Berliner Zollmauer

Die Berliner Akzisemauer um 1855

Die Berliner Zoll- und Akzisemauer war die Stadtmauer Berlins ab dem 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie ersetzte die mittelalterliche Berliner Stadtmauer und die spätere Festung Berlin. Die Zoll- und Akzisemauer umfasste etwa das Siebenfache der durch Festungsanlagen umschlossenen Fläche der alten Residenzstadt.

Im Unterschied zu ihren Vorgängern hatte die Akzisemauer keine militärische Bedeutung, sondern diente hauptsächlich der Überwachung des Handels: An den 18 Zolltoren wurde die Akzise, die damaligen direkten Verbrauchssteuern auf eingeführte Waren, erhoben. Die Benennung der Tore erfolgte meist nach der von hier erreichbaren nächsten bedeutenden Stadt. Die Mauer hatte sowohl den Warenschmuggel als auch die Desertion von Soldaten der Berliner Garnison zu verhindern. Der gesamte Verkehr aus und in die Stadt wurde kontrolliert. So durften Juden die Stadt im Norden nur durch das Rosenthaler Tor (ab 1750 durch das Prenzlauer Tor) und im Süden nur durch das Hallesche Tor betreten und mussten sich dort registrieren lassen.

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Geschichte

1825

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zwischen Berlin (Brandenburger Tor) und Charlottenburg durch Simon Kremser, erste Buslinie in Deutschland, schon mit Fahrplan, später weitere Linien von Toren der Berliner Zollmauer zu den umliegenden Gemeinden und Städten. Der von ihm eingeführte Wagentyp, heute nach ihm Kremser genannt, war gefedert und bot vielen Fahrgästen Platz, hatte aber nur ein Verdeck als Witterungsschutz. (Pferdeomnibus)

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