Genehmigung ihres Ausreiseantrages aufgenommen und versorgt wurden.

Im Jahr 1993 wurde hier eine Erinnerungsstätte eingerichtet und 2005 als Museum erheblich erweitert, um dem Leben im Lager und dem Schicksal der Bewohner zu gedenken.

Von 1964 bis 2008, insbesondere nach der deutschen Wiedervereinigung 1990, diente das Haus auch als Heim für Spätaussiedler. Seit Ende 2010 ist es ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber unter der Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB).



Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Marienfelde die Stromrichterstation für die erste Anlage zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung errichtet („Elbe-Projekt“), die allerdings nicht mehr in Betrieb ging.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahnhof Marienfelde

Dresdener Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1875 führt die Dresdener Bahn durch Marienfelde. Diese Strecke wird derzeit von der S-Bahn (Linie S2 zwischen Blankenfelde im Landkreis Teltow-Fläming und Bernau) befahren. Sie hat drei Haltepunkte im Ortsteil: S-Bahnhof Marienfelde, S-Bahnhof Buckower Chaussee und S-Bahnhof Schichauweg, der allerdings zum größten Teil in Lichtenrade liegt. Der Bahnhof Marienfelde war ein Vorortbahnhof an der Dresdener Bahn mit einem Abfertigungsgebäude, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Geblieben ist ein S-Bahnsteig mit überdachtem Zugang. Zum Bahnhof gehört ein Rangierbereich. Die S-Bahn-Trasse wird innerbetrieblich als S-F-Bahn gekennzeichnet, wird also in der Hauptsache von der S-Bahn befahren, kann aber auch von Güterzügen gelegentlich benutzt werden.

Gterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzigen derzeit (Stand: 2012) verkehrenden Güterzüge erreichen mit Kesselwagenzügen die Benzinspaltanlage auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Mariendorf. Im Bereich des Bahnhof Marienfelde befindliche Gleisanschlüsse oder Ladestraßen werden schon seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr bedient. Die dreimal täglich verkehrenden Müllzüge der BSR nach Schöneicher Plan fuhren nur bis 2005. Auch die vom Bahnhof Marienfelde bedienten Gleisanschlüsse an der Buckower Chaussee werden nicht mehr genutzt und der 1971 gebaute und seit etwa 1989 nicht mehr bediente Industrieübergabebahnhof Motzener Straße ist inzwischen abgeräumt.

Rekordfahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siemens-Drehstrom-Schnelltriebwagen, 1903

Zwischen Marienfelde und Zossen wurden auf der Militär-Eisenbahn Marienfelde–Zossen–Jüterbog zwischen 1901 und 1904 verschiedene Schnellfahrtversuche mit einer elektrischen Lokomotive und zwei Triebwagen durchgeführt. Diese Fahrzeuge wurden mit Drehstrom von 10 kV und variabler Frequenz angetrieben. Die Stromzuführung erfolgte über drei übereinander angeordnete Oberleitungen. Es wurden Geschwindigkeiten von bis zu 210,2 km/h erreicht.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Buslinien fahren nach oder durch Marienfelde:

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am südlichen Stadtrand Berlins liegt in Marienfelde der Knotenpunkt zwischen einer Ost-West-Achse (Nahmitzer Damm, Hildburghauser Straße) und den von Norden aus der Stadt nach Süden herausführenden Straßen, der Bundesstraße 101 (Marienfelder Allee, Großbeerenstraße) und der Verbindung nach Lankwitz (Malteserstraße).

Die B 101 vom Berliner Ortsteil Mariendorf nach Aue im Erzgebirge ist eine wichtige Berliner Ein- und Ausfallstraße zum Berliner Ring. Unmittelbar hinter der Stadtgrenze liegt an dieser Straße das Güterverteilzentrum Großbeeren. Dieses und die Industrie- und Gewerbegebiete in Marienfelde, Mariendorf und Tempelhof sorgen für einen lebhaften Lkw-Verkehr auf den Hauptstraßen im Ort.



Shne und Tchter des Ortsteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eingangsseite der Kapelle auf dem Friedhof Marienfelde

In Marienfelde entwarf der deutsche Architekt Bruno Möhring einige Häuser. Die sehenswerte Villa Emilienstraße 17 Ecke Bruno-Möhring-Straße hat den Zweiten Weltkrieg überstanden und strahlt heute in neuem Glanz. Möhring leitete die Renovierung der Dorfkirche und entwarf die sehenswerte Kapelle auf dem evangelischen Friedhof Marienfelde. Sein eigenes Wohnhaus in der heutigen Bruno-Möhring-Straße 14a ist durch eine neuere Randbebauung des Grundstücks nur noch schwer zu erkennen.

Der ehemalige Bundespräsident Heinrich Lübke war seit 1926 Direktor der Deutschen Bauernschaft. Er ließ das Haus Emilienstraße 16 errichten.

