Binnenmarkt

Als Binnenmarkt wird in der Volkswirtschaftslehre ein abgegrenztes Wirtschaftsgebiet bezeichnet, das durch den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitnehmern sowie eine angeglichene Rechtsordnung gekennzeichnet ist. Da sich dieses Wirtschaftsgebiet häufig mit den Grenzen eines Staates deckt, wird der Begriff Binnenmarkt oft als Bezeichnung für den nationalen Markt verwendet, im Gegensatz zum Welt- oder Exportmarkt.

Für einen Binnenmarkt, der durch die wirtschaftliche Integration verschiedener Staaten entstanden ist, wird – mitunter synonym – die Bezeichnung Gemeinsamer Markt verwendet, wobei Gemeinsamer Markt auch einen noch nicht voll verwirklichten Binnenmarkt bezeichnen kann. Das aktuell fortgeschrittenste Beispiel für die wirtschaftliche Integration vormals nationaler Volkswirtschaften ist der Europäische Binnenmarkt, der durch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft geschaffen wurde und eine der Grundlagen der Europäischen Union bildet. Diese ist zugleich der weltweit größte Binnenmarkt, gefolgt von dem in den USA, der Volksrepublik China, Indien und Japan.

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Ereignisse > Wirtschaft

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Mit der Unterzeichnung des Vertrages von Asunción in Paraguay konstituiert sich das südamerikanische Wirtschaftsbündnis Mercosur zur Gründung eines Binnenmarktes. (26. März)

Tagesgeschehen

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Straßburg/Europäische Union: Das Europäische Parlament verabschiedet eine Verordnung zum Verbot des Handel mit Robbenprodukten, die ab 2010 im Gebiet der Europäischen Union Anwendung findet. Die EU-weiten Handelsbeschränkungen sollen zum einen eine Zersplitterung des Binnenmarktes abschaffen und zum anderen Tierschutzstandards EU-weit harmonisieren.

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