Biokraftstoff

Biokraftstoffe (auch Biotreibstoffe, Agrotreibstoffe) sind eine Form der Biomasse. Es handelt sich um flüssige oder gasförmige Kraftstoffe, die aus Biomasse hergestellt werden. Sie kommen für den Betrieb von Verbrennungsmotoren in mobilen und stationären Anwendungen zum Einsatz. Ausgangsstoffe der Biokraftstoffe sind nachwachsende Rohstoffe wie Ölpflanzen, Getreide, Zuckerrüben oder -rohr, Wald- und Restholz, Holz aus Schnellwuchsplantagen, spezielle Energiepflanzen und tierische Abfälle. Das Präfix Bio weist hier nicht auf eine Herkunft aus ökologischer Landwirtschaft hin, sondern auf den pflanzlichen (biologischen) Ursprung. Die Klimaneutralität und ökologische Vorteilhaftigkeit von Biokraftstoffen ist umstritten.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2006

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Gründung: Die VERBIO Vereinigte Bioenergie AG mit Sitz in Zörbig (Sachsen-Anhalt) ist ein Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen. Rund 770 Mitarbeiter an drei Standorten produzieren im großindustriellen Maßstab Biodiesel, Bioethanol und Biogas. Das Unternehmen setzt zur Herstellung seiner Kraftstoffe selbst entwickelte Produktionsprozesse ein. VERBIO liefert seine Produkte direkt an die europäischen Mineralölkonzerne, Mineralölhandelsgesellschaften, freie Tankstellen, Speditionen, Stadtwerke und Fahrzeugflotten.

Tagesgeschehen

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Greenpeace: Zur derzeitigen Diskussion über die Nachteile von Biosprit meldet die Umweltorganisation, dass die Produktion von Biodiesel die Erdatmosphäre um 20 % mehr belaste als die Herstellung aus Erdöl. Der Grund sei u. a., dass Urwälder abgeholzt werden und zusätzlicher Raps-Anbau zu vermehrtem Lachgas führe, das ein 170x stärkeres Treibhausgas sei als CO2. Vielfach wird die Einstellung der Produktion gefordert, die auch zur Steigerung der Nahrungsmittelpreise und zu Hungersnöten beitrage, wie derzeit in Haiti. In Deutschland wird kritisiert, dass manche Automotoren die 10 %-ige Beimischung nicht vertrügen.
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Brasilien: Beim Staatsbesuch von Frankreichs Präsident Jacques Chirac werden eine Reihe bilateraler Abkommen unterzeichnet und eine Absichtserklärung zur Förderung von Biokraftstoffen. Im Gefolge des Wiener EU-Lateinamerika-Gipfels wirft Chirac und sein Gastgeber Lula da Silva den USA vor, die Bemühungen zur Liberalisierung des Welthandels zu blockieren. Allerdings beharrt in der EU vor allem Frankreich auf umfangreichen Agrarsubventionen, die ärmeren Ländern schaden. Beide Präsidenten loben Boliviens neuen Staatschef Evo Morales und seine Verstaatlichung der Erdgasvorkommen, die einem «leidenden Volk» zugute käme. Auch Unternehmen aus Brasilien und Frankreich sind betroffen, doch wird seit dem EU-Gipfel Mitte Mai über Rechtssicherheit verhandelt.

Bewertung von Biokraftstoffen > Klimabilanz

2010

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Anmerkung3: als Kraftstoff genutzt in PKW mit Stand

Natur & Umwelt

2012

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Naturereignisse: In den USA herrscht eine „Jahrhundertdürre“: Im Juli werden teilweise die höchsten in diesem Zeitraum seit Beginn der Messungen 1895 erfassten Temperaturen aufgezeichnet. Die Welternährungsorganisation (FAO) fordert die USA auf, ihre Biospritproduktion aus Mais zugunsten der Nahrungsmittelerzeugung zu drosseln, mindestens 30 % der Maispflanzen verdorrten, an den Rohstoffmärkten stieg der Maispreis von Mitte Juni bis Mitte Juli um ca. 60 % , der Getreidepreis erreichte den höchsten Stand seit 1,5 Jahren. Es wurden Befürchtungen laut vor einer Wiederholung der großen Staubstürme (Dust Bowl) der 1930er Jahre. Der Mississippi erreichte historische Tiefststände.

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