Bettelorden

Der Begriff Bettelorden (Mendikanten, von Lateinischmendicare „betteln“) bezeichnet christliche Ordensgemeinschaften, die ihrer Regel zufolge kein Eigentum besitzen dürfen, sondern der Armut besonders verpflichtet sind. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit, Schenkungen an die jeweilige Gemeinschaft und Almosensammeln („Terminieren“).

Das Betteln ist für die Bettelorden nicht (mehr) begriffsnotwendig. Die Bettelorden hatten schon im Spätmittelalter Besitz. Ihre Besitzfähigkeit wurde vom Tridentinum bestätigt. Der Begriff ist zur „bloßen Klassifizierung verblaßt“. Er wird im CIC/1983 weiterhin verwendet. Er soll „von Theorie und Praxis her überholt“ sein.

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Kunst & Kultur

1272

Religion, Wissenschaft & Kultur:
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Der Franziskaner Roger Bacon veröffentlicht das Compendium studii philosophiae. In diesem Werk, das uns nur in seinem ersten Teil vorliegt, kritisiert er die Bettelorden (wegen ihres Versagens als Erzieher).

Religion

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Der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph verfügt in einer Kabinettsorder die Aufhebung aller nichtständischen Klöster (d.h. vor allem der Bettelorden) in Bayern. Damit beginnt die Säkularisation in Bayern.

1269

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Thomas von Aquin erhält eine zweite Berufung auf einen der beiden Lehrstühle für Nichtfranzosen an der Universität Paris (bis 1272). Zu seinen Schülern gehören u. a. Petrus von Dacien (s. 1268), der das Studium generale am Konvent der Dominikaner in Köln verlässt und für ein Studienjahr nach Paris kommt, sowie der Augustiner-Eremit Aegidius Romanus (ebenfalls bis 1272). Aufgrund der im Jahr zuvor (1267) von Gerhard von Abbeville veröffentlichten Streitschrift gegen die Bettelorden schreiben Thomas von dominikanischer und Bonaventura und Johannes Peckham von franziskanischer Seite Widerlegungen, auf die Gerhard wiederum mit Repliken antwortet, was sich bis 1271 hinziehen wird.

1268

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Gerhard von Abbeville übernimmt nach der Bannung des Wilhelm von Saint-Amour (s. Weblinks) die Führung der weltlichen Opposition gegen die Mendikantenorden in Paris durch Veröffentlichung seiner Abhandlung Contra adversarium perfectionis christianae. Das führt in den folgenden Jahren zu einer erbitterten Polemik (1269-1271).

1230

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um 1230: Die lateinische Bibel unterscheidet sich nicht mehr wesentlich von einer heutigen Ausgabe im Taschenbuchformat auch was die Anordnung der Texte betrifft und bietet damit eine standardisierte Maßgeblichkeit. Sie ist einbändig, handlich (und damit tragbar), enthält Kapitelnummern, eine alphabetische Wortliste, und ist vor allem günstig in der Anschaffung. Durch ihre praktische Verwendbarkeit -besonders für die Bettelorden -wird sie in einer Anzahl bisher ungekannten Ausmaßes vervielfältigt.

1227

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um 1227: Die Bettelmönche übernehmen erstmals die einbändige Pariser Bibel für ihre Zwecke.

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