Der Ausbau der Dresdener Bahn zu einer schnellen Fernbahntrasse ist geplant. Die Anschlüsse zum Nord-Süd-Tunnel am S-Bahnhof Priesterweg sind bereits gebaut.



Schulen und Ausbildungssttten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grund- und Sonderschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marienfelder Grundschule Haus 1 (ehemals Alfred-Adler-Grundschule) im Erbendorfer Weg 13
  • Marienfelder Grundschule Haus 2 (ehemals Malteser Grundschule) im Tirschenreuther Ring 69
  • Kiepert-Schule in der Prechtlstrae 21?23, die lteste Schule in Marienfelde
  • Steinwald Schule im Hanielweg 7?9 bietet besondere Frdermglichkeiten
  • Katholische Schule St.Alfons in der Tennstedter Strae 1
  • Katholische Schule St.Hildegard in der Malteserstrae 171a, staatlich anerkannte Grund- und Oberschule fr Kinder und Jugendliche mit spezifischem Frderbedarf

Weiterfhrende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildungssttten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausbildungszentrum des Berufsfrderungswerkes fr Bauberufe ist der Lehrbauhof Berlin in der Belstrae12


Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Werner Fabarius u. a: Berlin Marienfelde Gestern und Heute ? Ein Rundgang um den Dorfanger, hrsgg. v. Arbeitskreis Historisches Marienfelde 2015.
  • Hans-Werner Fabarius: Leben und Sterben in Marienfelde ? Drei Jahrhunderte Sozialgeschichte, hrsgg. v. Arbeitskreis Historisches Marienfelde 2014.
  • Hans-Werner Fabarius: 100 Jahre Berlin-Marienfelde in 333 Bildern, hrsgg. v. Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 2006.
  • Hans-Werner Fabarius: Marienfelde ? Vom Dorf zum Stadtteil Berlins, hrsgg. v. Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 2001.
  • Hans-Werner Fabarius: Marienfelde in zwei Weltkriegen ? Zwischen Taube und Adler, hrsgg. v. Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 1995.
  • Hans-Werner Fabarius: Juden in Marienfelde ? Schicksale im Dritten Reich, hrsgg. v. Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde 1990.
  • Helmut Kublick: Zur Geschichte von Marienfelde. Von der Grndung bis zum Dreiigjhrigen Krieg. In: Jahrbuch ?Der Br von Berlin?, hrsgg. v. Verein fr die Geschichte Berlins, 13.Jg., Berlin 1964.
  • Helmut Kublick: Zur Geschichte von Marienfelde. Teil II. Von der Zeit des Absolutismus bis 1914. In: Jahrbuch ?Der Br von Berlin?, hrsgg. v. Verein fr die Geschichte Berlins, 18.Jg., Berlin 1969.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Tempelhof hie als Dorf mglicherweise zunchst Tempelfelde. Rixdorf war zunchst nur ein Gutshof.
  2. ?Mglicher Grund: Rixdorf war zunchst kein selbststndiges Dorf, sondern ein Hof ohne eigenen Hufenbesitz. Anlsslich der Grndung von Rixdorf als Dorf war es mglicherweise ntig, den Hufenbesitz der Templerdrfer neu aufzuteilen, um Rixdorf eine Hufenausstattung zu ermglichen.
  3. ?Der Knigsgraben. (PDF; 125kB)
  4. ?Erinnerungssttte Notaufnahmelager Marienfelde
  5. ?bergangswohnheim Marienfelde

Dorfkirche Marienfelde
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Daimler Marienfelde Lastkraftwagen-Werbung, 1913
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S-Bahnhof Marienfelde
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Siemens-Drehstrom-Schnelltriebwagen, 1903
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Die Eingangsseite der Kapelle auf dem Friedhof Marienfelde
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Berlin-Marienfelde ist ein Berliner Ortsteil des – seit 2001 neuen – siebten Verwaltungsbezirks Tempelhof-Schöneberg im Süden der Stadt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wilhelm Cauer stirbt in Berlin-Marienfelde. Wilhelm Cauer; war ein deutscher Mathematiker sowie Physiker und ist Begründer der linearen Netzwerksynthese (Schaltungssynthese).
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Gestorben: Karl Tiburtius stirbt in Marienfelde. Karl Tiburtius war ein deutscher Schriftsteller und Arzt, zeitweise Militärarzt. Er veröffentlichte auch unter Korl Tiburtius, der niederdeutschen Form seines Namens.
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Gestorben: Friedrich Christian Avé-Lallemant stirbt in Berlin-Marienfelde. Friedrich Christian Benedikt Avé-Lallemant war ein deutscher Kriminalist und Schriftsteller.
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Gestorben: Adolf Kiepert (Ökonom) stirbt in Marienfelde. Carl Gotthilf Adolf Kiepert war ein deutscher Ökonom und Politiker. Er erwarb 1844 das RittergutMarienfelde und schuf dort einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb.
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Geboren: Adolf Kiepert (Ökonom) wird in Berlin geboren. Carl Gotthilf Adolf Kiepert war ein deutscher Ökonom und Politiker. Er erwarb 1844 das RittergutMarienfelde und schuf dort einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb.

