Bernhard Wicki



Leben




Wickis Vater war ein Schweizer Ingenieur und Teilhaber einer Maschinenfabrik, seine Mutter eine Österreicherin mit ungarischen Vorfahren. Nach dem Abitur in Schlesien studierte er zunächst an der Universität Breslau Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik, 1938 wechselte er zu Gustaf Gründgens an die Schauspielschule des Staatlichen Schauspielhauses in Berlin. 1939 wurde er wegen bloßer Mitgliedschaft in der Bündischen Jugend (der dj 1.11.) für mehrere Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Entlassung siedelte er zunächst nach Wien um und studierte dort am Max Reinhardt Seminar Schauspiel und Regie. In dem 1939/40 gedrehten Film Der Postmeister wirkte Wicki als Statist mit. Am Schönbrunner Schlossparktheater spielte er den Urfaust, weitere Engagements waren unter anderem in Bremen, bei den Salzburger Festspielen, in Basel und Zürich. Anfang 1945 heiratete er die Schauspielerin Agnes Fink, beide verließen noch vor Kriegsende Deutschland und gingen an das Schauspielhaus Zürich. Dort lernte er unter anderem den Dramatiker Friedrich Dürrenmatt kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.1950 gab Wicki sein eigentliches Debüt als Filmschauspieler in Der Fallende Stern, es folgten u. a. Die letzte Brücke (1953) und Es geschah am 20. Juli (1955). Nachdem er 1952 eine Fotografie-Ausstellung der Agentur Magnum in Luzern gesehen hatte, beschloss er, auch das Fotografieren zu erlernen. Er bat den Regisseur Helmut Käutner um eine Mitarbeit als Kamera-Assistent bei dessen Film Monpti (1957). 1958 führte er erstmals selbst Regie im Dokumentarfilm Warum sind sie gegen uns?. International berühmt wurde er mit einem Schlag 1959 durch den Antikriegsfilm Die Brücke, in dem er die tragische Geschichte der sinnlosen Verteidigung einer Brücke durch Jugendliche am Ende des Zweiten Weltkriegs erzählt. In den folgenden Jahren arbeitete Wicki weiterhin als Filmregisseur.Seine letzte Regiearbeit (1986–1989), die Verfilmung des Romans Das Spinnennetz von Joseph Roth, kann auch als sein Vermächtnis gesehen werden: Wicki zeigt hier die Gefahr der Verstrickung des deutschen Bürgertums in rechtsextremer Ideologie und den Antisemitismus der Weimarer Republik....

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Rundfunk, Film & Fernsehen

1994

Film > Darsteller:
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Rosamunde Pilcher – Wilder Thymian

1993

Film > Darsteller:
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Das Prinzenbad, Regie: Richard Blank

1991

Film:
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Gilde-Filmpreis: Der Club der toten Dichter von Peter Weir (Gold-ausländischer Film), Das Spinnennetz von Bernhard Wicki (Gold-deutscher Film), Mein linker Fuß von Jim Sheridan (Silber-ausländischer Film), Georg Elser -Einer aus Deutschland von Klaus Maria Brandauer (Silber-deutscher Film)

1991

Film > Darsteller:
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Erfolg, Regie: Frank Seitz

1990

Film:
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Beste Regie: Uli Edel für Letzte Ausfahrt Brooklyn und Bernhard Wicki für Das Spinnennetz

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2000

Ehrung:
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Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

1999

Ehrung:
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Medaille «München leuchtet» in Gold

1998

Ehrung:
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DIVA-Award

1992

Ehrung:
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UFA Ehrenpreis

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Bernhard Wicki stirbt in München. Bernhard Wicki war ein schweizerischer Schauspieler und Filmregisseur.
Geboren:
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Bernhard Wicki wird in St. Pölten, Niederösterreich geboren. Bernhard Wicki war ein schweizerischer Schauspieler und Filmregisseur.

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Bernhard Wicki starb im Alter von 80 Jahren. Bernhard Wicki wäre heute 97 Jahre alt. Bernhard Wicki war im Sternzeichen Skorpion geboren.

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