Bezirk Neukölln

Neukölln ist der achteVerwaltungsbezirk von Berlin und hat 328.045 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2015). Er wurde nach dem gleichnamigen Ortsteil benannt, der den nördlichen Teil des Bezirks ausmacht.



Geschichte




Neukölln hieß bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1360 Richardsdorp, später Ricksdorf (Rieksdorf) und schließlich Rixdorf. Der Ortskern befand sich am Richardplatz. Das Dorf gehörte anfangs dem Johanniterorden, die den Ort von den Tempelrittern übernahmen, die in Tempelhof ansässig waren. Aus diesem Grund trägt das Wappen des Bezirks das Johanniterkreuz.Im Jahr 1737 gestattete Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung böhmischer Exilanten in Rieksdorf, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben wurden. Diese Anhänger der Herrnhuter Brüdergemeine bauten ihre eigene Kirche und siedelten in einem eigenen Bereich abseits des Dorfangers, entlang der heutigen Richardstraße, der 1797 als Böhmisch-Rixdorf eine eigene Verwaltung bekam.Bei der Wiedervereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden am 1. Januar 1874 hatte Rixdorf 8000 Einwohner. Ab dem 1. Mai 1899 bildete Rixdorf, bis dahin als größtes Dorf Preußens zum Kreis Teltow gehörig, einen eigenen Stadtkreis, dessen Bevölkerung von zunächst 80.000 Einwohnern bis 1910 auf über 237.000 Einwohner wuchs.Die Umbenennung des Ortes von Rixdorf zu Neukölln erfolgte 1912. Der Grund der Umbenennung durch die Behörden war der seinerzeit negative Gesamteindruck des Ortes: Rixdorf galt als Hochburg von Kriminalität und „schlechten Sitten“.Mit dem 1. Oktober 1920 wurde Neukölln nach Groß-Berlin eingemeindet. Zusammen mit den Dörfern Britz, Rudow und Buckow bildete Neukölln als Namensgeber den 14. Verwaltungsbezirk. Am Ende des 20. Jahrhunderts sind die Geschehnisse um die Umbenennung Rixdorfs vergessen. Stattdessen gibt es vereinzelte Bestrebungen zur Rückbenennung des Ortsteils Neukölln in Rixdorf, zum einen als Abgrenzung zum größeren Bezirk Neukölln, zum anderen wegen der größeren Prägnanz des alten historischen Namens.Von 1945 bis 1990 gehörte der Bezirk Neukölln zum Amerikanischen Sektor von Berlin. 1987 wurde der Bezirk mit dem Europapreis für seine hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. Am 23. September 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gerhard Lasson stirbt. Gerhard Lasson war Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln (SPD).
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Geboren: Fritz Felgentreu wird in Kiel geboren. Fritz Felgentreu ist ein deutscher Politiker und Altphilologe. Er ist Kreisvorsitzender der SPD in Berlin-Neukölln und Stellvertretender Landesvorsitzender der Berliner SPD.
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Geboren: Stefanie Vogelsang wird in Bielefeld geboren. Stefanie Vogelsang ist eine deutsche Politikerin (CDU) und Bundestagsabgeordnete. Sie war stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Stadträtin, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der CDU Berlin und Kreisvorsitzende der CDUNeukölln. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Neukölln.
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Geboren: Anna Bogouchevskaia wird in Moskau geboren. Anna Bogouchevskaia ist eine deutsch-russische Bildhauerin. Im öffentlichen Raum machte sie unter anderem 2001 mit der Gestaltung der Putten für den Märchenbrunnen im Schulenburgpark im Berliner Bezirk Neukölln auf sich aufmerksam.
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Geboren: Alexander Hacke wird in Berlin-Neukölln geboren. Alexander Hacke ist ein deutscher Musiker, Musikproduzent, Komponist von Filmmusik und Schauspieler. Bekannt ist er vor allem als Gitarrist (1980–1994) und Bassist (seit 1994) der Band Einstürzende Neubauten. Von 1980 an trat er für einige Jahre unter dem Künstlernamen Alexander von Borsig auf.

Berliner Stadtkassenscheine von 1921

1820

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Bezirk 14 Neukölln – „Das Dorf Rixdorf“ um 1820 (Serienschein)

Städtepartnerschaften > National

1970

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Leonberg, Baden-Württemberg, seit 17.? Oktober

1967

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Köln, Nordrhein-Westfalen, seit 15.? November

1959

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Wetzlar, Hessen, seit 25.? September

Politik & Weltgeschehen

1970

Politik > Städtepartnerschaften:
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Deutschland Berlin-Neukölln, seit (Leonberg)

1967

Politik > Städtepartnerschaften:
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Deutschland Bezirk Neukölln von Berlin (Deutschland), seit (Köln)

1946

Politik > Bezirksbürgermeister:
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Hermann Harnisch (SPD/SED)

1945

Politik > Bezirksbürgermeister:
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Martin Ohm

Städtepartnerschaften

1978

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Deutschland Berlin-Neukölln (Deutschland) seit (Bat Jam)

1955

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Deutschland Bezirk Neukölln von Berlin (Deutschland), seit (Boulogne-Billancourt)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1997

Ehrung:
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erhielt sie einen Preis beim Journalistenwettbewerb des Märkischen Presse- und Wirtschaftsclubs für einen Beitrag, in dem sie den Alltag in der Rollbergsiedlung im Berliner Bezirk Neukölln beschrieb. (Vera Gaserow)

Gesellschaft & Soziales

Ereignisse > Gesellschaft:
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Ein „Brandbrief“ des Kollegiums der Berliner Rütli-Schule über unhaltbare Zustände und schulische Gewalt an dieser Neuköllner Hauptschule wird öffentlich. (30. März)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2010

In Berlin handelnde Spielfilme > Wiedervereinigung bis heute (seit 1990):
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Das Ende der Geduld (Deutschland, 2014) zeigt, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Kirsten Heisig, die letzten zwei Jahre im Leben einer Jugendrichterin in Neukölln mit der Einführung des Neuköllner Modells zur besseren und schnelleren Verfolgung von jugendlichen Straftätern sowie den unerwarteten Suizid der Richterin im Sommer (Liste von Filmen mit Bezug zu Berlin)

Tagesgeschehen

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Berlin/Deutschland: Der Bürgermeister des Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), wird mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ausgezeichnet.

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