Der Ort

1950

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Neue Feuerwache Marienfelde

1900

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Wohnhaus um 1900

1889

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Bahnstation Marienfelde

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1968

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Werk > Kirchliche Arbeiten: Umbauarbeiten der Kirche St. Alfons in Berlin-Marienfelde, neu geschaffen wurden Ambo, Tabernakelstele und Kreuz. (Paul Brandenburg)

1927

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Werk > Bauten in Berlin: wird die Kapelle auf dem ev. Gemeindefriedhof in Berlin-Marienfelde errichtet. Dieses kleine Bauwerk ist ein besonders schönes und sehenswertes Bauwerk für das späte Schaffen Möhrings und seines Partners Spitzner. Die Kapelle ist hervorragend erhalten und wird weiter genutzt. Im Krieg zerstörte Fenster wurden neu gestaltet. (Bruno Möhring)

1913

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Werk: Kirchenfenster für die Kirche des Klosters Vom Guten Hirten in Berlin-Marienfelde (Glasmalerei Schneiders und Schmolz)

1904

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Werk > Bauten in Berlin: errichtete Bruno Möhring sein eigenes Haus in der Parallelstraße 7 in Berlin-Marienfelde, der späteren Bruno-Möhring-Straße 14a. Das Haus ist in leicht veränderter Form erhalten, allerdings dem Blick durch eine neue Randbebauung des Grundstücks weitgehend entzogen. Eine schwer zu entdeckende Gedenktafel weist auf das Gebäude und seinen Erbauer hin, es steht unter Denkmalschutz.

1904

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Werk > Bauten in Berlin: entstand das eigene Wohnhaus Bruno Möhrings, Parallelstraße 7 in Berlin-Marienfelde, heute Bruno-Möhring-Straße 14a. Das Haus ist in leicht veränderter Form erhalten, allerdings dem Blick durch eine neue Randbebauung des Grundstückes weitgehend entzogen. Eine schwer entdeckbare Gedenktafel weist auf das Gebäude und seinen Erbauer hin, es steht unter Denkmalschutz.

Tabellarische Chronik > Untergang

1982

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Am 9. August muss die Konzernleitung beim Amtsgericht Frankfurt/Main Vergleich anmelden. Ein Sanierungskonzept, das Bundesbürgschaften von 600? Mio.? DM und neue Bankkredite von 275? Mio.? DM vorsah, scheiterte zunächst an der Uneinigkeit der Banken, dann gewährte ein Bankenkonsortium dem AEG-Konzern bis Juni 1983 ein Verwalterdarlehen von 1,1? Mrd.? DM. Davon waren 700? Mio.? DM sofort verfügbar und 400? Mio.? DM nach Zusage einer Bürgschaft durch den Bund. Vergleichsverwalter war der Rechtsanwalt Wilhelm Schaaf. Infolge des Vergleichsverfahrens der AEG (August bis Oktober 1984) wurden weitere wesentliche Kernbereiche abgegeben. Hiervon war nicht nur die AEG-Telefunken AG, sondern auch die Tochtergesellschaften Küppersbusch AG in Gelsenkirchen, die Hermann Zanker Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Tübingen und die Carl Neff GmbH in Bretten betroffen. Die Alno-Möbelwerke GmbH & Co. KG in Pfullendorf wurde wieder von den bisherigen Minderheitsgesellschaftern der Familie Nothdurft übernommen und aus dem Konzern ausgegliedert. Auch Zulieferer der AEG mussten Konkurs anmelden, u.a. die Becher & Co. Möbelfabriken KG in Bühlertann. Mitauslöser dafür waren unangemessene Unternehmensaufkäufe und mangelnde Kontinuität der Unternehmenspolitik. Eine Auswirkung des Vergleichs war unter anderem der Verkauf des Areals der traditionellen Maschinenfabrik Brunnenstraße im damaligen Berliner Bezirk Wedding. Damit wurden die Groß- und Kleinmaschinenfabrik zugunsten der Lloyd Dynamowerke in Bremen (Mittelmaschinen), der AEG-Fabrik Essen (Großmaschinen) und des Unternehmens Bauknecht (Kleinmaschinen) aufgegeben. Für die ebenfalls auf diesem Areal befindlichen Stromrichterfabrik und Bahnfabrik wurden neue Fabriken in Berlin-Marienfelde bzw. Berlin-Spandau erbaut. Das Großrechenzentrum und das Institut für Automation wurden an anderen Standorten untergebracht.

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